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GVG-Lauf900 Läuferinnen und Läufer trotzten in Hürth dem Wetter

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Das Bild zeigt mehrere Läufer am Start.

Punkt 10.15 Uhr fiel der Startschuss für die Sportler auf dem Wendelinusplatz in Hürth-Berrenrath.

Warum der Volkslauf in Hürth auch den kleinen Läuferinnen und Läufern so viel Freude bereitet.

„Ich laufe heute für meine Frau und das norwegische Königreich“, erzählte Omar El Fadil (55). Zur Feier des Tages habe er sich sogar sein norwegisches Trikot angezogen. Schließlich sei seine Frau Norwegerin und heute sei in Norwegen Nationalfeiertag. „Da winkt der König in Oslo vom Balkon“, verriet er. „Ich laufe hier aber auch mit, um meiner Vorbildrolle als Vater gerecht zu werden“, ergänzte er. Wenige Minuten später fiel der Startschuss und zusammen mit mehreren Hundert Läufern ging auch El Fadil auf die Strecke.

Hürth: Wetter störte die Läuferinnen und Läufer nicht

Das Wetter machte ihm und den anderen Teilnehmern augenscheinlich keinen Kummer – im Gegenteil. Mit knapp 900 Teilnehmern war die Teilnehmerzahl nach der Corona-Pandemie noch nie so hoch, wie am Sonntag (17. Mai). „Allerdings hatten wir bei den inzwischen 36 GVG-Volksläufen vor der Pandemie auch schon mal über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start“, berichtete Sascha Pützkaul vom TV Eiche Hürth-Knapsack 1909 e.V. Ihr Turnverein hatte dieses Event einst ins Leben gerufen. Früher sei der Start am Sportplatz in Alt-Hürth gewesen. Da werde aber gebaut, daher starte der Lauf – dank der Unterstützung der Ortsgemeinschaft Berrenrath – jetzt zum dritten Mal auf dem Wendelinusplatz.

Dort liefen die Läufer alle am Ende auch ins Ziel. Seit drei Jahren läuft auch Patricia Pützkaul (16) mit. „Laufen macht einfach Spaß“, erklärte sie. Noch schöner empfinde sie nur das Gefühl nach dem Lauf – erholt und irgendwie frei. Ganz gebannt und aufmerksam verfolgte Johanna (7) mit ihren beiden Schwestern und ihrer Oma die vielen Läufer vom Rand aus. „Ich habe die Startnummer 701“, sagte sie stolz. Sie starte gleich beim Schülerlauf – zusammen mit ihren Schwestern Clara (9) und Victoria (10). „Ja, ich freue mich dabei zu sein, aber ich bin auch ein bisschen aufgeregt“, erzählte sie.