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Nach GroßbrandBagger legt verdeckte Brandnester in Hürth-Kalscheuren frei

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Ein Bagger steht inmitten von Trümmern, auch Wasserfontänen sind zu sehen.

Mithilfe eines Baggers wurden die Brandnester freigelegt.

Da das Dach der Halle, in der Verpackungsmaterialien lagerten, eingestürzt ist, kamen die Feuerwehrleute nicht an die Brandnester.

Zwei Tage, nachdem im Hürther Stadtteil Kalscheuren ein Feuer ausgebrochen war, dauerten die Löscharbeiten gestern noch an. Graue stinkende Rauchschwaden stiegen aus der Ruine. Die Szenerie schien richtig unwirklich, wie die Kulisse eines Katastrophenfilms. Schwarz und verraucht standen nur noch die Reste der Außenmauern der Hallen.

Hürth: Brandnester waren nicht erreichbar

Und dort, wo eigentlich die Produkte des Onlinehändlers Omnidael – Verpackungsmaterialien aus Papier, Pappe und Folien sortiert in den Regalen liegen würden – stand mitten in den Trümmern ein gewaltiger Bagger, der mit seinem „Gebiss“ immer wieder in den Schutt griff, ihn anhob und an einer anderen Stelle ablegte.

„Durch den Einsturz des Hallendaches kommen wir nicht an die letzten Brandnester“, erklärte der diensthabende Einsatzleiter Michael Frey an Tag drei der Löscharbeiten. Deswegen sei jetzt auch der Bagger im Einsatz. „Mit ihm werden die Glutnester freigelegt“, so Frey. Über die Drehleiter, aber auch mit einer Wasserfontäne wurde dann von mehreren Seiten die Glutnester direkt und effektiv abgelöscht.

Wir werden die Einsatzstelle aber im Laufe des Tages an die Polizei übergeben
Michael Frey, Einsatzleiter

Auch die ganze Nacht zu Mittwoch waren die Hürther Feuerwehrleute vor Ort und haben gelöscht. „Wir werden die Einsatzstelle aber im Laufe des Tages an die Polizei übergeben“, sagte Frey gegen Mittag. Parallel zu den Löscharbeiten haben die Einsatzkräfte auch einen speziellen Pumpwagen angefordert. Ein langer dicker Schlauch führte von dessen Silotank direkt in die eingestürzte Halle. „Damit saugen wir das Löschwasser ab, es wird separat entsorgt“, erklärte Frey.

Unklar ist immer noch die Ursache für den Brand, zu dem die Feuerwehr am Montagmittag (26. Januar) gegen 12 Uhr alarmiert wurde. 160 Feuerwehrleute aus dem ganzen Rhein-Erft-Kreis waren an der Einsatzstelle. Am Nachmittag war auch das Technische Hilfswerk dazu geholt worden.

Fluchtartig haben die Mitarbeiter der angrenzenden Gebäude ihren Arbeitsplatz verlassen und sind ins Freie gerannt. Einige erzählten, dass das Feuer zuerst ziemlich weit vorne auf der rechten Seite der Halle aus dem Dach geschlagen war. Sie waren alle heilfroh, dass niemand zu Schaden gekommen war. Von ganzem Herzen dankten sie den Feuerwehrleuten und Einsatzkräften und dass es ihnen gelungen war, ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern.

Diesen Dank an Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Polizei und Hilfsorganisationen postete via Facebook auch Hürths Bürgermeister Dirk Breuer. „Euer Einsatz schützt unsere Stadt und ihre Menschen“, lobte er. Landrat Frank Rock schloss sich an und ergänzte: „Dieser Einsatz zeigt, wie gut die Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg funktioniert – und wie verlässlich unsere Gefahrenabwehr im Kreis arbeitet.“