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Hürther Ex-„Wise Guys“-MitgliedDer Lieblingsplatz von Eddi Hüneke ist der Burgpark Hermülheim

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Ein Mann sitzt auf einer Steinbank, um ihn herum stehen weitere dieser Bänke.

Am Ensemble mit den Steinbänken, die an den Standort der einstigen Burg Hermülheim erinnern, macht der Musiker Eddi Hüneke oft Halt, um „durchzuatmen und runterzukommen“.

Der Musiker verbindet mit dem Park viele Erinnerungen. Dort ging er mit seinen Eltern spazieren und sah seine vier Kinder aufwachsen.

„Aber der Wagen, der rollt“, so schallt es aus dem Aufenthaltsraum des Rudi-Tonn-Altenzentrums der Arbeiterwohlfahrt heraus. Mit seinem Gitarrenkoffer auf dem Rücken geschnallt, radelt wenig später Eddi Hüneke durch den Burgpark Hermülheim.

Station macht er hier, um uns seinen Lieblingsplatz vorzustellen. Durch den Burgpark führe es ihn montags nach Hause, wenn er ehrenamtlich mit den älteren Damen und Herren immer das gleiche Programm singe: zum Auftakt „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und zum Schluss „Hoch auf dem gelben Wagen“.

Ein Mann fährt auf einem Fahrrad durch einen Park.

Mit Gitarrenkoffer und Fahrrad besucht Eddi Hüneke den Burgpark Hermülheim mit seinem alten Baumbestand wenigstens jeden Montag, wenn er im benachbarten Altenzentrum mit den älteren Damen und Herren eine Singstunde anleitet.

Seitdem er Ende der 2010er-Jahre für die Fernsehserie „Unvergesslich – Unser Chor für Menschen mit Demenz“ zusammen mit Annette Frier einen Chor für demenzkranke Menschen gegründet habe, habe ihn das Thema nicht mehr losgelassen, erzählt der Musiker. Im Rudi-Tonn-Haus sei er oft zu Besuch bei seinen Eltern Ulla und Martin gewesen, die hier ihren Lebensabend verbrachten. Dann seien sie oft im benachbarten Burgpark spazieren gegangen.

Hürth: Neues Buch soll im September erscheinen

Am Ensemble mit den Steinbänken, die an den Standort der einstigen Burg Hermülheim erinnern sollen, macht er Halt. Deren Anordnung im Halbkreis erinnere ihn immer an ein Amphitheater. Den Blick lässt er ins schattige Grün mit seinem alten Baumbestand entlang eines Baumlehrpfades schweifen. Von der Burg ist nichts mehr zu sehen, außer dem Burgtor. In den 1960er-Jahren sei die Burgruine im Zuge einer Feuerwehrübung mit Heuballen abgefackelt und anschließend planiert worden.

„Das ist schade“, sagt Eddi Hüneke, aber die Geschichte des historischen Ortes reiche ihm aus, eine gedankliche Verbindung zur Vergangenheit zu knüpfen. Nicht zuletzt in die eigene. 17 Jahre lebe er nun nach seinem Umzug aus Köln mit seiner Familie in Hürth. In diesem Park habe er seine vier Kinder aufwachsen und auf Bäume klettern sehen oder auf die „wirklich schönen“ Klettergerüste auf dem Spielplatz in einem Winkel des Parks.

„Ich mag die Stimmung hier, es ist ruhig“, sagt er. Er komme oft her, um „einmal durchzuatmen und runterzukommen“, ganz ähnlich wie er es im Titelsong seines neuen Albums „Atempause“ beschrieben habe. „Atempause“, so heiße auch sein neues Buch, das im September erscheinen soll.

Als Drehort für den ein oder anderen Social-Media-Beitrag habe ihm der Park auch schon gedient. Der Musiker hat einen Anschlusstermin, lässt sich dennoch in der Ruhe des Parks auf eine kurze Reflexion über sein Leben als Sänger ein. Er habe früh in der Familie singen gelernt, sagt der Sohn eines Pfarrers. Der Vater Martin habe als Junge in den Reihen des berühmten Leipziger Thomanerchores gesungen, dessen wohl berühmtester Leiter einst Johann Sebastian Bach war.

Seine Schwester habe schon gesungen, bevor sie überhaupt sprechen gelernt habe. Im Rückblick auf seine Zeit beim A-cappella-Ensemble „Wise Guys“ stellt er fest, dass er sich weiterentwickelt habe. „Ich bin heute ein sehr viel besserer Entertainer und Musiker geworden. Die Wise Guys sind natürlich Teil meiner Geschichte und ich bin stolz darauf“, sagt Eddi Hüneke.