Allein 480.000 Euro kostet die neue Skateanlage im Bürgerpark, die sich derzeit im Bau befindet. Dazu kommt eine Reihe weiterer Maßnahmen.
Prioritätenliste beschlossenHürth investiert über 660.000 Euro in die Spielplätze

Im Bau befindet sich derzeit die Skateanlage im Bürgerpark, das derzeit teuerste Spielplatzprojekt in Hürth.
Copyright: Andreas Engels
Knapp 780.000 Euro hat die Stadt in diesem Jahr für Investitionen in die öffentlichen Spielplätze im Haushalt eingeplant. Der größte Anteil entfällt auf den Neubau der Skateanlage im Bürgerpark hinter dem Familienbad in Hermülheim, der allein rund 480.000 Euro kosten soll. Der Jugendhilfeausschuss hat darüber hinaus eine Reihe weiterer Maßnahmen beschlossen.
Schon jetzt zeichnet sich aber ab, dass nicht alle noch in diesem Jahr umgesetzt werden können. Grund sind die Personalkapazitäten bei den Stadtwerken. Dort übernimmt eine neu eingestellte Landschaftsplanerin erst zum 1. Juli auch die Aufgaben der Spielplatzplanung. Dadurch könne sich die Umsetzung einiger Projekte bis ins kommende Jahr verzögern, so die Verwaltung. Übrig bleibende Mittel sollen in den Haushalt 2027 übertragen werden, kündigte Jugendamtsleiterin Michaela Büsgen an.
Hürth: Sechs Spielplätze haben in diesem Jahr eine hohe Priorität
Ohnehin sind von den knapp 300.000 Euro, die in diesem Jahr noch für weitere Maßnahmen zur Verfügung stehen, bisher nur gut die Hälfte bereits fest verplant. Die jetzt beschlossene Prioritätenliste geht auf einen Vorschlag des Arbeitskreises Spielplätze zurück. Demnach sind für 2026 sechs Maßnahmen mit hoher Priorität vorgesehen. Die Spielfläche am Overstolzenplatz in Efferen soll zu einem naturnahen inklusiven Spielplatz umgestaltet werden. Kosten: 50.000 Euro. Auf dem Bolzplatz an der Schnellermaarstraße in Gleuel soll der Rasen auf dem Basketballfeld für 40.000 Euro gegen einen festen Belag ausgetauscht werden.
In Kalscheuren werden 10.000 Euro für ein Ballspielfeld auf dem alten Sportplatz ausgegeben. Weitere 10.000 Euro sind für Basketballkörbe und Ballfangzäune auf dem Bolzplatz neben der neuen Kita in Kendenich vorgesehen. Dazu kommen 25.000 Euro für neue Spielgeräte auf dem Spielplatz Auf der Aue in Fischenich und voraussichtlich weitere 30.000 Euro für die Sanierung einer Sandspielfläche in Efferen-West.
In Fischenich soll ein Mittelpunktplatz für alle Generationen entstehen
Überplanen will die Stadt den Spielplatz Am Kirchberg in Fischenich. Dort soll ein inklusiver und generationenübergreifender Mittelpunktplatz entstehen. 250.000 Euro sind für das Projekt eingeplant, das 2027 fertiggestellt werden soll. In diesem Jahr fallen Planungskosten von 20.000 Euro an.
Im kommenden Jahr sollen erneut insgesamt rund 300.000 Euro ausgegeben werden. Vorgesehen sind ein neues Spielgerät und die naturnahe Gestaltung des Spielplatzes Gerberstraße in Alstädten-Burbach und die Schaffung eines Naturspielraums im Bereich des alten Baumbestands an der Bolligstraße in Kendenich.
Zusätzlich zu den Spielplatzprojekten der Stadt wird Netzbetreiber Amprion die Spielfläche am Kiebitzweg in Hermülheim, die dem Bau neuer Höchstspannungsmasten weichen musste, wieder herrichten. Dort sind Tischtennisplatten, Bodentrampolin, Pendelschaukel und ein Streetballfeld geplant. Insgesamt gibt es in Hürth rund 80 Spiel- und Bolzplätze.
