Nach 13 Jahren intensiver Nutzung war der alte Belag verschlissen. Von der Sanierung profitieren auch die benachbarten Schulen.
Platz ist fertigStadt und FC Hürth teilen sich Kosten für neuen Kunstrasen im Salus-Park

Den neuen Kunstrasen im Saluspark nahmen Vertreter der Stadt und des FC Hürth in Augenschein.
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Der Kunstrasenplatz im Salus-Park wird so intensiv genutzt wie wohl kein anderer Sportplatz in Hürth. Nach 13 Jahren musste der Belag auf dem älteren der beiden Kunstrasenplätze an der Sudetenstraße in Hürth-Hermülheim jetzt vorzeitig ersetzt werden – die Stadt rechnet üblicherweise mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren. Die Kosten in Höhe von knapp einer halben Million Euro teilen sich der Heimverein FC Hürth und die Stadt.
„Wir haben uns vorgenommen, unter 500.000 Euro zu bleiben. Auch der Zeitplan wurde eingehalten“, sagt Klinikunternehmer Alfons Domma, Präsident und Vorsitzender des FC Hürth. Er steht auch hinter dem gemeinnützigen Verein Gaudeamus, über den die Sanierung abgewickelt wurde – wie vor 13 Jahren bereits die Ausstattung des früheren Tennenplatzes mit Kunstrasen.
Hürth: Alter Kunstrasen soll auf einem Reiterhof weiterverwendet werden
Mitte März begannen die Arbeiten zur Erneuerung des Kunstrasens. Zunächst wurde der alte Belag entfernt, er soll nun auf einem Reiterhof weiterverwendet werden. Anschließend wurden der Untergrund aus Lava-Asche planiert und Unebenheiten ausgeglichen.
„Der größte Aufwand war das Aufbringen der elastischen Tragschicht“, berichtet Domma. Dieser Unterbau verbessere die Bespielbarkeit und steigere zugleich die Haltbarkeit des darauf verlegten neuen Kunstrasens. Beim alten Platz war statt einer Elastikschicht ein Langhalmbelag verbaut.
Auf dem Kunstrasenplatz ist von morgens bis abends Spielbetrieb
Das entsprach nach früheren Angaben der Stadtverwaltung im Jahr 2013 dem damaligen Stand der Technik. Die Bauart habe aber – neben der hohen Belastung – wohl zum vorzeitigen Verschleiß beigetragen. Auch bei der Verfüllung gibt es Änderungen: Statt schwarzem Gummigranulat kommen nun Sand und Kork zum Einsatz.
Genutzt werden kann der Platz schon jetzt. Als erste Mannschaft wird am Samstag die C1-Jugend des FC Hürth gegen den BC Stotzheim auf dem neuen Kunstrasen spielen. Bis der Platz vollständig eingespielt sei, dauere es laut Domma etwa vier Wochen. Auf dem Kunstrasenplatz sei täglich von morgens bis abends Spielbetrieb, so der Vorsitzende.
Stadt Hürth finanziert ihren Anteil an den Kosten aus der Sportpauschale
Bis zum frühen Nachmittag nutzen die beiden weiterführenden Schulen an der Sudetenstraße – das Albert-Schweitzer-Gymnasium und die Gesamtschule – die Sportfläche. Anschließend trainieren dort drei Senioren- und 14 Jugendmannschaften des FC Hürth. Zwischendurch treiben auch Reha-Patienten der benachbarten Salus-Klinik Sport auf dem Kunstrasen.
Bürgermeister Dirk Breuer (CDU) hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein hervor. Für die Kommune sei die Finanzierung der Kunstrasenplätze aus Mitteln der Sportpauschale eine Herausforderung. Umso erfreulicher sei es, dass das gemeinsame Projekt umgesetzt werden konnte und einen wichtigen Beitrag zur sportlichen Entwicklung in Hermülheim leiste. Ähnlich äußerten sich auch der Vorsitzende des Sportausschusses, Hans-Josef Lang (CDU), und die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Kaiser (Grüne). Die Stadt wird ihren Anteil an den Baukosten über einen Zeitraum von acht Jahren aus der Sportpauschale finanzieren.
