Im Sommer 2023 erlitt der ehemalige Berufsfeuerwehrmann Hans-Jürgen „Hossi“ Hoßdorf einen Schlaganfall. Jetzt ist er gestorben.
„Mach es gut, Hossi“Trauer um ein Urgestein der Feuerwehr Hürth

42 Jahre lang war Hans-Jürgen „Hossi“ Hoßdorf für die Hürther Feuerwehr im Dienst. Nun ist er gestorben.
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Mehr als vier Jahrzehnte hat er sich für andere eingesetzt, dabei weder sich noch seinen Körper geschont. 42 Jahre lang war Hans-Jürgen „Hossi“ Hoßdorf für die Hürther Feuerwehr im Dienst. Im Dezember 2022 ging er in den wohlverdienten Ruhestand. Er hatte bereits Pläne für die Zeit nach seinem Dienst geschmiedet. Im Sommer 2023 erlitt der ehemalige Berufsfeuerwehrmann aus Hürth einen Schlaganfall. Nun ist Hans-Jürgen „Hossi“ Hoßdorf gestorben.
Er gab über 42 Jahre seines Lebens aufopferungsvoll alles, um andere Menschen zu retten und ihnen zu helfen, beruflich wie ehrenamtlich, meistens sogar über seine Grenzen hinaus
„Er gab über 42 Jahre seines Lebens aufopferungsvoll alles, um andere Menschen zu retten und ihnen zu helfen, beruflich wie ehrenamtlich, meistens sogar über seine Grenzen hinaus“, sagte sein Sohn Martin Hoßdorf dieser Zeitung im Sommer 2023.
Sein Vater sei am vergangenen Samstag, 27. Juni, gestorben, er habe seinen dritten Schlaganfall erlitten, teilte Martin Hoßdorf nun mit, der auch Berufsfeuerwehrmann geworden ist. Sein Vater sei vielen Menschen gegenüber immer hilfsbereit gewesen und habe für jeden ein offenes Ohr gehabt, so Martin Hoßdorf damals weiter.
Große Anteilnahme in Hürth und in den Reihen der Feuerwehr
Große Anteilnahme in Hürth und in den Reihen der Feuerwehr. So drückte beispielsweise die Ortsgemeinschaft Hürth-Kendenich zum Tod des Berufsfeuerwehrmannes ihr Mitgefühl in den sozialen Medien aus: „Voller Bestürzung“ habe man erfahren, dass Hans-Jürgen (Hossi) Hoßdorf verstorben ist. „Unser aufrichtiges Beileid und Anteilnahme der Familie. Ebenso seinen Freunden und Kollegen der Feuerwehr Hürth“, schreibt die Ortsgemeinschaft.
Die Hürther Feuerwehr versah ihr Logo in den sozialen Medien mit schwarzem Trauerflor und schrieb dazu: „Mach es gut, Hossi.“ Auch die Feuerwehr Frechen äußerte sich mit denselben Worten. In den sozialen Medien finden sich zahlreiche Beileidsbekundungen – von Menschen, die Hans-Jürgen „Hossi“ Hoßdorf kannten, von Freunden, ehemaligen Kameraden und Weggefährten.
Das Schicksal von Hans-Jürgen Hoßdorf hatte viele Menschen in Hürth bewegt. Um seinem Vater zu helfen, hatte Martin Hoßdorf seinerzeit einen Spendenaufruf gestartet. Allein in den ersten zwölf Stunden seien 10.000 Euro gespendet worden, so Hoßdorf damals. Innerhalb weniger Tage kamen fast 20.000 Euro zusammen. „Es ist unfassbar, wie viel Hilfe wir bekommen“, sagte er 2023.
Schon damals zeigten sich seine Hürther Feuerwehrkameraden „tief erschüttert“, wie der Pressesprecher der Hürther Feuerwehr, Andreas Nußbaum, seinerzeit betonte. Sie wollten ihren ehemaligen Kameraden unterstützen, wo sie nur konnten, und mithelfen, seine Wohnung behindertengerecht umzubauen. Auch das Team der Gaststätte Braunsfeld in Fischenich sammelte mit „Reibekuchen für den guten Zweck“ 3000 Euro an Spenden, um den ehemaligen Berufsfeuerwehrmann zu unterstützen.
