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Hürther unter sichWarum Landrat Rock beim ESC ungewollt richtig lag

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Sarah Engels trat im Finale des 70. Eurovision Song Contest (ESC) in der Wiener Stadthalle auf.

Sarah Engels trat im Finale des 70. Eurovision Song Contest (ESC) in der Wiener Stadthalle auf. 

Der Mann aus Hürth hatte der Hürtherin Sarah Engels zwölf Punkte gewünscht. Mehr wurden es am Ende in Wien tatsächlich nicht.

Hoffentlich hat Landrat Frank Rock am Samstag (16. Mai) nicht vergessen, einen Lottoschein auszufüllen. Oder aber er hat am Abend im Casino alles auf „Rot“ gesetzt. In dieselbe Farbe war das Bühnenbild von Sarah Engels beim ESC-Finale in Wien getaucht – um ihrem Popsong noch mehr Strahlkraft zu verleihen. 

Da hatte sich der CDU-Mann aus Hürth, eben dort, wo Engels aufgewachsen ist und noch bis vor einigen Jahren gelebt hat, als Kenner des europäischen Gesangswettbewerbs erwiesen. In einem Post in sozialen Netzwerken hatte er geschrieben: „12 Punkte für Sarah Engels!“ Womit Rock absolut richtig lag. Der deutsche Beitrag kam nach Bekanntgabe der Stimmen aus Jurys aus 35 Ländern und der Punktvergabe des Publikums aus den 25 im Finale vertretenen Ländern auf exakt jene zwölf Punkte. Da sage noch einer, Rock verstehe nichts vom Pop-Business.

Wie wäre es 2027 mit Eko Fresh oder den Höhnern?

Wobei er dann doch sicherlich eine andere Absicht verfolgt haben wird: Die Ansage „Zwölf Punkte“ oder auch „Twelve Points“ gebührt dem Beitrag, der bei den jeweiligen Länderjurys am besten abschneidet. Derjenige Teilnehmer, der dies im Laufe der zähen Punktvergabe am häufigsten hört, darf sich getrost Hoffnungen auf den Sieg machen. Doch davon war Sarah Engels an diesem Abend weit entfernt. Die höchste Punktzahl, die sie für „Fire“ erhielt, waren bescheidene vier Punkte. Am Ende tröpfelten hier und da noch weitere Pünktchen ein. Am Ende blieb es bei zwölf Zählern.

Landrat Frank Rock bewies 2025 beim Jubiläumsfest des Rhein-Erft-Kreises als Sänger und Dirigent der Hürther Bergmannskapelle beachtliches musikalisches Talent.

Landrat Frank Rock bewies 2025 beim Jubiläumsfest des Rhein-Erft-Kreises als Sänger und Dirigent der Hürther Bergmannskapelle beachtliches musikalisches Talent.

Dabei hatte vorab auch Frank Rock in sozialen Netzwerken alles gegeben: „Sarah Engels zeigt, wie viel Talent, Leidenschaft und Ausstrahlung aus unserer Region kommen kann. Für ihren Auftritt heute Abend wünschen wir ihr von Herzen viel Erfolg, starke Nerven und einen unvergesslichen Moment auf der ESC-Bühne. Liebe Sarah, genieß diesen Abend. Deine Heimatregion fiebert mit. Hürth und der Rhein-Erft-Kreis stehen hinter dir. Bring die Bühne zum Leuchten!“

Vorschläge fürs nächste Jahr, dann läuft es vielleicht besser für Deutschland: Rapper Eko Fresh aus Kerpen oder Henning Krautmacher aus Pulheim mit den Höhnern in Reunion.