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„Strategische Weitsicht“Volksbanken in Rhein-Erft fusionieren – 153.000 Kunden betroffen

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Das Logo der Volksbank ist auf einem Gebäude zu sehen.

Das Logo der Volksbank ist auf einem Gebäude zu sehen.

Volksbank Rhein-Erft-Köln eG aus Hürth und die Volksbank Erft eG aus Elsdorf wollen „ihre Kräfte vereinen“. Aufsichtsräte haben bereits zugestimmt.

Die Fusionswelle vor allem kleinerer Banken hat nun auch den Rhein-Erft-Kreis erfasst. Wie die Vorstände beider Häuser gestern in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, wollen die Volksbank Rhein-Erft-Köln eG aus Hürth und die Volksbank Erft eG aus Elsdorf „ihre Kräfte vereinen und sich zu einer starken, zukunftsfähigen Regionalbank zusammenschließen“.

Dies sei   das Ergebnis einer intensiven und vertrauensvollen Sondierungsphase der Vorstände beider Häuser. Auch die Aufsichtsräte beider Banken hätten dem Vorhaben einstimmig zugestimmt. Die Fusion soll zum 1. Januar 2026 vollzogen werden. Die Sprecher betonen: Der Zusammenschluss sei keine Notwendigkeit, sondern Ergebnis einer gemeinsamen strategischen Weitsicht. Der Name   Volksbank Erft eG wird dann Geschichte sein. Die Fusionspartner firmieren dann unter Volksbank Rhein-Erft-Köln eG.

Rhein-Erft-Kreis: gemeinsames Netz besteht aus 32 Filialen

Der Zusammenschluss werde sich nicht auf die bisherigen Standorte auswirken, und die Kundinnen und Kunden würden auch künftig ihre vertrauten Ansprechpartner vor Ort haben, heißt es weiter in der Mitteilung. Das Netz besteht aus 32 Filialen, sie befinden sich im Wesentlichen im Rhein-Erft-Kreis, im Rhein-Sieg-Kreis und im Rhein-Kreis Neuss.

Die zu einer Bank verschmolzenen Häuser werden 153.000 Kunden und 668 Mitarbeitende haben. Das betreute Kundenvolumen belief sich Ende 2024 auf   knapp zehn Milliarden Euro, die Bilanzsumme betrug rund fünf Milliarden Euro und das Eigenkapital stand bei 538 Millionen Euro.

Einer der Fusionsgründe ist steigender Fachkräftemangel

Die Anzahl der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland ist einer Studie   zufolge in den vergangenen zehn Jahren um 40 Prozent zurückgegangen. Darin wurden auch die   Gründe für die Offenheit gegenüber Fusionsüberlegungen abgefragt.

Am häufigsten nannten   Bankvorstände in der Befragung des Genoverbandes mit Abstand den zunehmenden Fachkräftemangel (78 Prozent) sowie zunehmende Regulatorik (67 Prozent). Es folgten mit 32 Prozent das Erreichen einer kritischen Betriebsgröße sowie steigende Kundenanforderungen mit 23 Prozent. Herausforderungen durch die betriebswirtschaftliche Lage waren für 15 Prozent ein wichtiger Aspekt.