Die 51-Jährige hielt der schwerverletzten Avin die Hand und sprach ihr Mut zu.
Zweiter ProzesstagBetreuerin kündigte nach dem tödlichen Unfall Job an Hürther Grundschule

Am 4. Juni 2025 fuhr in Autofahrer in einer Gruppe von Grundschülern, die auf dem Weg zum Sportunterricht waren. Ein 10-jähriges Mädchen und ein Schulbegleiter starben einige Tage später im Krankenhaus.
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Am zweiten Verhandlungstag um den tragischen Unfall auf der Frechener Straße in Hürth, bei dem im Juni 2025 die zehnjährige Avin und der Schulbegleiter Luis (25) ums Leben gekommen sind, hat eine Betreuerin der Grundschule ausgesagt. Unter Tränen sagte die 51-Jährige, es gebe keine Worte für das, was an jenem Tag geschehen sei und was sie habe mitansehen müssen. Sie leide noch heute darunter, dass sie den Unfallopfern nicht helfen konnte.
Als Konsequenz aus den schrecklichen Geschehnissen habe sie ihren Job im Offenen Ganztag an der Grundschule in Hürth gekündigt und arbeite jetzt in einer Nachbarstadt. Sie habe versucht, einen Neuanfang zu schaffen. Aber was ihr vor dem Unfall mit Leichtigkeit gelang, sei seitdem mit dauerhafter Anstrengung verbunden. Es gebe Tage, an denen sie denke, es werde besser, „und dann macht es mich wieder unfassbar traurig“.

Der Unfallfahrer von Hürth muss sich seit Montag vor dem Landgericht Köln verantworten.
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Als sie mit der Schülergruppe an der Ampel stand und diese von Rot auf Grün sprang, habe sie nur wahrgenommen, wie ein Auto in die Gruppe fuhr: „Das ging von jetzt auf gleich, so wie ein Blitz einschlägt.“ Zunächst habe sie gedacht, dass sie sich das nur einbilde und das nicht tatsächlich geschehe.
Dann habe sie zwei Menschen auf dem Boden liegen sehen, einen kleineren und einen größeren. Instinktiv sei sie zu der kleineren Person gelaufen. Die 51-Jährige erkannte diese als Avin, die regungslos auf der Straße lag. Sie habe ihr Mut zugesprochen und ihre Hand gehalten – bis sich mehrere Ersthelfer um das Mädchen kümmerten.
Der 20-jährige Unfallfahrer muss sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen seit Montag (18. Mai) vor dem Landgericht verantworten. Bei einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Jugendstrafe. Ein Urteil wird am 3. Juni erwartet.
