Dass es mit dem Abbruch in Kerpen so lange dauert, liegt der Stadtverwaltung zufolge an einem fehlenden Nachweis über die Standsicherheit.
Standsicherheit womöglich gefährdetAbbruch des „Kneppchens“ in Kerpen verzögert sich

Das leerstehende Lokal „Zum Kneppchen“ soll schon länger abgerissen werden.
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Das ehemalige „Zum Kneppchen“ in Kerpen-Sindorf an der Erftstraße gilt mittlerweile als Schandfleck des Orts. Das Gebäude, das als Diskothek „San Francisco“ und als Lokal genutzt wurde, brannte Anfang Dezember 2024 ab. Nun liegt die Ruine brach und ein Leser fragt sich, was daraus werden soll.
Wie die Kerpener Stadtverwaltung mitteilt, habe der Bauherr den Abbruch des Gebäudes am 28. Mai 2025 angemeldet. Das Bauordnungsamt habe ihn vor Beginn der Abbrucharbeiten aufgefordert, einen Standsicherheitsnachweis für das einseitig angebaute Gebäude vorzulegen. Am 15. Oktober habe es dann eine entsprechende Kontrolle vor Ort gegeben.
Kerpen: Vorschneller Abbruch des Gebäudes laut Stadtverwaltung
Dabei habe man festgestellt, „dass der Bauherr ohne Vorlage des Standsicherheitsnachweises mit den Abbrucharbeiten begonnen hatte“. Daraufhin habe das Bauordnungsamt die Arbeiten mit einer Verfügung sofort untersagt.
Erst, wenn der Bauherr das Gutachten für die Standsicherheit vorweise, könne er den Abbruch des Gebäudes fortsetzen, heißt es von der Stadtverwaltung. Eine Möglichkeit, das Gutachten zu erzwingen und dadurch die Abbrucharbeiten zu beschleunigen, habe die Bauaufsicht allerdings nicht.
Auch sei die Baustelle ordnungsgemäß mit einem Bauzaun gesichert, teilt die Verwaltung mit: „Alle für das Bauordnungsamt relevanten Belange sind damit eingehalten.“
Für die Anwohner und den Leser ist das vermutlich kein Trost. Wie er berichtet, errege der Zustand des Gebäudes, das viele mit dem Ort verbinden, zahlreiche Gemüter. Schon zuvor war immer wieder im Gespräch gewesen, das Lokal abzureißen. Das „Kneppchen“ steht schon seit vielen Jahren leer. Früher war es in Kerpen und weit über seine Grenzen hinaus bekannt.
