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1800 UnterschriftenBürger startet Petition gegen Schließung der Erftlagune in Kerpen

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Das Foto zeigt ein Schwimmbad von außen, davor ein Fahrrad.

Die Erftlagune in Kerpen soll vorerst geschlossen bleiben.

Die Stadtverwaltung kann laut eigenen Angaben ohne Haushalt nicht sowohl die Erftlagune als auch das Freibad Türnich betreiben.

Die vorübergehende Schließung der Erftlagune stößt auf weiteren Widerstand. Nun startete ein Bürger eine Online-Petition, die die Verwaltung der Stadt Kerpen überzeugen soll, das Schwimmbad über die Sommermonate doch zu öffnen. Auf der Webseite der Petition heißt es: „Die vorübergehende Schließung der Erftlagune würde nicht nur die Schwimmaktivitäten drastisch einschränken, sondern auch den sozialen Austausch und die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden behindern. In Städten, die über weniger Freizeitmöglichkeiten verfügen, ist der Verlust eines solch wertvollen Ortes besonders schmerzhaft.“ Am Dienstag, 26. Mai, hatten gegen Mittag bereits knapp 1800 Menschen die Petition unterzeichnet.

Kerpen: Auch FDP-Gruppe äußert sich zum Schwimmbad

Auch die Kerpener FDP-Ratsgruppe äußerte sich jetzt zu dem Schwimmbad. Sie wolle „die Diskussion über die Zukunft der Erftlagune neu anstoßen“. Sie betonen, dass Erträge und Aufwendungen nicht im Verhältnis stünden: „Für das Jahr 2026 stehen bei der Erftlagune Erträgen von rund 683.000 Euro Aufwendungen von mehr als 3,75 Millionen Euro gegenüber. Das jährliche Defizit liegt damit bei rund 3,15 Millionen Euro.“

Mit einem Antrag fordert die FDP deshalb ein Prüfverfahren. Verglichen werden sollen dabei unterschiedliche Modelle: von der weiteren städtischen Trägerschaft über Betreiber- oder Pachtlösungen bis hin zu einer möglichen Veräußerung der Anlage. Die Stadtverwaltung hatte kürzlich angekündigt, die Erftlagune vorübergehend zu schließen, um den Betrieb des Freibads Türnich aufnehmen zu können.

Hintergrund war demnach, dass ohne einen beschlossenen Haushalt kein Geld für weiteres Personal eingesetzt werden dürfe. Im Gespräch ist aber immer wieder auch die komplette Schließung des Bads oder eine Nutzung als reines Schul- und Vereinsbad.