Wann das Bad geöffnet ist, ist noch offen. Darüber soll ein Runder Tisch der Fraktionen beraten, der erstmals am 14. Juli zusammentritt.
FreizeitDie Erftlagune in Kerpen soll Mitte Juli wieder öffnen

Aktuell ist die Erftlagune noch geschlossen (Archivfoto).
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Mit der Verabschiedung des Haushalts kann das Freizeitbad Erftlagune in Kerpen wieder öffnen. Geplant ist der Start zu Beginn der Sommerferien Mitte Juli. Bis dahin müssen über einen Personaldienstleister noch Aushilfskräfte, etwa für den Sicherheitsdienst, eingestellt werden. Vorerst soll die Erftlagune jedoch nur bis zum 1. September regulär geöffnet sein.
Kerpen: Jährliches Defizit
Danach soll das Bad nach den Plänen von CDU, BBK/UWG und Grünen vor allem als Schul- und Vereinsbad genutzt werden. Die Öffentlichkeit soll zu bestimmten Zeiten, etwa abends oder an Wochenenden, weiterhin Zugang haben. Wie diese Öffnungszeiten konkret aussehen, ist noch offen. Darüber soll ein Runder Tisch der Fraktionen beraten, der erstmals am 14. Juli zusammentritt.
Ziel ist es, die Kosten für das Bad zu senken, das bislang jährlich ein Defizit von rund drei Millionen Euro verursacht. SPD, Linke und Piraten stimmten im Stadtrat gegen die Pläne, die FDP enthielt sich. Es sei nicht genau definiert, was nun passiere, begründete SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Lipp die Haltung seiner Fraktion.
Großer Andrang im Freibad Türnich
Die SPD habe einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt, dessen Beantwortung in die Beratungen des Runden Tisches einfließen solle. Grundsätzlich halte die SPD an ihrer Forderung nach einem öffentlichen Schwimmbad für Kerpen fest. „Eine ersatzlose Schließung der Erftlagune ohne tragfähige Alternative wird es mit der SPD nicht geben.“
Auch die Probleme im Freibad Türnich waren Thema im Stadtrat. Dort hatte es in der vergangenen Woche bei großer Hitze Unmut gegeben, weil zeitweise keine weiteren Besucher mehr eingelassen wurden. Nach Angaben der Stadtverwaltung bestanden aufgrund des großen Andrangs Sicherheitsbedenken. Normalerweise würden bis zu 1200 Menschen ins Freibad gelassen, „wenn keine Besonderheiten sind“.
Am Freitag vergangener Woche habe es jedoch zeitweise eine starke Verschmutzung des Badewassers gegeben. Deshalb habe die Stadt bereits bei 830 Besuchern entschieden: „Wir lassen keinen mehr rein.“ Zudem sei es zu Randale und einem Polizeieinsatz gekommen. Jugendliche seien über den Zaun geklettert. Nach Einschätzung der Stadt handelte es sich um einen „absoluten Ausnahmefall“.
Eine ähnliche Situation werde sich nach der Wiedereröffnung der Erftlagune voraussichtlich nicht wiederholen, da sich der Besucherandrang dann auf beide Bäder verteile. Außerdem prüft die Stadt, wie sie über die sozialen Medien künftig schneller über einen Einlassstopp informieren kann, falls dieser erneut erforderlich werden sollte.
