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„InnoQuartier Rhein-Erft-Kreis“Klosterumbau in Horrem: 29 Millionen Euro Förderung, Ärger ums Parken

Das Kloster der Salvatorianerinnen wird zum „InnoQuartier“: Bei einer Infoveranstaltung gab es Lob für 29,5 Millionen Euro Förderung, aber Kritik an Parkplatznot und Informationslage.

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Die Visualisierung zeigt, wie das Gebäude einmal aussehen soll.

Sibilla Simons, Ortsvorsteherin für Neu-Bottenbroich und Horrem-Nord-Ost, hatte am vergangenen Mittwoch zu einer Bürgerinformations-Veranstaltung in das Pfarrheim der Kirche „Heilig Geist“ in Neu-Bottenbroich eingeladen.

Thema der Veranstaltung war der Umbau des historischen Klosters der Salvatorianerinnen in Kerpen-Horrem zum „InnoQuartier Rhein-Erft-Kreis“ (IQREK). 85 Bürger und Bürgerinnen waren in das Pfarrheim gekommen, um sich über den Verlauf der Baumaßnahmen und die damit für sie verbundenen Alltagseinschränkungen und Belastungen zu informieren.

Bildung und Innovation

Simons freute sich, dass ihre Einladung einen derart regen Zuspruch erfahren hatte, dankte den Anwesenden für ihr Kommen und übergab das Mikrofon an Landrat Frank Rock. „Gerade ein so großes Projekt soll Interesse wecken, damit wir mit den Bürgern ins Gespräch kommen“, sagte Rock. Er berichtete von der guten Kooperation zwischen den Nonnen und der Stadt: „Es matcht einfach“. Er hob hervor, dass das Klosterleben so lange fortgeführt werden kann, bis die Schwestern, die derzeit das Haus der Begegnung bewohnen, sich dazu entschließen, das Haus zu verlassen. Das neue Quartier bringe Innovation und Bildung an einem Ort, „wobei die Historie des Gebäudes bewahrt werden soll.“

Das ehemalige Kloster soll zu einem lebendigen Zentrum für Beratung und Bildung werden. Das Projekt hatte zunächst den Titel „Haus der Bildung“ getragen. Detailliert erklärte Amtsleiter und Kreisbaurat Dr. Andreas Koch in einem Bildvortrag das Bauvorhaben, wobei er mit den Zeitdaten des Projektes begann.

Zeitplan des Projekts von 2023 bis 2025

Der Kauf des Geländes und der Gebäude (Mater Salvatoris) sowie die Zustandsfeststellungen durch Sachverständige erfolgten 2023. Nach der Auswertung der Sachverständigengutachten und der Erstellung des Kostenrahmens wurden 2024 die Planer beauftragt. 2025 arbeitete man an der Vor-und Entwurfsplanung und bereitete erste „Vergabepakete Bau“ aus. Es begann die Bauphase inklusive Baustelleneinrichtung, Grünpflege, Rodung, Abbrucharbeiten und Schadstoffsanierung.

29 Millionen Euro Fördergeld

Viele Bürgerinnen und Bürger zeigten Interesse.

2026 erfolgte die Übergabe des Fördermittelbescheides durch Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, sowie der Spatenstich. Beim Thema „Förderung“ ging ein Raunen durch den Pfarrsaal. Mit über 28 Millionen Euro werden der Ankauf des Hauptgebäudes sowie die Sanierung und der Umbau gefördert. Die Gesamtaufwendungen betragen über 34 Millionen Euro. Davon wurden rund 29,5 Millionen Euro als förderfähig anerkannt. Die Förderquote beträgt 95 Prozent. Der Eigenanteil beträgt laut Förderbescheid rund 1,47 Millionen Euro. Zuzüglich der nicht förderfähigen Kosten beträgt der Eigenanteil rund 6,15 Millionen Euro.

Parkplatznot während der Bauphase

Anhand der Lagepläne erklärte Amtsleiter Andreas Koch die aktuelle Bausituation. Und da kamen gleich viele Fragen auf. Hauptproblem der Anwohner: Das Parkproblem während der Bauphase. Koch erläuterte diverse machbare Möglichkeiten, die die Bürger jedoch nicht unbedingt zufriedenstellten. Auch über Tempo 30 wurde diskutiert.

Lob für die Förderung, Kritik an Rodungen

Ein Bürger meldete sich zum Thema „Förderung“ zu Wort. „Der Kreis und die Stadt Kerpen haben ein unglaubliches Geschenk bekommen. Das ist ein Riesengewinn und eine hervorragende Sache!“ Bemängelt wurde die Rodung so manchen schönen Baumes. Koch konterte: „Wir haben jeden Baum untersucht.“

Mehr Transparenz gewünscht

Einig waren sich alle über die fehlenden Informationen zum Baugeschehen. Es gab den Wunsch nach mehr Transparenz. Landrat Frank Rock kündigte eine Wurfsendung mit den kommenden Planungen an und sprach sich für weitere Treffen zum Bauvorhaben aus. Bis Ende 2028 soll die Fertigstellung des IQREK erfolgen.