Den spannenden 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste verfolgten viele Fans im Kreis beim Public Viewing.
WM-Spiel gegen die ElfenbeinküsteFußballfans an Rhein und Erft jubeln in der Nachspielzeit

Auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Kerpen Horrem fanden sich die Kerpener Deutschlandfans zusammen, um das WM-Spiel Deustchland gegen die Elfenbeinküste zu schauen.
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Während im Stadion in Toronto laut Moderator Jochen Breyer bei 23 Grad eine „leichte Brise“ wehte, kullerten den Deutschlandfans in Kerpen, Hürth und Erftstadt die Schweißperlen von der Stirn.
Das Public Viewing zum WM-Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste, das in Kerpen im Anschluss an den Horremer Abendlauf ausgerichtet wurde, zog nicht nur einige Läuferinnen und Läufer an, sondern auch zahlreiche Fans, die sich auf dem Friedrich-Ebert-Platz gut ausgerüstet zeigten: Deutschlandtrikots jeglicher Designs und Jahrgänge, Flaggen und Blumengirlanden, Hüte mit beweglichen Deutschlandflaggen, selbst ein Deutschlandsonnenschirm zum Aufsetzen sah man in den Mengen.
Kerpen: Zweites deutsches WM-Spiel sorgt für volle Bänke
Erwachsene, Jugendliche und Kinder sorgten für ordentlich WM-Stimmung. Voll war es allemal: Bereits in der Vorberichtserstattung des Spiel waren die meisten Bänke besetzt, die ersten Bratwürste geordert und die ersten Kränze gingen auch schon über die Tische - mit fröhlichem „Pröstchen“ wurde vorfreudig angestoßen. „Es fühlt sich an wie Silvester“, bemerkte ein aufgeregtes Kind mit Limoglas in der Hand.
Einfallsreich zeigten sich die Zuspätkommer, die keine Plätze mehr ergattern konnten: Jugendliche breiteten ihre Picknickdecken aus, während andere auf eigens mitgebrachte Campingstühle setzten: „Wir kamen zu spät und alle Bänke waren schon voll, aber dann fiel uns ein, dass wir unsere Campingstühle zufällig noch im Auto liegen hatten“, erzählten Lea und Christian Münch lachend.
Hürth: Deutschlandflaggen beim Sommerfest der Funken in Gleuel
In Hürth-Gleuel hatte sich ebenfalls viele Fans zum Rudelgucken eingefunden. Beim dritten Sommerfest der Funken Rot-Weiss Hürth-Gleuel gab es in diesem Jahr Sonne satt, nachdem sie sich im letzten Jahr noch wegen eines anhaltenden Platzregens in die Festhalle flüchten mussten. Schon vor Anpfiff lockte Marita Köllner, die auf ihre „fusse“ Perücke verzichtet hatte, viele Gäste auf den Platz an der Friedenstraße.

Mit allem ausstaffiert, was ein echter Fan so braucht: In Gleuel wurde gesungen, mitgefiebert, mitgelitten und schließlich erleichtert gefeiert.
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Dann fieberten Abordnungen aller Gleueler Vereine beim spannenden Spiel gegen die Elfenbeinküste mit. Mit Fähnchen, Hüten, Blumengirlanden und Deutschlandflaggen auf den Wangen standen die Fußballfreunde standesgemäß zur Hymne auf und sangen stimmgewaltig mit um ihre Mannschaft, zumindest mental, zu unterstützen.
Spätes Siegtor von Deniz Undav sorgt für die Erlösung
Zuvor wurden einige Tipps und Wetten abgegeben. Gaby Marangor aus Alstädten-Burbach tippte auf ein eindeutiges 5:2 für die Mannschaft von Julian Nagelsmann. Ein spannendes Spiel begann, die Elfenbeinküste war stark, jeder Ballkontakt der eigenen Mannschaft wurde mit Rufen und Hoffen kommentiert, doch das schien nicht in den USA anzukommen. Nach der Trinkpause haute Franck Kessié von der gegnerischen Mannschaft in der 30. Minute ein Tor rein. Entsetzten und Ernüchterung bei den Gleuelern.

In Erftstadt-Lechenich, Otto-Hahn-Allee, fand auch ein Public Viewing statt. Der Platz war gut Besucht und die Stimmung war klasse.
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Doch als Deniz Undav in der 68. Minute den Ausgleich präsentierte, tobten die Fans. Und Frank Tesch, Vorsitzender der Funken, verkündete: „Zehn Liter Freibier!“ Als dieses zur Neige ging, wurde es Zeit für das Siegtor, das in der Verlängerung wiederum Edeljoker Deniz Undav präsentierte. Kein Halten in Gleuel – Siegestaumel, Fähnchen, Pfeifen und Tröten und ein Vorsitzender der freudig verkündet: „Nochmal zehn Liter Freibier!“
Sieg der deutschen Nationalmannschaft sorgt für Feierlaune
Ein 5:2 ist es nicht geworden, doch Marangor ist zufrieden: „Ich war etwas zu optimistisch, aber die haben auch mit angezogener Handbremse gespielt. Das war ein Krimi, noch so ein Spiel halten meine Nerven nicht aus“. Armin Weber hatte auf 2:1 getippt und damit goldrichtig gelegen. „Man springt nur so hoch wie man muss“, so der Hürther. Ella Olesch, Präsidentin und Trainerin der Fidelen Hürther war mit Mädels ihrer Tanzgruppe gekommen und hatte auf 3:1 gesetzt. Es sei knapp daneben gewesen, aber drei Punkte für Deutschland seien wichtiger als ein korrekter Tipp.
Auch das junge Paar Lea und Christian Münch aus Horrem hatte auf ein 3:1 für Deutschland getippt. Die Kerpener Fans zeigten sich mit den Toren völlig losgelöst über das späte Siegtor von Deniz Undav. Siegreich lag man sich unter den Gesängen Peter Schillings in den Armen und feierte den Sieg miteinander, bevor unter tüchtigem Gehupe der Heimweg angetreten wurde. Außer, man feierte auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Horrem noch ein wenig weiter.
