Im April waren drei Vorstandsmitglieder zurückgetreten. Verena-Leonie Müller rückte im Mai als Beisitzerin nach: nur für den Übergang, sagt sie nun.
Nach nur drei MonatenErneut Rückzug aus Grünen-Vorstand in Rhein-Erft

Verena-Leonie Müller kommt aus Erftstadt.
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Nach gerade einmal drei Monaten hat Verena-Leonie Müller angekündigt, als Beisitzerin aus dem Vorstand der Grünen im Rhein-Erft-Kreis auszusteigen. Bereits bei ihrer Wahl im Mai sei für sie klar gewesen, dass sie das Amt nur so lange bekleiden werde, bis der Vorstand in ruhigeres Fahrwasser gelange und Reformprozesse auf den Weg gebracht würden.
Beide Ziele sind aus Sicht der Erftstädterin erreicht worden. Müller kündigte in einem Schreiben an die Partei, das der Vorsitzende Christian Schubert weiterleitete, zudem an, sie wolle sich auf ihre Bewerbung als Direktkandidatin für die Landtagswahl im April 2027 konzentrieren.
Vorstand sagt, Müller habe Rücktritt mit ihnen abgestimmt
Im April waren die Grünen von einer Vorstandskrise erschüttert worden. Gleich drei der zehn Vorstandsmitglieder waren zurückgetreten, darunter Kassierer Thommy Mewes. Er bemängelte, dass der Wille zu internen Veränderungen sehr schwach ausgeprägt sei und der Vorstand „in seiner aktuellen Zusammensetzung und Arbeitsweise nicht handlungsfähig ist und auch in absehbarer Zeit nicht handlungsfähig wird“. Die Erftstädterin Verena-Leonie Müller gehörte zu den drei Grünen, die die freigewordenen Posten übernahmen.
Nach Angaben von Schubert und der Co-Vorsitzenden Janina Zensus war Müllers Rücktritt mit ihnen abgesprochen. Sie bleibe den Grünen in weiteren Funktionen erhalten „und wir freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit“. Müller sitzt unter anderem im Stadtrat in Erftstadt und im Kreistag.
In der Mitgliederversammlung Mitte September werde das weitere Vorgehen entschieden. Die Nachwahl von Beisitzerinnen und Beisitzern sei laut Satzung nicht zwingend erforderlich.
