Außerhalb des Speckgürtels müssen Käufer allerdings mehr für Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen zahlen.
ImmobilienmarktIm Osten des Rhein-Erft-Kreises stagnieren die Grundstückspreise

Bauland wie hier in Frechen bleibt ein kostspieliges Gut.
Copyright: Wolfgang Mrziglod
In den Kommunen im Speckgürtel Kölns stagnieren die Preise für Bauland weiterhin. Das teilt der Gutachterausschuss des Rhein-Erft-Kreises mit, der rund 4700 Kaufverträge aus dem Jahr 2025 ausgewertet und Richtwerte festgelegt hat. Betrachtet wurdne dabei Verträge über den Kauf von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie von Acker- und Gewerbeflächen. Einen deutlichen Anstieg verzeichen allerdings die Bodenrichtwerte in den eher ländlich geprägten Städten westlich der Ville, also etwa Bedburg, Elsdorf und Bergheim, wo die Preise um reund zehn Prozent angezogen seien.
Wie der Rhein-Erft-Kreis mitteilt, liegen in den Städten westlich der Ville die höchsten Bodenrichtwerte zwischen 310 Euro pro Quadratmeter (Elsdorf-Heppendorf) und 600 Euro pro Quadratmeter (Bergheim-Glessen). Höher, aber konstant sind die Preise im Speckgürtel der Domstadt. „In den in unmittelbarer Nähe zur Stadt Köln liegenden Städten östlich der Ville bewegen sich die höchsten Bodenrichtwerte weiterhin zwischen 450 Euro pro Quadratmeter (Wesseling-Keldenich) und 730 Euro pro Quadratmeter (Frechen-Königsdorf)“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises.
Rhein-Erft-Kreis: Gutachterwerte beziehen sich nicht auf Neubauten
Weiter angezogen sind die Richtwerte für Einfamilienhäuser, die neben dem Bodenwert auch den Wert des Gebäudes beinhalten. Laut den Gutachtern musste dafür 2025 im Schnitt rund zehn Prozent mehr gezahlt werden. Die Immobilienrichtwerte beziehen sich jedoch ausschließlich auf Weiterverkäufe, nicht auf Neubauten.
Dabei liegen die jeweils höchsten Immobilienrichtwerte für Einfamilienhäuser der Städte westlich der Ville in einem Bereich zwischen 3000 und 4000 Euro je Quadratmeter, die der Städte östlich der Ville erheblich höher zwischen 4200 und 5700 Euro je Quadratmeter. Der höchste Immobilienrichtwert ist in Frechen zu finden: Hier kostet der Quadratmeter Wohnfläche durchschnittlich 5700 Euro.
Auch bei den vom Gutachterausschuss beschlossenen Richtwerten für Eigentumswohnungen geht es ausschließlich um Weiterverkäufe. Hier ist der Anstieg nicht ganz so stark, er liegt bei vier Prozent. „Dabei befinden sich die jeweils höchsten Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen der Städte westlich der Ville in einem Bereich zwischen 2400 und 3300 je Quadratmeter“, teilt der Kreis mit. Auch hier seien die Werte östlich der Ville erheblich höher und lägen zwischen 3100 und 4100 Euro pro Quadratmeter. Der höchste Immobilienrichtwert dieser Kategorie befindet sich demnach in der Stadt Brühl mit 4100 Euro für einen Quadratmeter Wohnfläche.
Die Bodenrichtwerte für landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen stiegen im Durchschnitt um rund 15 Prozent, so dass in dem Bereich nun durchweg die Elf-Euro-Marke je Quadratmeter geknackt sei. Alle aktuellen und historischen Bodenrichtwerte und auch die Immobilienrichtwerte können unter www.boris.nrw.de kostenfrei eingesehen und heruntergeladen werden. Hier ist auch der „Grundstücksmarktbericht 2026“ zu finden, in dem weitere Daten veröffentlicht sind.

