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Head Spa in Köln getestetWas der neue Wellness-Trend aus Japan wirklich kann

3 min
Akupressur der Schläfen

Entspannung und Kopfhaut im Fokus: Anders als beim Friseurbesuch geht es beim Head Spa nicht um Haarschnitt, Farbe, Dauerwelle und Co.

Ein neuer Wellness-Trend aus Asien kommt nach Köln: Das Head Spa verspricht Tiefenentspannung für die Kopfhaut.

Das Head Spa, ein aus Asien stammender Wellness-Trend, findet seinen Weg nach Köln. Diese Anwendung fokussiert sich auf die Vitalität der Kopfhaut sowie auf eine umfassende Entspannung und geht damit über eine gewöhnliche Haarwäsche hinaus. Im Stadtteil Riehl kann man diese Prozedur im Studio „Muck Retreat“ erleben.

Anstelle eines herkömmlichen Friseurstuhls positionieren sich die Klienten auf einer beheizten, japanischen Liege, die speziell für Head Spas konzipiert ist. Die Prozedur startet in einer Atmosphäre mit gedimmter Beleuchtung und leiser Musik mit einem Gespräch über den Zustand der Kopfhaut. Wijitra Kaehne, die Inhaberin, leitet das Studio gemeinsam mit ihrem Ehemann Tobias und verbindet die japanische Tradition des Head Spas mit Elementen aus Thailand.

Verbindung von japanischen und thailändischen Traditionen

Die Anwendung beinhaltet diverse entspannende Komponenten. Auf die Verwendung von Klangschalen und leichte Berührungen des Gesichts mit Federn folgt das Bürsten der Haare. Anschließend wird eine Druckpunktmassage nach japanischer Methode durchgeführt, bei der durch die Stimulation von Akupressurpunkten an den Schläfen, Wangen sowie der Stirn muskuläre Anspannungen gelockert werden sollen.

Im nächsten Schritt wird erwärmtes Öl mittels einer Pipette auf die einzelnen Scheitel der Kopfhaut gegeben und sanft einmassiert. Zur Lockerung der Schulter- und Nackenpartie wird zusätzlich ein chinesischer Gua-Sha-Stab verwendet. Kaehne erläutert: „In Thailand nennen die Menschen es Sleeping Salon anstelle von Head Spa“, weil der erreichte Zustand intensiver Entspannung dem Einschlummern sehr ähnlich ist.

Wasserfall-Effekt spielt eine Nebenrolle

Das Waschen der Haare weicht von der Methode in gewöhnlichen Friseursalons ab. Anstelle von knetenden Bewegungen wird das Shampoo durch zügige, schiebende Impulse verteilt. Der bekannte Wasserbogen, der häufig in sozialen Netzwerken zu sehen ist und über die Stirn geleitet wird, kommt erst zum Abschluss der Anwendung zum Einsatz und ist für die Gesamterfahrung von geringerer Bedeutung.

In dem Kölner Etablissement belaufen sich die Preise für die Anwendung auf 99 Euro für eine Dauer von 60 Minuten und 129 Euro für 90 Minuten. Diese Entwicklung ist allerdings nicht nur in Köln zu beobachten. Publikationen wie „Vogue“ und „Glamour“ haben ebenfalls schon über Head Spas in Metropolen wie München geschrieben.

Optionale Kopfhaut-Untersuchung per Mikroskop

Mittlerweile haben auch manche Friseurbetriebe die Wellness-Anwendung in ihr Angebot integriert. Seit dem Sommer 2023 offeriert die Friseurmeisterin Nina Baxmann in Schwäbisch Gmünd ein japanisches Head Spa. Dort kann die Prozedur gegen einen Aufschlag von 14 Euro mit einer mikroskopischen Untersuchung der Kopfhaut starten. Sie beschreibt den Vorgang mit den Fragen: „Wie dicht wächst das Haar? Wie viele Follikel produzieren ein Haar? Wie ist die Durchblutung?“. Ein solches Verfahren stellt zwar keine medizinische Diagnose dar, unterstützt aber dabei, Schwierigkeiten wie Schuppenbildung, blockierte Poren oder Rückstände zu identifizieren.

Die Resultate dieser Analyse werden in die nachfolgende Anwendung einbezogen. Baxmann erklärt: „Bei trockener Kopfhaut arbeiten wir mit Ölen, Wärme und Dampf, um die Haut intensiv zu pflegen“. Ein Peeling mit Meersalzkristallen kann laut ihr bei Rückständen Abhilfe schaffen, während bei Haarverlust durchblutungsanregende Mittel und Massagetechniken angewendet werden. Der Preis für eine 70-minütige Anwendung beträgt in ihrem Salon 120 Euro.

Anwendung nicht nur für Personen mit dichter Haarpracht

Ein Head Spa ist nicht ausschließlich für Personen mit dichter Haarpracht konzipiert. Weil der Fokus auf der Kopfhaut liegt, nehmen laut Wijitra Kaehne auch Menschen mit schütterem Haar oder Kahlheit die Prozedur in Anspruch. Des Weiteren berichtet Baxmann von Klienten, die im Zuge einer Chemotherapie das Bedürfnis verspüren, ihrer Kopfhaut Pflege zukommen zu lassen. Kaehnes Beobachtungen zufolge besuchen auch Personen, die oft unter Kopfschmerzen leiden, ein Head Spa.

Jedoch ist die Effektivität der Anwendung aus wissenschaftlicher Sicht nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Bisher existieren keine aussagekräftigen Studien zum Head Spa als eine eigenständige therapeutische Methode. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.