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VandalismusStadt Bad Honnef installiert weitere Videokameras an der Grundschule

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Ein Schild am Schultor weist auf die Videoüberwachung an der Grundschule Aegidienberg hin.

Schilder weisen auf die Videoüberwachung an der Grundschule Aegidienberg hin.

Nach Fällen von Vandalismus installiert die Stadt an der Theodor-Weinz-Grundschule weitere Videokameras. 

Die Theodor-Weinz-Schule in Aegidienberg, Bad Honnefs größte Grundschule mit fast 300 Schülerinnen und Schülern, bekommt eine neue Mensa, die multifunktional genutzt werden kann. Insgesamt rund 3,8 Millionen Euro kostet das Projekt, für das der Bildungsausschuss kürzlich einstimmig den Weg freimachte.

Da die Schule und die Sporthalle in der Vergangenheit Ziel von Vandalismus waren, will die Stadt eine schon installierte Videoüberwachung noch ausweiten. Das erklärte die Verwaltung auf Anfrage dieser Zeitung.

Rechtsanspruch auf Platz in der Offenen Ganztagsschule

Hintergrund des Mensaneubaus, der an die vorhandenen Gebäude angedockt wird, ist der bundesweite Rechtsanspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS) ab dem Schuljahr 2026/2027. Der zusätzliche Betreuungsbedarf könne mit den vorhandenen Räumen nicht gedeckt werden.

Auch die bestehende Küche und Mensa seien für die künftige Zahl an Schülern nicht ausreichend dimensioniert, hieß es in der Sitzungsvorlage. „Der Neubau einer Mensa ist daher zwingend erforderlich, um die Versorgung der Kinder und die Umsetzung des Rechtsanspruchs sicherzustellen.“

Neubau könnte um zweites Geschoss erweitert werden

Geplant ist zunächst ein eingeschossiger Neubau mit einer Bruttogrundfläche von rund 425 Quadratmetern, der bei Bedarf mit einem zweiten Geschoss versehen werden könnte. Die Entscheidung, zunächst nur das Erdgeschoss zu realisieren, sei „wirtschaftlich sinnvoll und ermöglicht eine flexible Weiterentwicklung“.

Angeliefert werden soll die neue Mensa über den Schulhof. Das sei technisch unproblematisch, marginale Nutzungskonflikte mit dem Schülerverkehr seien zu vernachlässigen. Für die Bauzeit, die mit zwölf Monaten angegeben wurde, werde allerdings über den Wiesenhang eine Baustellenzufahrt eingerichtet, um den Baustellen- vom Schülerverkehr zu trennen.

Mehrere zweigeschossige Gebäude, im Vordergrund eine Wiese und ein Baum.

Die neue Mensa wird an die vorhandenen Gebäude angedockt.

„Die neue Mensa“, so heißt es in der Sitzungsvorlage weiter, „wurde so konzipiert, dass sie sich landschaftlich gut und verträglich in die vorhandene Topographie einfügt. Diesen Aspekt unterstütze auch die geplante Dachbegrünung.“

Der Neubau der Mensa sei „kein Luxus“, erklärte im Nachgang der Sitzung in einer Pressemitteilung der CDU Annette Hillebrand, die Vorsitzende des Bildungsausschusses. Sie sei „ein wichtiger Baustein für eine familienfreundliche und zukunftsfeste Schullandschaft in Bad Honnef“.

Noch nicht so weit wie in Aegidienberg ist die Verwaltung der Stadt mit den Plänen für die Offene Ganztagsschule an der Löwenburgschule, die mit Rommersdorf und Rhöndorf zwei Standorte hat. Im Bildungsausschuss teilte sie mit, dass am Standort Rommersdorf geprüft werde, ob ein Abriss der Turnhalle oder eine Sanierung wirtschaftlicher wäre.

Zum Standort Rhöndorf hieß es, es werde gerade ein Wertgutachten für eine Immobilie erstellt, die man möglicherweise kaufen könne. Mit Beginn des neuen Schuljahres übernimmt unterdessen der Stadtjugendring Bad Honnef die Trägerschaft der OGS am Standort Rhöndorf. „Damit befindet sich künftig die gesamte Offene Ganztagsbetreuung an den Bad Honnefer Grundschulen in einer Hand“, teilte der Verein auf seiner Homepage mit.

Trägerwechsel bei der OGS  Rhöndorf soll reibungslos verlaufen

Laura Solzbacher, Geschäftsführerin der Stadtjugendring Bad Honnef gGmbH, erklärt dort: „Die Sommerferien werden für uns alles andere als ruhig. Es gibt viele organisatorische Hausaufgaben zu erledigen – von der Personal- und Verwaltungsorganisation bis hin zur Vorbereitung des neuen Schuljahres. Trotzdem freuen wir uns sehr, die OGS Rhöndorf künftig begleiten zu dürfen und gemeinsam mit dem Team vor Ort ein gutes Angebot für die Kinder und ihre Familien zu gestalten.“

Für die Eltern solle der Trägerwechsel möglichst reibungslos verlaufen. Unterdessen hatte die Stadt nach Schäden durch Vandalismus an der Theodor-Weinz-Grundschule und an der benachbarten Josef-Bellinghausen-Turnhalle zur Verbesserung der Sicherheit bislang rund 4200 Euro in einer Videoüberwachungsanlage investiert.

Sie soll aber noch erweitert werden, und zwar am hinteren Notausgang und am Eingangsbereich der Sporthalle. Bisher würden der Eingangsbereich der Schule und der abgeschlossene Schulgarten überwacht. Wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte, sichte der Hausmeister die Aufnahmen bei Bedarf. „Eine Auswertung erfolgt ausschließlich durch die Polizei.“

Videoaufnahmen werden nur kurze Zeit gespeichert

Gespeichert würden die Aufnahmen in der Schule und nur für eine kurze Zeit. Die Videoüberwachung laufe über ein kabelgebundene System und ohne WLAN-Anbindung, ein Zugriff durch unbefugte Personen sei nicht möglich. Bislang konnte durch die Video anlagen, auf die mit Schildern hingewiesen wird, kein Täter überführt werden. „Allerdings hat die Videoüberwachung dazu beigetragen, dass es in den überwachten Bereichen seitdem zu keinen weiteren Vorfällen gekommen ist.“

Laut der Mitteilung im Bildungsausschuss musste die Stadt beispielsweise etwa für die Erneuerung eines beschädigten Lichtbandes an der Sporthalle rund 4500 ausgeben. Zudem sei die abgehängte Decke im Eingangsbereich der Schule erheblich beschädigt worden. Sie solle nun durch eine „vandalismussichere Konstruktion“ ersetzt werden. Voraussichtliche Kosten dafür: etwa 32.500 Euro.