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Gegen Mehrpreis zu buchenKrankenhaus Eitorf eröffnet neue Komfortstation

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Ein Arzt und eine Frau in Zivilkleidung an einem Krankenbett.

Geschäfsführerin Petra Nöhring und Orthopädie-Chefarzt Jörg-Uwe Schulz in einem der modernen Einzelzimmer.

Das St. Franziskus-Krankenhaus hat zehn moderne Einzelzimmer geschaffen. Das neue Konzept soll die Klinik als Standort attraktiver machen.

Wer ins Krankenhaus muss, sorgt sich oft nicht nur um seine Gesundheit, sondern fürchtet auch schnarchende Zimmergenossen oder schlechtes Essen. Das St. Franziskus-Krankenhaus in Eitorf bietet seinen Patientinnen und Patienten mit der neuen Wahlleistungsstation eine angenehmere Atmosphäre während des Aufenthalts. Neben Einzelzimmern erwartet die Menschen ein Frühstücksraum. Mit dem neuen Konzept soll der Klinikstandort attraktiver werden – jedoch müssen die Patientinnen und Patienten selbst für die Mehrkosten aufkommen.

Bademäntel, Handtücher und Hygieneartikel gehören zum Service in Eitorf

„Die alte Station 2 A stammte aus den 70er Jahren, es gab ohnehin Sanierungsbedarf“, sagt Geschäftsführerin Petra Nöhring. „Wir haben uns entschlossen, eine besondere Station mit Einzelzimmern daraus zu machen – wie es sie in vielen Krankenhäusern gibt.“ So warten auf die Patientinnen und Patienten zehn große Einzelzimmer in modernem Design und individuellem Farbkonzept, jeder Raum bekommt eine eigene Note.

Zur Ausstattung gehören Badezimmer mit rollstuhlgerechter Dusche und hüftgerechter Toilette. In die Kleiderschränke ist ein Safe integriert, zudem verfügen die Zimmer über eine Sitzecke mit Tisch und Sesseln. Ergänzt wird das Angebot durch Bademäntel, Handtücher und Hygieneartikel. Morgens können sich die Patientinnen und Patienten im Frühstücksraum begegnen und sich am Buffet bedienen. Alternativ kann das Frühstück auch vom Personal direkt ins Zimmer gebracht werden.

Im Frühstücksraum könnnen die Patientinnen und Patienten frühstücken oder sich mit ihren Angehörigen treffen.

Im Frühstücksraum könnnen die Patientinnen und Patienten frühstücken oder sich mit ihren Angehörigen treffen.

Klingt wie in einem Hotel? Das soll es auch, sagt Nöhring. „Wir erleben, dass Menschen am Tag nach einer OP wieder arbeiten müssen oder die Erholungszeit für Arbeit nutzen. Wir schaffen ein Angebot, damit sie ihr Zimmer als Büro nutzen können. Aber es gibt auch viele Patientinnen und Patienten, die sich mehr Ruhe und Privatsphäre wünschen.“ Nicht nur Notfälle, auch geplante Aufenthalte jeder Art könnten die Station bei der Anmeldung je nach Kapazität buchen.

„Als Chefarzt der Orthopädie weiß ich, dass ein geplanter Aufenthalt andere Ansprüche mit sich bringt. Und wer sich diese Art von Lebensqualität gönnen möchte, dem vermittelt die Station dieses Gefühl“, sagt Jörg-Uwe Schulz. Dazu trage auch die Farbgebung bei, wohingegen Standardzimmer in weiß gehalten seien.

Doch der Hotelcharakter hat auch seinen Preis: Eine Nacht in der Wahlleistungsstation kostet 105 Euro. Die Kosten müssen entweder selbst getragen oder über eine entsprechende Zusatzversicherung abgedeckt werden. Privatversicherte können die Leistungen in der Regel mit ihrer Krankenkasse abrechnen. Eine Ungleichbehandlung von Patientinnen und Patienten sieht die Klinikleitung in dem Konzept nicht.

Als kleines Krankenhaus im ländlichen Raum kämpfen wir um jegliche Fallzahlen.
Petra Nöhring, Geschäftsführerin

„Als kleines Krankenhaus im ländlichen Raum kämpfen wir um jegliche Fallzahlen. Um die Grundversorgung aufrecht zu erhalten, müssen wir mit anderen Häusern mithalten.“ Die Bedarfsplanung von Krankenhäusern ende leider an den Landesgrenzen, deswegen stehe das St. Franziskus in Konkurrenz etwa mit der Kamillus Klinik in Asbach.

Eine Entscheidung nicht ohne unternehmerisches Risiko: „Das ist eine spezielle Rechnung, denn für die Einzelzimmer wurden zehn Betten entnommen, die anderswo fehlen. Wenn das Angebot angenommen wird, können wir bei folgenden Umbauten weitere Einzelzimmer schaffen“, sagt Nöhring.

Niemand müsse bei einem Aufenthalt im St. Franziskus-Krankenhaus befürchten, schlechter versorgt zu werden. „Die normalen Angebote sind weiter gegeben, bei der Komfortstation steht der Servicegedanke im Fokus, der zur Versorgung oben drauf kommt“, betont sie. Der Betrieb auf der Station startet am 1. Juni. Patientinnen und Patienten werden bei der Anmeldung nach dem Angebot „S2 Plus Komfortstation“ gefragt. Alternativ können sie bereits in Vorgesprächen ihr Interesse anmelden. Informationen sind auch über das Sekretariat der Orthopädie unter 02243/8811620 erhältlich.