Das Riesenprojekt „Korridorsanierung“ der Deutschen Bahn hat in Bad Honnef die ersten Sperrungen und Einschränkungen zur Folge.
Radweg wird gesperrtIn Bad Honnef fallen wegen der „Korridorsanierung“ die ersten Parkplätze weg

An der Endhaltestelle der Linie 66 fallen wegen der "Korridorsanierung" der Bahn die ersten Parkplätze weg.
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Das Riesenprojekt „Korridorsanierung“ der Deutschen Bahn zwischen Troisdorf und Wiesbaden hat jetzt in Bad Honnef die ersten – im Vorfeld an dieser Stelle mehrfach angekündigten – Sperrungen und Einschränkungen für Pendler und Radfahrer zur Folge.
So sind seit Dienstag (26. Mai) im ersten Schritt im südlichen Abschnitt P+R-Parkplätze an der Endhaltestelle der Linie 66 blockiert. In Rhöndorf wird der stark befahrene, parallel zur Bahntrasse verlaufende Rheinradweg auf der Straße Zum Steinchen gesperrt. Auf der Umleitung, die über den parallelen Rheinufer-Fußweg führt, sollen Radler laut Ausschilderung zeitweise absteigen und schieben. Zur Größenordnung: An der Zählstelle im nahen Königswinter werden rund 400.000 Fahrräder im Jahr registriert.
P+R-Parkplatz an der Endhaltestelle bleibt eingeschränkt weiter nutzbar
An der Endhaltestelle werden für die anstehenden Bauarbeiten zunächst Teilflächen des Parkplatzes benötigt, teilte die Stadt mit. Dort bereite die Baufirma die Aufstellung von Containern vor. Aber: „Trotz der Einschränkungen bleibt der P+R-Parkplatz weiterhin nutzbar“„, so die Stadt Bad Honnef. Das habe sie in Verhandlungen erreichen können.
Ursprünglich hatte es geheißen, der komplette Parkplatz falle weg. Die weiteren Flächen der Baustelleneinrichtung im Norden nimmt die Baufirma demnach ab dem 8. Juni 2026 in Anspruch Die Stadt empfiehlt allen Nutzerinnen und Nutzern, mögliche Einschränkungen frühzeitig einzuplanen und gegebenenfalls alternative Parkmöglichkeiten zu nutzen oder zusätzliche Zeiten einzuplanen. Womöglich suchen Pendler alternative Parkplätzen in den Wohnstraßen jenseits der Bahn- und der B42-Trasse.
In Rhöndorf steht schon seit einigen Tagen die bisher als Parkplatz genutzte Schotterfläche am P+R-Parkplatz nicht mehr zum Parken zur Verfügung. Dort richtet die bauausführende Firma den Bereich für die Organisation der Arbeiten ein. Die verbleibenden Stellplätze könnten weiterhin genutzt werden, so die Stadt Bad Honnef.
Darüber hinaus werde der Radweg im Bereich „Am Steinchen“ gesperrt. Während der gesamten Bauzeit könne es dort tageweise weiterhin zu Sperrungen kommen. Zusätzlich werde die Straße „Zum Steinchen“ ab dem 1. Juni 2026 voraussichtlich bis zum 31. Januar 2027 aufgrund von Anlieferungen für die Baumaßnahme voll gesperrt. Eine entsprechende Umleitung ist vor Ort ausgeschildert.

Die Schotterfläche (l.) am P+R-Parkplatz Rhöndorf ist schon gesperrt, der parallel zur Bahntrasse verlaufende Radweg folgt demnächst.
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Radfahrer sollen demnach über den schmalen Rheinuferfußweg geleitet werden, auf einem Streckenabschnitt im Norden werden sie allerdings aufgefordert, ihre Räder zu schieben. Erfahrungsgemäß tun so etwas nicht viele. An einigen Stellen ist dort das Geländer zum Rhein hin marode.
Mit der Sanierung der Bahntrasse sind in Bad Honnef gravierende Neuerungen verbunden. So wird im Bereich der Endhaltestelle der Linie 66 ein komplett neuer Bahnhof gebaut. In der Ergänzung will die Stadt eine neue Fußgängerbrücke vom künftigen Haltepunkt über die Bundesstraße 42 zur Girardetallee (für rund fünf Millionen Euro) und einen neuen Mobilitätsknoten samt Parkhaus (für rund 14 Millionen Euro) bauen. Es gibt bis zu 90 Prozent an Zuschüssen.
Der Bahnhof Rhöndorf, den nach Angaben des Nahverkehrsbundes GO Rheinland am Tag rund 600 Reisende nutzen, wird für 16 Millionen Euro modernisiert. Dafür verlängert die Deutsche Bahn die Bahnsteige auf 215 Metern Länge und bringt sie auf eine Höhe von 76 Zentimetern, so dass der stufenfreie Ein- und Ausstieg möglich wird. Ganz im Norden der Bahnsteige wird ein Tunnel zwischen dem Bahnsteig für Gleis 1 sowie dem für die Gleise 2 und 3 gebaut. Aus oder in den Tunnel geht es künftig barrierefrei über Aufzüge.
Für den Bau des neuen Bahnhofes muss eine Spur der B42 gesperrt werden, die direkt am Gebäude vorbeiführt.

