Die Bahn will die veraltete, störanfällige Schrankentechnik ersetzen. Das soll auch insgesamt zu kürzeren Schließzeiten führen.
Umbau geplantBahnübergang an der Schmittenstraße in Hürth-Fischenich soll sicherer werden

Der Bahnübergang an der Schmittenstraße soll umfassend umgebaut werden.
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Die Deutsche Bahn plant einen umfassenden Umbau des Bahnübergangs an der Schmittenstraße in Hürth-Fischenich. Erneuert werden sollen nicht nur die veraltete Schranken- und Signaltechnik, sondern auch Fahrbahn, Gleise, Geh- und Radwege.
Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu Störungen der Signaltechnik. Autofahrer und Anwohner beschwerten sich über lange Rückstaus, weil sich Schranken nach der Durchfahrt von Zügen nicht geöffnet haben sollen. „Die Schranken waren ja fast mehr geschlossen, als dass sie offen waren“, schildert Ortsvorsteher Norbert Gräfen die Situation.
Hürth: Schrankentechnik stammt aus dem Jahr 1978 und ist veraltet
Nach Angaben der Bahn-Tochter DB InfraGO stammt die Sicherungsanlage des Bahnübergangs aus dem Jahr 1978 und entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Die gesamte Anlage gilt als störanfällig, Ersatzteile seien kaum noch zu bekommen, heißt es in den Unterlagen zum laufenden Planfeststellungsverfahren. Deshalb soll die Technik durch eine moderne Sicherungsanlage ersetzt werden.
Von der neuen Technik verspricht sich die Bahn auch kürzere Schrankenschließzeiten. Hintergrund ist die besondere Situation vor Ort. Am Bahnübergang werden insgesamt vier Gleise überquert – zwei Gleise der DB-Eifelstrecke sowie zwei Gleise der HGK-Vorgebirgsbahn, auf denen die Stadtbahnlinie 18 fährt. Das führt bislang zu langen Räum- und Schließzeiten.
Schrankenschließzeiten in Fischenich sollen verkürzt werden
Nach Plänen von DB InfraGO werden Lichtzeichen und Schranken vollständig erneuert. Für Fußgänger werden zusätzliche Schranken zwischen den DB- und HGK-Gleisen errichtet. Dadurch muss künftig jeweils nur eine Bahnstrecke geräumt werden. Das soll kürzere Schrankenschließzeiten ermöglichen.
Die Gehwege werden auf 2,50 Meter Breite ausgebaut und barrierefrei gestaltet, unter anderem durch akustische Signale und tastbare Bodenelemente. Ortsvorsteher Gräfen begrüßt das ausdrücklich: „Die Wege dort sind bislang sehr hubbelig“, sagt er. Wer mit dem Fahrrad oder Rollator unterwegs sei, habe Schwierigkeiten, die Gleise zu überqueren. Darüber hinaus wird die Straßenhöhe angepasst, damit auch Busse und größere Fahrzeuge den Überweg sicher passieren können.
Auch der Bahnübergang an der Bonnstraße wird erneuert
Auch Bürgermeister Dirk Breuer begrüßt die Umbaupläne. „Ich hoffe, dass mit der Erneuerung des Bahnübergangs an der Schmittenstraße wieder Verlässlichkeit einkehrt“, so Breuer. „Die Anpassung an die heutigen technischen Anforderungen wurde Zeit.“
Wann die Bauarbeiten beginnen, steht noch nicht fest. Nach Angaben der Bahn hängt der Zeitplan auch davon ab, wie viele Einwendungen im Planfeststellungsverfahren eingehen. Die Umsetzung ist derzeit bis spätestens 2030 vorgesehen. Im gleichen Zeitraum soll auch der Bahnübergang an der Bonnstraße in Fischenich komplett erneuert werden, dazu läuft ein eigenes Verfahren.
Die Baustellen sollen so geplant werden, dass nicht beide Bahnübergänge gleichzeitig für den Straßenverkehr gesperrt werden müssen. Die Planunterlagen zur Schmittenstraße können noch bis Mittwoch (15. Juli) im Beteiligungsportal des Bundes eingesehen werden. Einwendungen sind bis zum 29. Juli möglich.
