Von den Brückenschäden bei Opladen und Tempo-Einschränkungen ist auch die ICE-Strecke nach Berlin betroffen.
Einschränkungen am MontagBahn-Pannenserie auf frisch sanierter Strecke Köln – Wuppertal reißt nicht ab

Ein ICE der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof Wuppertal. Eigentlich ist die Strecke nach Köln inzwischen saniert – zu Problemen kommt es aber weiterhin (Archivbild).
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Es war eines der großen Projekte der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen: die Sanierung der Strecke Köln-Wuppertal-Hagen. Die wichtige Pendlerroute war fünf Monate lang gesperrt gewesen, am Freitag (10. Juli) konnte dann die pünktliche Wiedereröffnung gefeiert werden. Sogar das Budget war unterschritten worden. Seitdem reißen die Pannen jedoch nicht ab und Bahnreisende sind weiterhin genervt.
Für die erneuten Einschränkungen gibt es mehrere Gründe. Zunächst war am Abend der Wiedereröffnung der Strecke bekannt geworden, dass es mit einer Brücke in Opladen Probleme gibt. Der Schaden war erst am Vortag bei einer „routinemäßigen Prüfung“ entdeckt worden, wie die Bahn erklärte. Ein tragendes Bauteil sei betroffen, aus Sicherheitsgründen musste deshalb eines der beiden Gleise gesperrt werden.
Die Erneuerung der Brücke war nicht Teil der „Korridorsanierung“, anders als vier weitere Brücken auf der Strecke. Bei einer zuletzt Ende 2025 erfolgten Prüfung seien auch keine Schäden festgestellt worden, heißt es weiter in der Presseerklärung vom Samstag (11. Juli). Man bitte um Entschuldigung. Der RE4 und der RE7 mussten am Wochenende umgeleitet werden, es entfielen einige Haltepunkte, so auch Köln Messe/Deutz und der Kölner Hauptbahnhof. Es gab des Weiteren einige Ausfälle.
Auch am Montag noch Störungen zwischen Köln und Wuppertal
Auch am Montagmorgen (13. Juli) ist der Brückenschaden in Opladen laut zuginfo.nrw noch nicht behoben. Ein Ende der Störung sei nicht absehbar. Beeinträchtigt sind immer noch der RE7 sowie die RB48. Für Köln heißt das: Der RE7 wird umgeleitet und die Halte Solingen Hbf, Opladen, Köln Messe/Deutz, Köln Hbf und Dormagen entfallen. Die RB48 fällt bis Montagabend, 20 Uhr, zwischen Köln und Wuppertal aus.
Zudem wurde eine weitere Einschränkung auf der Strecke bekannt: Auf einem weiteren Teilstück können die Züge nicht mit voller Geschwindigkeit fahren. Wie der WDR berichtet, ist das Schotterbett auf der frisch sanierten Strecke noch nicht stabil genug, es müsse erst einmal durch das Gewicht der Züge festgeruckelt werden. Daher ist hier nur Tempo 70 km/h statt der Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h möglich. Offenbar wollte man die Strecke möglichst schnell freigeben.
ICE-Einschränkungen zwischen Köln und Berlin
Die Beschränkungen könnten laut Bahn am späten Montagnachmittag aufgehoben werden. Bis dahin sind im Regionalverkehr der RE 4, RE 7, RE 13 und die RB 48 von den Einschränkungen auf dem 25 km langen Teilstück betroffen. Hier gibt es Umleitungen zwischen Dortmund und Düsseldorf sowie Ausfälle.
Auch der Fernverkehr ist von Brückensanierung und Temporeduzierung betroffen. So fällt laut WDR am Montagmorgen etwa jeder zweite ICE von und nach Berlin über die Strecke aus und beginnt oder endet in Hamm statt in Köln. Die IC-Züge auf der Strecke Dortmund-Köln-Karlsruhe fallen alle zwischen Dortmund und Köln aus. Auch weitere ICE-Strecken sind betroffen. Nachzulesen ist die auch bei bahn.de. Reisende sollten sich frühzeitig informieren.
Zusätzlich kam es am Wochenende durch mutmaßliche Sabotage an der Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf zu Beeinträchtigungen. Zahlreiche Kabel waren an der Route durch Feuer in Kabelschächten beschädigt worden. Es kam auch zu einem Böschungsbrand, der von der Feuerwehr gelöscht wurde. Die Gruppe „Kommando Angry Birds“ bekannte sich zu der Tat bei Langenfeld.
