Die Bahnstrecke Köln-Manfort-Opladen-Wuppertal soll um 21 Uhr wieder befahrbar sein. Symbolisch wurde sie schon am Freitagmittag in Leverkusen freigegeben.
KorridorsanierungPünktlich um 21.06 Uhr soll der erste Zug ab Leverkusen-Manfort fahren

So schön sauber wird's hier nicht lange sein: Der neue Bahnhof Manfort wird gereinigt. Zum Abschluss der Korridorsanierung Köln-Wuppertal-Hagen gab es in Leverkusen eine große Pressekonferenz.
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Am Freitagabend wird die Bahnstrecke über Manfort, Opladen und Leichlingen wieder geöffnet, ihren Zeitplan für die Großbaustelle Korridorsanierung hat die Bahn genau eingehalten. Wie sinnvoll es ist, dass rechtsrheinisch zwei Bahnlinien die Verbindung zwischen Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet bedienen, spürten die Fahrgäste am Freitagmittag: Bei Langenfeld brannte es auf der S-Bahnstrecke zwischen Leverkusen Mitte und Düsseldorf. Für Stunden lief nichts. Der Bahnhof Leverkusen Mitte war übervoll, weil in Köln auch noch eine Bombe gefunden wurde und Busse nicht fahren konnten.

So sauber wie am Freitag wird der Bahnhof Manfort bald schon nicht mehr sein.
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Manfort: Der Bahnhof ist sauber
Derweil herrschte im Bahnhof Manfort das Gegenteil, totale Ruhe, was Reisende angeht, aber eine Reinigungsmannschaft wischte und kärcherte die Bahnsteige und die alte Unterführung. Der Bahnhof war am Freitag wirklich einen Blick wert, wie aus dem Ei gepellt: Noch gibt es keine Graffiti an den Wänden, kein Kaugummi klebt auf den brandneuen Bahnsteigen, nicht ein „Ultras“-Aufkleber verunstaltet den Gesamteindruck. So könnten Bahnhöfe aussehen. Ab und zu rumpelt ein Güterzug durch.

Alles ist neu am Bahnhof Manfort.
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Die Unterführung
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Das sind Testfahrten, erklärt der Projektleiter Arno Jaeger auf der großen Pressekonferenz im Leverkusener Innovationspark zur Wiedereröffnung der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen. Der Zug mit Schotterwaggons ist besonders schwer. Mit ihm werden die neuen Gleise geprüft und das Gleisbett wird „eingeruckelt“. Neue Gleise, Weichen und Oberleitungen sollen für einen stabileren Betrieb sorgen. Neue Stellwerke konnte die Bahn noch nicht in Betrieb nehmen, daran hatte es Kritik gegeben. Bis Freitagabend, 21 Uhr, wird noch an der Strecke zwischen Wuppertal und Köln gearbeitet und Probe gefahren. Als ersten regulären Zug auf der Strecke gibt das Portal Bahn.de den RB 48 ab Manfort in Richtung Wuppertal an, planmäßige Abfahrt am Freitag um 21:06 Uhr, Gleis 1.
Für die Pressekonferenz hat die Bahn auf ihrem Materialplatz an der Marie-Curie-Straße ein Zelt aufstellen lassen und eine kleine Bühne mit einem gelben Buzzer aufgestellt, mit dem NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer und der Vorstandsvorsitzende der DB-Infrastruktursparte „Infra Go“, Philipp Nagl nach zwei kurzen Reden die Strecke symbolisch mit einem laut schnarrenden Ton freigeben. Später wird auch der Leverkusener Oberbürgermeister Stefan Hebbel gebeten, noch einmal auf den Knopf zu drücken, allerdings ohne Ton.

Philipp Nagl von der Bahn, OB Stefan Hebbel und Minister Oliver Krischer geben die Bahnstrecke noch einmal symbolisch frei während der Pressekonferenz zum Abschluss der Korridorsanierung Köln-Hagen auf dem Betriebsgelände in Leverkusen-Manfort.
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Hebbel nutzt die Gelegenheit und redet mit dem NRW-Verkehrsminister über die kommenden Probleme durch den Autobahnbau: Wenn sich die Autobahnbaustelle später für Jahre durch die Stadt frisst, brauche es funktionierende Schienenwege und einen guten ÖPNV. Für die in Leverkusen unbeliebte Autobahn ist Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder zuständig, der am Freitag nicht nach Leverkusen gekommen ist, obwohl die pünktliche Freigabe der Strecke doch eine gute Nachricht für ihn ist. Den Journalisten und Fernsehleuten und den vielen Bauleuten wird stattdessen eine Videobotschaft des Bundesministers im Pressezelt auf der Leinwand abgespielt.
Hebbel hält keine Rede. In kleiner Runde sagt er, er sei froh, dass am Manforter Bahnhof wieder Züge verkehren. „Bis auf den Wermutstropfen, dass es erstmal weiterhin keine Barrierefreiheit für den Mittelbahnsteig gibt.“
Dass sich dieser Makel in Manfort irgendwann doch noch beheben lässt, daran glaubt der zuständige Bahnhofsmanager Kai Rossmann. Man plane eine barrierefreie Unterführung mit barrierefreiem Zugang zu allen Gleisen für Manfort und beantrage die Sperrpausen, sagt er fast ein wenig trotzig. Die Entscheidung trifft aber das Management. Auch Rossmann hat den Anblick des noch sauberen Manforter Bahnhofs genossen. Er sagt nicht ganz ernst: „Um ihn zu erhalten, müsste man ihn jetzt eigentlich absperren.“ Leverkusen sei insgesamt ein schwieriger Fall in Sachen Graffiti, die Sprayer seien sehr aktiv.
