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Nach fünf Monaten PauseAb Freitag, 10. Juli, halten wieder Züge in Leichlingen

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Ab Freitagabend, 10. Juli, halten in Leichlingen nach fünf Monaten endlich wieder Züge. (Archivfoto)

Ab Freitagabend, 10. Juli, halten in Leichlingen nach fünf Monaten endlich wieder Züge. (Archivfoto)

Bis auch der umgestaltete Bahnhofsvorplatz fertig ist, dauert es noch etwa zwei Wochen.

Pendlerinnen und Pendler in und um Leichlingen dürften aufatmen: Ab etwa 21 Uhr am Freitag, 10. Juli, halten wieder planmäßig Züge am Bahnhof der Blütenstadt. Fünf Monate lang, während die Bahn auf der Strecke Hagen–Wuppertal–Köln Gleise, Weichen und Oberleitungen erneuert sowie Schallschutzwände  – zumindest größtenteils, aber dazu später mehr – aufgestellt hat, mussten Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer aufs Auto, den Schienenersatzverkehr oder aufs Rad umsteigen. Kein Zug hielt seit Anfang Februar in Leichlingen.

Die DB Infrago, die für die Arbeiten zuständig war, bleibt damit im Zeitplan. Den 10. Juli hatte das Unternehmen als Endpunkt für die Korridorsanierung kommuniziert. Die Sanierung wird auch am Leichlinger Bahnhof sichtbar sein. Hier hat man an den Bahnsteigen und an der Unterführung gearbeitet, die Beleuchtung und die Reisendeninformation auf Vordermann gebracht.

Größtenteils verliefen die Arbeiten zumindest in Leichlingen planmäßig. Einzige Ausnahme: In Höhe Ziegwebersberg konnte die Bahn 100 Meter Schallschutzwände nicht aufbauen, weil es Probleme mit der Gründung gab. Wann die Wände aufgebaut werden, ist derzeit völlig unklar. Dafür bedürfe es einer weiteren Sperrpause und die plane man üblicherweise jahrelang im Voraus. Auch wenn die DB verspricht, dass sich die Lage für die Anwohnerinnen und Anwohner zumindest nicht verschlechtere, hat das in Leichlingen Unmut erregt, der sich auf Verwaltungsebene in einem offenen Brief von Bürgermeister Maurice Winter an die DB Infrago widerspiegelte.

Die neue Asphaltdecke am Bahnhof wird nicht pünktlich fertig. (Archivbild)

Die neue Asphaltdecke am Bahnhof wird nicht pünktlich fertig. (Archivbild)

Die Stadt wollte während der Sperrpause den Bahnhofsvorplatz umgestalten. Den Zeitplan konnte man aber nicht halten. Es wird etwa zwei Wochen länger, bis zum 23. Juli, dauern, bis die neue Asphaltdecke vor den Bussteigen fertig ist. Die Busse können also erst ab Freitag, 24. Juli, wie erhofft den neuen Bahnhof ansteuern. Die Ersatzhaltestellen sind an der Landwehrstraße eingerichtet.

Irgendwann im Laufe des Jahres erst soll auch der neue Zuweg zum Pendlerparkplatz fertig werden. Geplant ist, dass Autos demnächst nach rechts auf den Park-and-Ride-Platz auffahren und über die neue Ausfahrt auf die Landwehrstraße rausfahren. Die Route für den Bus bleibt gleich. Auch das taktile Leitsystem, eine neue Fahrradabstellanlage mit Dach und 88 Stellplätzen, eine öffentliche Toilette und der barrierefreie Ausbau der Busbuchten sollen noch folgen.

Schienenersatzverkehr endet

Wenn die Bahnen wieder fahren, ist der Schienenersatzverkehr beendet. Weil der Bahnhof aber noch nicht fertig ist, bleiben die Anpassungen, die während der Sperrpause bestanden, vorerst bestehen. Die einzigen Ausnahmen: Die 278 fährt wieder über die Neukirchener Straße, die 253 und die 257 fahren nicht mehr zwischen Bahnhof und Wallgraben, weil Fahrgäste dort keinen SEV-Anschluss mehr erreichen müssen. Die 253 fährt zudem wieder zum Bahnhof.

Der Nahverkehrsverbund Go Rheinland hat den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert, der Bahnhofsumbau ist Teil des Zukunftsbahnhofs-Programms der DB Infrago. Für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes ist die Strabag AG zuständig.

Maurice Winter, Leichlingens Bürgermeister, sagt: „Ich freue mich, dass das Großprojekt Streckensanierung nun erfolgreich abgeschlossen ist und danke allen beteiligten Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit.“ Go-Rheinland-Geschäftsführer Norbert Reinkober ergänzt: „Einfacher Zugang zu den Fahrzeugen ist eine elementare Voraussetzung für die Nutzung des Nahverkehrs – für Fahrgäste mit und ohne Handicap. Daher ist auch die Förderung für Maßnahmen am Bahnhof Leichlingen gut investiertes Geld: für bessere Teilhabe der Menschen, lebenswerte Städte und mehr Klimaschutz. Hierzu leistet auch die von Go.Rheinland geförderte Fahrradabstellanlage einen zusätzlichen Beitrag.“