Man hat einen anderen Boden vorgefunden als geplant, heißt es von der DB Infrago.
KorridorsanierungDB kann 100 Meter Schallschutzwand in Leichlingen nicht bauen

Bislang hörte man keine schlechten Nachrichten für Leichlingen, was die Korridorsanierung der Strecke Hagen–Wuppertal angeht. (Archivfoto)
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Bislang hörte man keine schlechten Nachrichten für Leichlingen, was die Korridorsanierung der Strecke Hagen–Wuppertal angeht. Seit dem 6. Februar und planmäßig noch bis zum 10. Juli arbeitet die DB Infrago aufwendig an Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Bahnhöfen und Schallschutzwänden. Auch in Leichlingen, weshalb seitdem dort kein Zug mehr hält.
Jetzt gibt es aber Probleme, wie eine Bahnsprecherin mitteilt: Ein 100 Meter langer Abschnitt einer Schallschutzwand auf Höhe Ziegwebersberg kann vorerst nicht gebaut werden. Wie die Sprecherin mitteilt, hätten sich im südlichen Abschnitt der Wand „unerwartet anspruchsvolle Bodenverhältnisse gezeigt“.
Sperrpausen werden Jahre im Voraus geplant
Anstatt wie vorgesehen dort den Baugrund vorzubereiten, müsse man dort eine Bohrpfahlgründung vornehmen. Dabei werden Löcher in Zylinderform in den Grund gebohrt, die zuerst mit Stahl und dann mit Beton verfüllt werden. Das dauere deutlich länger und dafür benötige die DB spezielle Geräte. Man habe das zwar geprüft, aber die Arbeiten ließen sich „leider nicht mehr in den eng getakteten Bauablauf der laufenden Korridorsanierung integrieren“.
Denn dafür wären Sperrpausen notwendig. Das sind Zeitfenster, in denen der Zugverkehr dort dann komplett für die Bauzeit eingestellt werden müsse. Üblicherweise würden solche Sperrpausen „über Jahre im Voraus und in enger Abstimmung mit dem regionalen, nationalen und internationalen Bahnverkehr geplant“. So kurzfristig, bis zum 10. Juli, geht das nicht.
Man wisse, dass das „insbesondere bei den Anwohnenden im Bereich Gravensberger Weg auf große Sorgen stößt“, so die DB. Immerhin: Durch die Schallschutzwände, die schon errichtet worden seien, verschlechtere sich die Situation für die Bürgerinnen und Bürger dort nicht, sagt zumindest die DB. Aktuell passen die Fachteams die Planung an die dortigen Bodenverhältnisse an „und prüfen die Umsetzung gemeinsam mit den weiteren drei in Zukunft geplanten Schallschutzwänden“. Außerdem prüfe man, ob man die betroffenen Gebäude nicht anders vor Lärm schützen könnte. Durch Schallschutzfenster zum Beispiel.
Wann die geplanten Schallschutzwände aber errichtet werden können, darüber kann die Bahnsprecherin noch keine Auskunft geben.
