Nach mehr als vier Monaten fährt die RB25 wieder durchs Oberbergische. Gleichzeitig schreiten die Bauarbeiten am Bahnhof Ründeroth voran.
RB25 fährt wiederBauarbeiten in Ründeroth gehen weiter

Die erste RB25 seit gut vier Monaten steht in der Nacht zu Samstag im Kölner Hauptbahnhof, um Richtung Oberberg zu fahren.
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Keine Blumen, keine Girlanden: Als wäre sie nie weggewesen, rollte die RB25 am späten Freitagabend auf Gleis 10 in den Kölner Hauptbahnhof ein und machte sich dann um 0.25 Uhr auf den Weg ins Rechtsrheinische, durchs Oberbergische, nach Meinerzhagen. Das war übrigens zehn Minuten früher, als es in den tagen zuvor in den Bahn-Portalen stand.
Rückkehr mit Einschränkungen
Jetzt fährt sie endlich wieder, seit Ende März war die „Oberbergische Bahn“ nicht mehr unterwegs gewesen – aber auch jetzt muss noch mit Abstrichen gerechnet werden (wir berichteten).
Zusätzlich zu den bekannten Einschränkungen (etwa dass in dieser Woche abends immer wieder Züge ausfallen) meldete die Bahn schon am Samstagmittag noch, dass die Strecke zwischen Overath und Gummersbach-Dieringhausen beeinträchtigt sei – in beiden Richtungen. „Grund dafür ist die Reparatur an zwei Bahnübergängen in Ründeroth und Engelskirchen. Die Züge fahren im betroffenen Bereich langsamer. In der Folge kommt es zu Verzögerungen.“
Jetzt, wo die RB25 wieder fährt, bekommen auch die Mitarbeiter am Bahnübergang „Im Bruch“ in Engelskirchen-Ründeroth wieder mehr zu tun. Anwohner hatten sich in den letzten Monaten gewundert, dass dort durchgehend Posten den Übergang zu überwachen schienen, obwohl die RB25 doch gar nicht fuhr.
Posten trotz Zugpause im Einsatz
Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte eine Bahnsprecher, die Mitarbeiter seien die ganze Zeit „im Zusammenhang mit der dort eingerichteten sogenannten ‚TH-BÜP-Anlage‘ vor Ort. Ihre Aufgabe besteht im Schutz der Anlage und der zugehörigen technischen Einrichtungen vor Diebstahl und unbefugten Eingriffen.“
Hintergrund: „In der Vergangenheit wurde der Bahnübergang ‚Haus Ohl‘ erneuert. Da sich die Signaltechnik des Bahnübergangs ‚Im Bruch‘ im selben Schalthaus befand, musste die Signaltechnik der beiden Bahnübergange voneinander entkoppelt werden“, erklärt eine Bahnsprecherin auf Nachfrage. Die notwendige Sicherung des Bahnübergangs „Im Bruch“ werde seitdem ersatzweise durch Bahnübergangsposten (BÜP) vorgenommen. Diese bedienen eine mobile Sicherungsanlage, um den Bahnübergang weiterhin zu sichern. Dies sei eine Schrankenanlage, die per Hand bedient wird, die zugleich aber auch ein komplexes System beinhalte, um beispielsweise Zugfahrten aufzuzeichnen. „So war der Bahnübergang auch in den vergangenen Monaten während der Bauarbeiten gesichert, wenn beispielsweise Baufahrzeuge die Anlage querten.“
Die Barrierefreiheit im Blick
Stichwort Bahn und Ründeroth: Die fast unendliche Geschichte der Herstellung eines barrierefreien Reisendenüberwegs in Engelskirchen-Ründeroth scheint sich ihrem abschließenden Kapitel zu nähern.
Nachdem Anwohner vor einigen Wochen darüber informiert worden sind, dass entsprechende Arbeiten Ende Juli aufgenommen werden sollten, sind diese inzwischen schon erledigt, wie die Deutsch Bahn auf Anfrage mitteilt.
„Bereits im Juni erfolgten vorbereitende Bau- und Anpassungsmaßnahmen für den geplanten barrierefreien Reisendenüberweg. Hierzu zählten insbesondere Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik, darunter die Repositionierung mehrerer Signalanlagen im Bahnhofsbereich sowie die damit verbundenen Anpassungen an Kabeltrassen, Gründungen, signaltechnischen Ausrüstungen und den zugehörigen Stellwerksanbindungen“, heißt es in der schriftlichen Antwort der zuständigen DB-Pressestelle in Düsseldorf. „Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen durchgeführt, um die bestehende Infrastruktur an die künftige Anordnung des Reisendenüberwegs anzupassen.“
Vor zwei Wochen seien dann die nächsten Arbeiten zur Realisierung des barrierefreien Reisendenüberwegs aufgenommen worden. Damit habe man erst beginnen können, nachdem notwendige vergaberechtliche Schritte abgeschlossen waren und die Bindung eines Auftragnehmers aufgenommen war.
In den kommenden Tagen sollen nun unter anderem Arbeiten zur Verlängerung des Bahnsteigs ausgeführt werden. Diese „stellen einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Herstellung des barrierefreien Reisendenüberwegs dar, dessen Fertigstellung weiterhin für dieses Jahr vorgesehen ist“.
