Aktuell müssen die Verkehrsteilnehmer in Derkum weite Umweg in Kauf nehmen. Das soll sich nun ändern - zumindest auf Bewährung.
Gemeinde einigt sich mit BahnBahnübergang in Derkum soll am 27. Juli wieder geöffnet werden

Durch die Sperrung des Bahnübergangs in Ottenheim müssen derzeit größere Umwege in Kauf genommen werden.
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Nach wochenlangen Verhandlungen gibt es gute Nachrichten für viele Verkehrsteilnehmer in Weilerswist: Der Bahnübergang an der Schleidener Straße soll ab Montag, 27. Juli, probeweise wieder für den Verkehr freigegeben werden. Darauf haben sich die Gemeinde Weilerswist, die Deutsche Bahn, das Eisenbahn-Bundesamt und weitere beteiligte Behörden verständigt.
Die Wiederöffnung erfolgt auf Grundlage eines Vorschlags der Gemeinde. Ziel ist es, die erheblichen Einschränkungen für Anwohner und Gewerbetreibende zu verringern und gleichzeitig die Sicherheitsanforderungen der Deutschen Bahn einzuhalten.
Bahnübergang in Derkum wegen Verstößen geschlossen
Der Bahnübergang war Anfang Juni wegen massiver Verstöße gegen die Verkehrsregeln und daraus resultierender Sicherheitsbedenken geschlossen worden. Seitdem hatte sich die Gemeinde nach eigenen Angaben intensiv für eine Lösung eingesetzt.
Bürgermeister Dino Steuer begrüßte die Einigung. Ziel sei es immer gewesen, die Belastungen für die Bürger so gering wie möglich zu halten, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen. Gleichzeitig appellierte er an alle Verkehrsteilnehmer, sich konsequent an die neuen Regeln zu halten, damit die Öffnung dauerhaft bestehen bleiben könne.
Strikte Einbahnregelung
Bis zum 27. Juli soll der Abschnitt der L194 zwischen Otbertstraße und Straßfelder Straße soweit hergestellt sein, dass Anlieger die Baustelle mit besonderer Vorsicht und reduzierter Geschwindigkeit passieren können. Die endgültige Fahrbahndecke wird erst zu einem späteren Zeitpunkt eingebaut. Auch Arbeiten an Gehwegen und Seitenbereichen dauern zunächst an. Mit der Wiederöffnung gilt eine neue Verkehrsführung.
Der Bahnübergang Schleidener Straße darf ausschließlich als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Dauner Straße befahren werden. Wer anschließend nicht nach Straßfeld fahren möchte, kann über die Dauner Straße und den verlängerten Wirtschaftsweg – bislang als Busumleitung genutzt – den Bahnübergang Schneppenheimer Weg erreichen. Von dort besteht wieder Anschluss an die L194 in beide Richtungen.
Auch die bisherige Busumleitung wird in diesem Abschnitt als Einbahnstraße für den allgemeinen Verkehr freigegeben. Dadurch verbessert sich nach Angaben der Gemeinde insbesondere die Erreichbarkeit des Gewerbegebiets.
Bahnübergang könnte auch wieder geschlossen werden
Parallel dazu beginnen am Bahnübergang Straßfelder Straße weitere Kanalbauarbeiten. Deshalb wird dieser Übergang für mehrere Wochen vollständig gesperrt. Die Deutsche Bahn hat die Freigabe ausdrücklich als Probebetrieb genehmigt. Voraussetzung ist die konsequente Einhaltung der Verkehrsregeln. Polizei und Ordnungsamt werden regelmäßige Kontrollen durchführen, außerdem sind verdeckte Überwachungsmaßnahmen vorgesehen.
Sollten erneut erhebliche Verstöße gegen die Einbahnregelung festgestellt werden, behält sich die Bahn vor, den Bahnübergang Schleidener Straße umgehend wieder zu schließen. Das gilt auch für die neue Verkehrsführung zwischen dem Bahnübergang Schneppenheimer Weg und der L194.
Die Gemeinde weist darauf hin, dass in diesem Fall während der gleichzeitigen Sperrung des Bahnübergangs Straßfelder Straße keine Querung der Bahnstrecke im betroffenen Bereich mehr möglich wäre. Der Verkehr müsste dann ausschließlich über Straßfeld und die L210 umgeleitet werden – mit erheblichen Folgen für Anwohner, Unternehmen und die Landwirtschaft.
