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zdi-WettbewerbSchüler treten in Hennef mit selbstprogrammierten Robotern gegeneinander an

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Volle Anspannung bei Alexander (links) und Valentin. Die Schüler aus Bonn sicherten sich den ersten Platz im Roboterwettbewerb.

Volle Anspannung bei Alexander (links) und Valentin. Die Schüler aus Bonn sicherten sich den ersten Platz im Roboterwettbewerb.

Beim zdi-Roboterwettbewerb in der Gesamtschule Hennef-West bewiesen Schülerinnen und Schüler aus Rhein-Sieg ihr Talent im Programmieren.

Auf einer Reise durchs All gibt es viel zu erleben. Das geht schon damit los, die Rakete für den Start vorzubereiten: Treibstoff muss besorgt werden, die Startrampe muss aktiviert werden. Diese und andere Aufgaben absolvierten Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

Beim zdi-Roboterwettbewerb in der Gesamtschule Hennef-West gilt es, Lego-Roboter so zu programmieren, dass sie durch verschiedene Aufgaben auf der Spielfeldmatte möglichst viele Punkte sammeln. 20 Teams treten an, wegen der hohen Nachfrage in diesem Jahr wird die Veranstaltung zweigeteilt. Nach den neun Teams in Hennef geht am 21. April in Sankt Augustin-Niederpleis der Rest in den Wettkampf.

Präzision ist gefragt: Jeder Zentimeter entscheidet

Viele der Teilnehmer sind zum ersten Mal dabei, so auch Karl und Florian von der Gesamtschule Much. Sie haben sich eine simple Greifvorrichtung an ihren Roboter gebaut, bei den meisten Aufgaben kommt es nämlich darauf an, Gegenstände von der Spielfläche in die Basis zu holen. Dort können die Teams den Roboter beliebig umbauen und das nächste Programm starten.

Leonard von der Gesamtschule Neunkirchen-Seelscheid hofft darauf, dass alles klappt.

Leonard von der Gesamtschule Neunkirchen-Seelscheid hofft darauf, dass alles klappt.

Wenn der Roboter aktiv ist, ist ein Eingreifen natürlich tabu. Karl programmiert für sein Team den Roboter, seine Strategie ist es, in kleinen Schritten vorzugehen: Nach jedem Teil, das er zwischen die Greifarme bekommen hat, geht es zurück in die Basis. „Das sind dann sichere Punkte für uns“, begründet er. Fortgeschrittene Teams versuchen dagegen, in einem Zug möglichst viele Gegenstände in die Basis zu transportieren. Bedeutet mehr Punkte in kürzerer Zeit.

Doch so gut der Ablauf auch programmiert sein mag, am Ende kommt es voll und ganz auf die richtige Ausrichtung des Roboters an. Wenn er auch nur einen Zentimeter verkehrt steht, kann er auf seinem Weg an einer Barriere hängen bleiben und der Spielzug war umsonst. Markierungen sind natürlich verboten, aber durch Aufschriften und das abgebildete Logo des zdi auf der Basis gibt es trotzdem genügend Anhaltspunkte, an denen man sich beim Ausrichten orientieren kann.

Karl programmiert die Abläufe des Roboters für sein Team der Gesamtschule Much.

Karl programmiert die Abläufe des Roboters für sein Team der Gesamtschule Much.

Das Team der Gesamtschule Neunkirchen-Seelscheid verzichtet gänzlich auf Greifarme, sie arbeiten lieber mit angebrachten Banden. So lassen sich die Gegenstände ganz einfach schieben, eine gute Programmierung vorausgesetzt. Eine Art Rahmen kommt bei dem Team zum Einsatz, um die Gesteinsproben einzusammeln.

Die besten Teams dürfen im Juni zum Regionalwettbewerb in Bonn

„Die Proben abzuholen ist wirklich sehr filigran“, erzählt Leonard. Jedesmal zittert er, wenn der Rahmen nach unten klappt und hofft, dass er das Legoteil trifft. Immerhin reicht es am Ende für den vierten Platz. Deutlich erfahrener als viele andere ist das Team des Collegium Josephinum in Bonn. Valentin, Alexander und Jonathan nennen sich „CoJoRobos“ und konzentrieren sich darauf, möglichst viele Aufgaben mit einer Programmierung zu erledigen, es kommt also auf Präzision an.

Jedes Team hat drei Versuche á 2:30 Minuten, um möglichst viele Punkte zu sammeln. In dieser Zeit darf nichts schiefgehen, alles muss durchgetaktet sein. Das wichtigste im Wettkampf sei die richtige Ausrichtung des Roboters - und es gilt, die Nerven zu behalten. „Wenn man mal irgendwo hängen bleibt, dann wird es hektisch“, erklärt Jonathan. Da er den Stress nicht abkann, schickt er seine beiden Kollegen in die Durchläufe.

Der zweite endete im Chaos, die anderen beiden Durchgänge waren aber ein voller Erfolg für die drei. Die Punkte der besten zwei Durchgänge werden addiert und die Summe reicht für die „CoJoRobos“. Damit qualifizieren sie sich für den Regionalwettbewerb am 3. Juni in Bonn. Das zweite Team wird am 21. April in Sankt Augustin ermittelt.