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NachwuchsfußballAbwehr des 1. FC Köln setzt bundesweit Maßstäbe

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DFB U19 Nachwuchsliga Halbfinale: SV Werder Bremen vs. 1. FC Köln U19, Weserstadion Platz 11 Luis Magnus Stapelmann nr.04, 1. FC Köln U19 und Assad Kotya-Fofana nr.05, 1. FC Köln U19 nach gelungener Abwehraktion DFB U19 Nachwuchsliga Halbfinale: SV Werder Bremen vs. 1. FC Köln U19, Weserstadion Platz 11 am 11.05.25 *** DFB U19 Junior League semi-final SV Werder Bremen vs 1 FC Köln U19, Weserstadion Platz 11 Luis Magnus Stapelmann nr 04, 1 FC Köln U19 and Assad Kotya Fofana nr 05, 1 FC Köln U19 after a successful defensive action DFB U19 Junior League semi-final SV Werder Bremen vs 1 FC Köln U19, Weserstadion Platz 11 on 11 05 25 Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/MarioxM.xKobergx

Die Innenverteidiger Luis Stapelmann (l.) und Assad Kotya-Fofana (Mitte) sorgen für Stabilität in der Abwehr des 1. FC Köln. 

Das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck geht nicht zuletzt aufgrund seiner herausragenden Defensive als Favorit ins DM-Viertelfinale gegen Heidenheim.

Der 1. FC Köln gehört nach dem beeindruckenden 4:0-Erfolg über den FC Bayern München zum absoluten Favoritenkreis im Kampf um die Deutsche Meisterschaft der A-Junioren und darf von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen. Im Viertelfinale geht es gegen den 1. FC Heidenheim (Sonntag, 11 Uhr). FC-Coach Stefan Ruthenbeck rechnet mit einem „ekligen Spiel“.

München mit seiner „Ansammlung hochbegabter Spieler“ (Ruthenbeck) in dieser Deutlichkeit besiegt zu haben, sei keine Selbstverständlichkeit, betonte der 54-Jährige unmittelbar nach dem Abpfiff und auch an den Tagen danach. Allen müsse bewusst sein, dass solch eine Leistung nicht immer abrufbar sei. Vonnöten sei hierfür eine herausragende Leistung gewesen, wie sie seine Mannschaft im richtigen Moment abgerufen habe.

1. FC Köln arbeitet an der Effizienz seiner Offensive

Und in der Tat schien beinahe alles im Kölner Spiel von einer derart unerschütterlichen Ernsthaftigkeit und Seriosität getragen, dass die Süddeutschen trotz ihrer Bemühungen nicht über die Rolle des limitierten Sparringspartners hinauskamen. Gut und gerne hätte dieses Achtelfinale auch mit zwei, drei, ja vier Toren mehr für den 1. FC Köln enden können. Man müsse weiter an der Effizienz arbeiten, merkte Ruthenbeck dann auch nur wenige Augenblicke nach Spielende gewohnt kritisch an.

Was in der Offensivreihe nicht immer gelingt, verkörpert die Kölner Abwehrkette in atemberaubender Entschlossenheit, die bundesweit Maßstäbe setzt. Mit bislang erst 19 Gegentoren erinnert das Defensiv-Quartett an den berüchtigten Catenaccio (Riegel), den einst die Italiener in Perfektion beherrschten.

Neben den beiden hochaufgeschossenen wie kompromisslosen Innenverteidigern Luis Stapelmann und Assad Kotya-Fofana – „das sind zwei Büffel, denen du auf dem Spielfeld lieber nicht begegnen möchtest“, so Ruthenbeck – sind auch die beiden Außenverteidiger Jonathon Friemel und David Fürst von besonderer Güte. Die Defensiv-Kombo wird auch im Klub hochgeschätzt. Gemeinsam stellen sie in der DFB-Nachwuchsliga die beste Abwehrreihe – mit Abschlussqualitäten. Bereits elf Treffer gehen auf ihr Konto.

Im Viertelfinale werden sie in beiderlei Hinsicht gefragt sein, wie ein Rückblick auf die Vorsaison zeigt, als der 1. FC Köln in beiden Vergleichen (1:1/1:0) Schwerstarbeit zu verrichten hatte und die Kölner Treffer durch Youssoupha Niang (90.+3.) und eben Friemel (90.) am Ende eines kräftezehrenden Kampfes fielen.

1. FC Köln rechnet gegen Heidenheim mit „ekligem Spiel“

Heidenheim sei körperlich unglaublich stark und bei Standardsituationen brutal gefährlich, meint Ruthenbeck, der mit einem „ekligen Spiel“ rechnet. „Das ist eine Mannschaft, die dir in jedem Augenblick wehtun kann.“ Im Achtelfinale hatte dies Bayer 04 Leverkusen (1:3 n.V.) auf schmerzhafte Weise erfahren müssen.


Das Endspiel um den Mittelrheinpokal der A-Junioren verpasst hat der 1. FC Köln. Im Halbfinale unterlag die bis auf Torhüter Leonard Reiners und Exaouse Vunguidica durchweg aus U-17-Spielern bestehende Elf, gecoacht von U-17-Trainer Vlady Moschenski, dem FC Viktoria Köln mit 1:2 (1:0). Simon Neugebauer (34.) hatte den 1. FC Köln in Führung, ehe die Rechtsrheinischen in Bestbesetzung Treffer von Vincent Carus (68.) und Kiyan Ermis (88.) nachlegten. Im zweiten Halbfinale zwischen Eilendorf und Bayer 04 Leverkusen (13. Mai, 19) wird der Finalgegner ermittelt. Das Finale findet am 27. Mai statt.

Im B-Junioren-Finale steht hingegen die U16 des 1. FC Mit Trainer Manuel Hartmann nach dem 3:2 (1:2)-Erfolg über Fortuna Köln. Isa Burnic (9.), Israel Osarenkhoe (45./Eigentor) und Yassin Tollih (72.) trafen für den FC, Emil Brandenburg (18.) und Anwar Dawuda (20.) für die Südstädter. Das zweite Halbfinale entschied überraschend Hennef mit 2:1 gegen Leverkusen für sich. Das Endspiel wird am 20. Juni ausgetragen.