Die Stadt Hennef kann sich über einen weiteren Millionenbetrag für die Entwicklung von Stadt Blankenberg freuen. Am 12. Oktober übergab der Präsident des Regierungsbezirks Köln, Gregor Lange, den Förderbescheid über 2,5 Millionen Euro aus der Städtebauförderung von Bund und Land an Bürgermeister Mario Dahm und Katharina Hertwig, die Leiterin der Förderabteilung in Hennef. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung in Köln nahmen zudem 24 weitere Kommunen Bescheide in Höhe von insgesamt 54 Millionen Euro entgegen.
Mehrere Vorhaben im Handlungskonzept werden gefördert
Mit den Mitteln werden mehrere Vorhaben im Integrierten Handlungskonzept (InHK) Stadt Blankenberg unterstützt. Dazu gehören der barrierearme Ausbau des Scheurengartens, der zweite Bauabschnitt des Panoramaweges, ein Lichtkonzept, ein Beschilderungs- und Besucherinformationssystem, eine neue WC-Anlage an der Burg sowie der Bau des Kultur- und Heimathauses. Das InHK ist ein strategisches Planungsinstrument der Stadtentwicklung, das der Rat der Stadt Hennef im Rahmen der Regionale 2025 auf den Weg gebracht hat. Ziel ist es, den Ort als Wohn- und Lebensraum zu stärken, seine Geschichte zu vermitteln und den Besucherstrom so zu lenken, dass Bewohner und Gäste gleichermaßen davon profitieren.
Kultur- und Heimathaus soll Anlaufpunkt werden
Das Kultur- und Heimathaus soll künftig ein zentraler Anlaufpunkt für Besucherinnen und Besucher der mittelalterlichen Stadt werden. Derzeit entstehen das Gebäude und die Kulturscheune, später folgen die Außenanlagen und Zuwege. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 geplant. Der Saal bietet bis zu 150 Menschen Platz und kann geteilt werden.
Im Haushaltsplan stehen für das Projekt Gesamtkosten von 9,7 Millionen Euro. Seit dem ersten Beschluss zum Kultur- und Heimathaus im Jahr 2021 sind die Kosten jedoch wegen der allgemeinen Preisentwicklung im Baugewerbe gestiegen. Die Mehrkosten entsprechen der Steigerung des amtlichen Baupreisindex zwischen 2021 und 2026. Mit dem neuen Förderbescheid übernehmen Bund und Land nun 70 Prozent dieser Mehrkosten.
Stadtmauer ist die größte und teuerste Maßnahme
Die größte Maßnahme im InHK ist die Sanierung der Stadtmauer, die rund 1,5 Kilometer lang ist und mit rund 22 Millionen Euro zugleich das teuerste Vorhaben darstellt. Bereits fertiggestellt sind unter anderem der Hangspielplatz am Kölner Tor, der im Mai 2024 eröffnet wurde, sowie der 560 Meter lange Besucherweg zwischen dem S-Bahn-Haltepunkt Blankenberg und Hennef-Stein.
Bürgermeister Mario Dahm dankte allen beteiligten Ämtern und Mitarbeitenden. Besonders hob er die Kolleginnen der Abteilung Förderung der Stadtverwaltung hervor, die seit 2020 zahlreiche Projekte im Umfang von rund 50 Millionen Euro betreut haben. Über Förderprogramme von EU, Bund und Land seien so Mittel nach Hennef geflossen. (tis)

