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PrinzenproklamationVerena I. und Daniel I. werden in Hennef-Bröl als Prinzenpaar gefeiert

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Die KG Rot-Weiß Bröl proklamierte im frisch renovierten Saal Wolters das 64. Prinzenpaar, Daniela I. und Verena I. Leiße.

Die KG Rot-Weiß Bröl proklamierte im frisch renovierten Saal Wolters das 64. Prinzenpaar, Daniela I. und Verena I. Leiße.

Die Prinzenproklamation durch Bürgermeister Mario Dahm fand im frisch renovierten Saal des Landgasthofs in Bröl statt.

Den Einmarsch von 110 Beueler Stadtsoldatinnen und - soldaten mussten die Jecken im Saal des frisch renovierten Saals im Landgasthof in Hennef-Bröl abwarten, bis sie einen ersten Blick auf das wohl bestgehütete Geheimnis des Dorfes erhaschen konnten. Dann tauchte das Prinzenpaar im Türrahmen auf und genoss in vollen Zügen den triumphalen Zug durch ihr närrisches Volk.

Daniel I. und Verena I. aus dem Hause Leiße sind die 64. Regenten auf Zeit der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Bröl. Für den Prinzen war das schon fast zwangsläufig. Seine Oma Marianne Leiße war schon im Bröler Karneval aktiv, seine Eltern Marjan und Norbert Leiße wurden selbst 1988 zum 28. Prinzenpaar proklamiert.

Die KG Rot-Weiß Bröl proklamierte im frisch renovierten Saal Wolters das 64. Prinzenpaar, DAniela I. und Verena I. Leiße.

Die KG Rot-Weiß Bröl proklamierte im frisch renovierten Saal Wolters das 64. Prinzenpaar, DAniela I. und Verena I. Leiße.

Der 48-Jährige ist in Bröl aufgewachsen und wohnt immer noch dort. Er ist gelernter Ver- und Entsorger, hat beim Aggerverband gearbeitet und 2002 seinen Meister auf der Abendschule gemacht. 2013 wechselte er zur RSAG nach Sankt Augustin. Heute ist er als Anlagenleiter der Sickerwasserreinigungsanlage und Gaszentrale beschäftigt.

Im Zug war er fast immer dabei, erst mit dem Kegelclub seiner Eltern, später bei der Dorfjugend, aus der sich der Kegelclub Kallenkönige entwickelte, der seit mehr als 25 Jahren mitgeht. Seine Frau Verena ist nahe Coesfeld groß geworden, im Münsterland. Auch sie ist Ver- und Entsorgerin, die 47-Jährige arbeitete in Coesfeld bis 2004. Dann zog sie der Liebe wegen ins Rheinland. Daniel lernte sie 1995 in der Gelsenkirchener Berufsschule kennen.

Die erste gemeinsame Wohnung des Prinzenpaars war oberhalb des Saals

Zunächst arbeitete sie in Bonn, seit 2023 ist sie Beschäftigte der Stadtbetriebe Hennef, im Labor der Kläranlage. Mit den Kallenkönigen geht sie seit 1998 im Zug mit. Ihre erste gemeinsame Wohnung hatten sie übrigens direkt oberhalb des Saals. Ihre beiden Söhne Frederick und Benedikt sind 16 und 14 Jahre alt.

In einer launigen Rede stellte Bürgermeister Mario Dahm sie vor. Der Saal sei nach der Restaurierung durch die Stadt dicht von unten und dicht von oben. Das kann auch nicht jeder von sich behaupten, sagte er, die Lacher auf seiner Seite. Er spielte mit KI-generierten Witzen und deklamierte: „Karneval ist nichts für Algorithmen, er ist für und von Menschen gemacht, die findet man hier im Landgasthof Bröl.“

Die KG Rot-Weiß Bröl proklamierte im frisch renovierten Saal Wolters das 64. Prinzenpaar, DAniela I. und Verena I. Leiße.

Die KG Rot-Weiß Bröl proklamierte im frisch renovierten Saal Wolters das 64. Prinzenpaar, DAniela I. und Verena I. Leiße.

Die Entwicklung der Prinzessin nannte er eine karnevalistische Integrationsgeschichte. So eine Stimmung wie in Bröl habe sie nicht gekannt, als sie das erste Mal in den Saal kam. „Da war sie erst an der Garderobe“, so Dahm. Die Sportlichkeit des Prinzen lobte er, Kitesurfen, Mountainbiken, Fußball. „Schade, dass kein Tennis dabei ist, sonst hättest du Regierender Bürgermeister von Berlin werden können“, meinte er in Anspielung auf das umstrittene Training nach dem Anschlag auf das Stromnetz in der Hauptstadt.

Die Jecken im Saal jedenfalls feierten ihre neuen Tollitäten ausgelassen. Mini- und Kindergarde, Junioren und Senioren der KG hatten sie ebenso in Stimmung gebracht wie die Räuber und Bernd Stelter. Präsident Thorsten Büth konnte noch die Bauchredner Klaus und Willi, Lupo, die Kammerkätzchen und Kammerdiener ansagen, bevor die Kecken Kalver Schnütche ihren Showtanz präsentierten. Zum Finale heizten die Rabaue dem Saal ordentlich ein.