Der Landesbetrieb Straßen sperrt ab Dienstag (20. Januar), 16 Uhr, bis Mittwoch (22. Januar), 16 Uhr, die Tunnelkette in Königswinter und Oberdollendorf.
Streik im öffentlichen DienstB42-Tunnel Richtung Norden gesperrt

Vom Warnstreik im öffentlich Dienst betroffen ist auch die Tunnelkette der B42 zwischen Königswinter und Bonn-Oberkassel.
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Der Streik im öffentlichen Dienst hat auch Auswirkungen auf den Verkehr. Wie der Landesbetrieb Straßen mitteilt, ist auch der Kontrollraum der Tunnelzentrale in der Landesverkehrszentrale in Leverkusen betroffen.
Dort erfolgt die Überwachung und Steuerung von insgesamt 37 Straßentunneln in der Zuständigkeit von Straßen NRW. Davon betroffen ist nach aktuellem Stand die Tunnelkette auf der B42 in Königswinter-Oberdollendorf und in Bonn-Oberkassel, jeweils in Fahrtrichtung Norden. Geöffnet bleiben soll die Fahrtrichtung Süden. Dieser „14. Tunnel“ ist zwar nur 275 Meter lang, aber als Bestandteil der B42-Tunnelkette von besonderer Bedeutung.
Ab Dienstag, 16 Uhr, wird die Tunnelkette vorsorglich gesperrt
13 Straßentunnel mit einer Länge von mehr als 400 Metern dürfen ausschließlich dann betrieben werden, wenn die Tunnelleitzentrale besetzt ist. Bei streikbedingten Arbeitsausfällen werden die betroffenen Tunnel aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt. Eine Wiederöffnung sei erst nach Beendigung des Warnstreiks möglich, teilt Straßen NRW mit. Zum Streik aufgerufen sind die Angestellten im öffentlichen Dienst noch bis Mittwoch, 16 Uhr.
Da in der Regel bis zu drei Tunneloperatoren pro Schicht in der Landesverkehrszentrale in Leverkusen arbeiten, sei die Verkehrssicherheit im Streikfall potenziell gefährdet, so eine Mitteilung des Landesbetriebs. Daher werde man vorsorglich Tunnel sperren.
Am Mittwoch werden Schulen im Rhein-Sieg-Kreis bestreikt
Auch Schulen sollen bestreikt werden. Für Mittwoch hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angestellte Lehrer des Landes in einigen Städten und Regionen NRWs zu Warnstreiks aufgerufen. Unter anderem im Rhein-Sieg-Kreis, in Bonn und in Köln seien Warnstreiks geplant, sagte eine Sprecherin von GEW NRW. In vielen Schulen werde vermutlich nur eingeschränkter Unterricht stattfinden können.
In NRW arbeiten aktuell nach Angaben der Gewerkschaft etwa 40.000 nach Tarif beschäftigte Lehrkräfte. Die Mehrzahl der Lehrer ist verbeamtet und darf daher nicht streiken.

