Viele Kinder nutzen die L331 in Ittenbach als Schul- und Kindergartenweg.
Bürgerantrag sieht Kinder in GefahrKönigswinter prüft Tempobremsen auf der L331 in Ittenbach

Tempo 30 auf der L331 in Ittenbach war Ziel eines Bürgerantrags im Bau- und Verkehrsausschuss.
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Die Verkehrsbelastung und die zu hohen Geschwindigkeiten auf der Königswinterer Straße (L331), die quer durch den Bergort Ittenbach führt, sind seit Jahren immer wieder mal Thema gewesen. Dass vor allem im Abschnitt zwischen Marienplatz und Hardtweg viele Kinder auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten unterwegs sind, veranlasste eine Bürgerin vor Kurzem zu der Forderung, wenigstens das Verkehrszeichen „Achtung Kinder“ an der L331 aufzustellen.
So konkret wollte dies der für das Thema zuständige Bau- und Verkehrsausschuss aber zunächst nicht beschließen. Die Ausschussmitglieder beauftragten die Stadtverwaltung lediglich einstimmig damit, zu prüfen, „welche Geschwindigkeitsregulierenden Maßnahmen auf dem benannten Streckenabschnitt möglich sind.“ Die Schwierigkeit bei dem Thema: Für die L331 als Landesstraße ist im Grunde nicht die Stadt, sondern der Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig.
Ittenbacherin regte in Bürgerantrag Tempo 30 an
Die Königswinterer Straße werde regelmäßig von vielen Kindern als Schul- und Kindergartenweg genutzt, hieß es im Bürgerantrag. Ein Problem sei die Dichte des Verkehrs. Wenn die Autobahn 3 gesperrt sei, erhöhe sich das Verkehrsaufkommen zusätzlich. „In der Folge kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen. Fahrzeuge – darunter auch Lkw – weichen aus, schneiden Kurven oder fahren in unmittelbarer Nähe zum Gehweg.“
Die Ittenbacherin regte an, nicht nur das Schild „Vorsicht Kinder“ zu installieren, sondern ein Tempo-30-Gebot einzurichten, auffällige Fahrbahnmarkierungen aufzubringen oder beispielsweise auch Fahrbahnschwellen einzubauen. „Ein erfreulicher Antrag“, meinte Ratsmitglied Klaus Ruppert (Grüne), der eine „Entschleunigung des Verkehrs“ forderte. Frank Klein sagte, seine CDU-Fraktion unterstütze das Anliegen, allerdings sei die Stadt nicht Eigentümerin der Straße.
Nils Suchetzki (SPD) sah das ähnlich und wies daraufhin, dass auf der Ortsdurchfahrt Uthweiler (L143) Tempo 30 gelte. Dort allerdings in erster Linie weil die Fahrbahn völlig marode ist. Fabiano Pinto, der Technische Beigeordnete der Stadt Königswinter, warnte jedoch davor, lediglich ein Schild aufzustellen. Das könne zu einer „Scheinsicherheit“ führen. Auf Pintos Vorschlag hin beschloss der Ausschuss lediglich den allgemein gehaltenen Prüfauftrag. Zum Anliegen der Bürgerin selbst heißt es im Beschluss: „Der Bürgerantrag wird abgelehnt.“
