Mit den ersten Erdarbeiten wurde jetzt begonnen. Mitte des Jahres muss die Bahnstrecke drei Wochen lang gesperrt werden.
Mitten auf der TouristenmeileStart der Bauarbeiten für die Bahnunterführung in Königswinter

Baubeginn Unterführung Königswinter Drachenfelsstraße
Copyright: Ralf Klodt
Die Bauarbeiten für die Fußgängerunterführung an der Drachenfelsstraße mitten in Königswinter sind in die Startphase gegangen. Die Deutsche Bahn hat auf dem ehemaligen Parkplatz gleich neben den Gleisen mit den ersten Erdarbeiten begonnen.
Dabei entsteht in den nächsten Wochen ein großes Loch für das Rahmenbauwerk, das außerhalb in Ortbeton hergestellt wird und dann Mitte des Jahres bei der anvisierten Sperrpause des Bahnbetriebs unter die Bahnstrecke geführt wird.
Ende 2028 soll ddie Unterführung fertig gestellt sein
„Es wird bis zu acht Meter tief gebaggert und in etwa auf einer Breite von sieben Metern“, bestätigt Albert Koch, der bei der Stadt Königswinter zuständig für den Geschäftsbereich Tief- und Gartenbau ist und zudem das Unterführungs-Projekt leitet. Spannend wird es dann in der zweiten Jahreshälfte, wenn es im Juli oder August zu einer vermutlich dreiwöchigen kompletten Sperrung der Bahnstrecke kommt. Dann können die Baufahrzeuge von der Bergseite aus in die Tiefe des Loches fahren und das Rahmenbauwerk unter den Gleisen platzieren. Dafür müssen dann auch Gleise entnommen werden, wofür die Strecke gesperrt wird.
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Innerhalb dieser dreiwöchigen Sperrpause werden zur Verlängerung der Stützwand Bohrpfahlwände eingebracht. Im Anschluss übernimmt die Stadt die Bauarbeiten, und es entsteht eine barrierefreie Unterführung mit sechs Prozent Gefälle und Treppenstufen. Diese Arbeiten sollen Anfang 2027 beginnen. Die Fertigstellung der gesamten Maßnahme ist für Ende 2028 geplant.
Angesichts ihrer Bedeutung auf der will die Stadt die Unterführung großzügiger und schicker bauen
Für die Umsetzung des Projektes hat die Stadt im vergangenen Jahr einen Förderbescheid aus dem Städtebauförderprogramm in Höhe von 1,9 Millionen Euro erhalten. Das Geld ist für den städtebaulichen Mehraufwand gedacht, den die Stadt in die Bahnunterführung stecken will. Die Bahn sorgt im Rahmen des rund 23 Millionen Euro teuren Großprojekts, auf das Königswinter seit Jahrzehnten wartet, „nur“ für eine Standardunterführung.
Angesichts ihrer Bedeutung auf der Touristenmeile zwischen Rhein und Drachenfels will die Stadt die Unterführung großzügiger und schicker bauen lassen mit begrünter Tunnelrampe, spezieller Beleuchtung und besonderem Pflaster.

