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Endspurt bei BauarbeitenLetzte lange Sperrung auf der Bahnstrecke nach Holland

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Halbzeit der Bauphase der Bahnstrecke Oberhausen-Emmerich

1,5 Meter höher wurde die Bahn-Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal gebaut - das hat weitreichende Auswirkungen. (Archivbild)

Die Linie zwischen Oberhausen und Emmerich ist bis Mitte Mai unterbrochen. Für Pendler und Reisende bedeutet das Umleitungen und Ersatzverkehr.

Nach anderthalbjähriger, aufwendiger Bautätigkeit sind Fahrgäste im Verkehr zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden vorläufig zum letzten Mal mit einer ausgedehnten Sperrung der Bahnlinie konfrontiert. Bis zum 18. Mai ist der Zugverkehr auf der Linie von Oberhausen nach Emmerich eingestellt. Der Fernverkehr wird auf andere Routen verlegt, während Berufspendler in diesem Zeitraum auf einen Schienenersatzverkehr mit Bussen angewiesen sind. Auch für bedeutende Unternehmen aus der Industrie ist der Transportweg über die Gleise in den nächsten vier Wochen nicht nutzbar.

Für die Bahn markiert dies die finale Phase ihres aktuell komplexesten Vorhabens in Nordrhein-Westfalen. Ein Großteil der Baumaßnahmen soll bis zum 18. Mai beendet sein, sodass zum ersten Mal nach mehr als anderthalb Jahren der gesamte Personenverkehr im Nah- und Fernbereich wieder fahrplanmäßig verkehren kann. Ein Teilbereich der Strecke wird dann dreigleisig befahrbar sein, was reibungslosere Überholvorgänge zwischen Regional-, Fern- und Güterzügen ermöglicht.

Ausbau für europäischen Güterkorridor

Die Strecke mit einer Länge von etwa 73 Kilometern ist, wie die dpa meldet, Bestandteil des europäischen Korridors für den Gütertransport von Rotterdam bis nach Genua. Dieses Vorhaben gilt als ein Vorzeigeprojekt der Verkehrspolitik in Europa. Aufgrund der Bauarbeiten war die Verbindung in den zurückliegenden anderthalb Jahren abwechselnd entweder vollständig gesperrt oder nur auf einem Gleis nutzbar.

Bis zur vollständigen Fertigstellung des Gesamtprojekts werden zwar noch etliche Jahre vergehen. Nach Auskunft der Bahn sind dafür jedoch zunächst keine weiteren ausgedehnten Streckenunterbrechungen erforderlich.

Einschränkungen für Pendler und Reisende

In den nächsten vier Wochen müssen sich Fahrgäste am Niederrhein jedoch erneut auf Beeinträchtigungen einstellen. ICE-Verbindungen aus dem Rheinland in die Niederlande verkehren auf Ausweichrouten, was zu längeren Fahrzeiten führt. Im Regionalverkehr bedeutet dies für Berufspendler auf den Linien RE5, RE8, RE13, RE19 und RE49, dass sie ebenfalls Umwege nutzen oder auf Busse ausweichen müssen.

Ein Teil der eingesetzten Busse bedient sämtliche Haltestellen entlang der Route. Zusätzlich verkehren Schnellbusse, welche ausschließlich die Hauptbahnhöfe Oberhausen, Wesel sowie Emmerich anfahren und ihre Fahrt bis ins niederländische Arnhem fortsetzen.

Technische Herausforderung am Kanal

Eine spezielle technische Aufgabe für die beteiligten Fachkräfte stellt im jetzigen Bauabschnitt die Querung des Wesel-Datteln-Kanals dar. Das neue Brückenbauwerk wird im Vergleich zum alten nicht nur eine größere Breite aufweisen, sondern auch um 1,5 Meter angehoben. Dies ist notwendig, um den zunehmend größeren Schiffen die Passage auf dieser Bundeswasserstraße zu ermöglichen.

Weil Züge mit hohem Gewicht erhebliche Steigungen nur schwer überwinden, war eine Anpassung der Schienenführung auf das neue Höhenlevel über eine Distanz von mehreren Kilometern im Abschnitt zwischen Voerde und Wesel erforderlich. Diese Maßnahme zog die Anhebung weiterer Brücken, der Oberleitungen und selbst eines kompletten Bahnhofs nach sich. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.