Lange StausLkw brannte auf der A3 – Fahrbahn war in Königswinter-Bockeroth voll gesperrt

Lesezeit 2 Minuten
Feuerwehrleute unter Atemschutz löschen mit einer Leiter.

Das Führerhaus des Lkw auf der A3 hatte Feuer gefangen, die Flammen griffen auf den Auflieger über.

Die drei Spuren Richtung Frankfurt in Höhe Königswinter-Bockeroth waren bis zum späten Nachmittag voll gesperrt.

Auf der Autobahn 3 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg und der Anschlussstelle Siebengebirge ist am Donnerstag ein Lastwagen in großen Teilen ausgebrannt. Der 41 Jahre alte Fahrer hatte gegen 12.15 Uhr während der Fahrt am steilen Bockerother Berg ungewöhnliche Geräusche aus dem Motorraum gehört und war nach rechts auf den Standstreifen gefahren. Als er ausstieg, schlugen bereits Flammen aus dem Motorraum.

Das Feuer griff auf die Fahrerkabine und von dort auf den Auflieger über. Das Führerhaus des Lkw brannte vollständig aus. Die Ladung – nach Angaben der Polizei Gummistiefel und Turnschuhe – fing ebenfalls Feuer. Flammen schlugen aus dem Dach, eine dichte Rauchwolke zog über die Autobahn und behinderte die Sicht auch auf der Gegenspur.

Brennender Lkw auf der A3: Verkehr Richtung Frankfurt wurde ab Kreuz Bonn/Siegburg abgeleitet

Für die Feuerwehr Sankt Augustin gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Mit einer Leiter an der Fahrerkabine des Lkw richteten Wehrleute den Wasserstrahl auf den Auflieger: Von der anderen Seite war der Brandherd wegen der dicht verstauten Ladung nicht zugänglich. Später wurde eine Drehleiter aufgebaut und Löschschaum auf den Brandherd geworfen. Wasser musste per Pendelverkehr herbeigeholt werden. Insgesamt waren 47 Einsatzkräfte unter Leitung von Stadtbrandinspektor Herbert Maur vor Ort.

Alles zum Thema Bundesautobahn 3

Auf der Gegenfahrbahn wurden die Autofahrer gewarnt, die Geschwindigkeit zu drosseln: Immer wieder zogen Rauchschwaden vom brennenden Lkw auf die Gegenfahrbahn.

Die Vollsperrung Richtung Frankfurt blieb bis zum späten Nachmittag bestehen, der Verkehr wurde am Autobahnkreuz Bonn/Siegburg umgeleitet. Schnell bildete sich ein Stau knapp 20 Kilometern Länge. Auf den Nebenstrecken staute es sich ebenfalls erheblich. Die Bergung dauerte bis in den späten Abend.

KStA abonnieren