Beim Festival wurden Eintrittsbändchen mit Chips zum Zahlen getestet. Die Software entwickelte ein Freund des Festivalgründers Anton Hagen.
„Mehr Leben reinbringen“Familiäre Atmosphäre beim Hagen’s Hill Festival in Lohmar

Festivalgründer Anton Hagen ist selbst leidenschaftlicher Musiker.
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Die Beatlemania ist wieder ausgebrochen: Rund 65 Jahre nach dem Hype um die britische Band tanzten junge Konzertbesucherinnen und -besucher zu Hits wie „Hey Jude“ und „Love Me Do“. Bei dem Festival Hagen’s Hill in Lohmar traten am Samstagabend Lucy and the taxmen auf und spielten erfrischend mitreißenden Sixties-Rock. Mit der vierten Ausgabe hat das Eintagesfestival mittlerweile selbst Kultstatus erreicht.

Die Beatles-Mania ist wieder los beim Auftritt von Lucy and the taxmen.
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Anton Hagen, der bei Kreuznaaf groß geworden ist, ist selbst leidenschaftlicher Musiker und spielt mehrere Instrumente. Vor vier Jahren hatten er und zwei Freunde an dem Hügel vor seinem Elternhaus erstmals ein Festival veranstaltet – daher der Name Hagen’s Hill. Mehrere Hundert Menschen jeden Alters feiern jedes Jahr auf der Wiese wie in einem Rausch. „Die Leute sind total begeistert, wir wissen auch nicht genau, woran das liegt. Wir machen das aus Bauchgefühl – es hat vor vier Jahren mit einer kleinen Spinnerei angefangen, dass es solche Ausmaße angenommen hat, kann man gar nicht begreifen“, sagte der 24-Jährige.
Als Musiker bedeutet es mir viel, ein eigenes Festival zu haben. Leute zusammenzubringen war immer mein Weg.
„Als Musiker bedeutet es mir viel, ein eigenes Festival zu haben. Leute zusammenzubringen war immer mein Weg. Ich habe immer gerne große Partys geschmissen, da ist ein Festival die perfekte Kombi aus beidem“, beschrieb er. „Man macht sich aber keine Vorstellungen, wie aufwendig das ist: Die Jungs und ich können Musik machen, ein Festival zu organisieren muss man sich selber beibringen, wir lernen von Jahr zu Jahr dazu.“ Auf zwei Bühnen, der Hill Stage und der Chill Stage, spielten abwechselnd Bands wie Angelic In Jeans oder Treffpunkt Jane, ihre musikalische Bandbreite reicht von Pop bis Indie Rock.

Angelic In Jeans begeisterten am Abend auf der Hauptbühne.
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Vom Hügel aus hatten die Besucherinnen und Besucher eine Sicht auf die Hauptbühne wie in einem Amphitheater. Es herrschte eine friedliche, familiäre Atmosphäre. Zu den Gästen zählten viele Lohmarerinnen und Lohmarer, aber auch solche, die aus Köln angereist waren.
Erstmals Zahlungen mit Chip am Festival-Bändchen möglich
Wie jedes Festival wächst auch Hagen’s Hill jedes Jahr ein wenig mehr: Erstmals konnten die Besucherinnen und Besucher mit einem Chip an ihrem Bändchen bezahlen. „Ein Freund von uns ist gerade dabei, eine Firma aufzubauen, die so eine Software anbietet – wir sind quasi die Tester“, sagte Hagen. Nach wie vor ist aber vieles handgemacht, die Dekoration, das Essen und die Beschilderung. „Wir haben ein großes Team an Freundinnen und Freunden, die hier mitarbeiten und ohne die es nicht gehen würde.“
Er sehe sein Festival als Bereicherung für die Lohmarer Kulturlandschaft: „Wir wollten diese Veranstaltung für Lohmar machen, um hier mehr Leben reinzubringen. Das ist in den letzten Jahren immer weniger geworden und die Leute nehmen das genau so an. Viele kommen zu uns und sagen: Danke, dass ihr das nach Lohmar gebracht habt.“ Abgesehen von der Wahlscheider Kirmes, glaube er, hätten er und seine Freunde das Festival inzwischen als größte Party der Stadt etabliert. „Ich bin Herzblut-Lohmarer – ich tue es für die Stadt, das ist meine Form von politischem Engagement“, unterstrich Hagen.
