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Angelehnt an KlassikerTheaterverein Rheidt in Niederkassel zeigt neues Stück „Die Magie von Oz“

3 min
Die Zauberin von Oz (Youveline Sain, links) war schon mal besser gelaunt, mit Dorothy (Maya Eschmann).

Die Zauberin von Oz, gepielt von Youveline Sain (links) war schon mal besser gelaunt, mit Dorothy, gespielt von Maya Eschmann.

Mit einem Stück für Kinder zeigt der Theaterverein Rheidt seinem Publikum mit starken weiblichen Protagonistinnen die Welt von Oz.

Mit Girl-Power ins Märchenland – da kann ja nichts schiefgehen. Gleich fünf weibliche Hauptrollen besetzt der Theaterverein Rheidt für sein Kinderstück „Die Magie von Oz“, angelehnt an den Hollywood-Klassiker „Der Zauberer von Oz“ aus dem Jahr 1939. Jener Film, der die damals 17-jährige Judy Garland zum Star machte und das Lied „Somewhere over the rainbow“ zum Evergreen.

Um das eher düstere Märchen für Erwachsene für ein Publikum im Grundschulalter kindgerecht aufzubereiten, hat sich das Regie-Team um Anika Braun, Mariella Bilgen sowie Bernd und Lisa Lachmann einiges einfallen lassen. „Die böse Hexe ist in unserer Fassung nicht ganz so böse wie im Film“, verrät Anika Braun, und wo Hollywood auf Spezialeffekte setzt, verlassen sich die Rheidter Theatermacher auf die Fantasie ihres Publikums. Zudem wird die Handlung durch reichlich Humor aufgepeppt.

Grundgerüst des „Zauberer von Oz“ bleibt erhalten

Das Grundgerüst der Geschichte ist jedoch geblieben: Dorothy (Maya Eschmann) setzt versehentlich die Magie der bösen Wolkenhexe frei und wird in ein unbekanntes Land verschlagen. Das Mädchen steckt in der Klemme, denn nur die Zauberin von Oz (Youveline Sain) kann ihr helfen, nach Niederkassel zurückzukehren.

Gemeinsam mit ihrem Hund Tally (Emma Theobald) macht sie sich auf den Weg in die Smaragdstadt, wobei sie der Vogelscheuche Birdy (Hannah Dreisilker), der Zinnfrau Tinny (Matilda Gerlitz) und der Löwin Roary (Sarah Hoffmann) begegnet. Das Trio eint drei scheinbar unerfüllbare Wünsche: Die Vogelscheuche wäre gerne klug, die Zinnfrau hätte ein Herz, und die Löwin wäre gerne mutig. Die Zauberin von Oz fordert von Dorothy einen hohen Preis für die sichere Heimkehr: Sie will den Zauberstab der bösen Hexe.

Um den zu ergattern, müssen Dorothy und ihre Freunde einige Abenteuer bestehen, bei denen allerlei menschliche und nicht ganz so menschliche Gestalten kräftig mitmischen. Gut 30 Mitwirkende im Alter zwischen zehn und siebzehn Jahren bringt der Theaterverein auf die Bühne. Am Ende stellt sich heraus: Die Zauberin besitzt gar keine magischen Kräfte.

Das junge Ensemble ist gut besetzt.

Das junge Ensemble ist gut besetzt.

Und doch bekommen die Vogelscheuche, die Zinnfrau und die Löwin ihre Herzenswünsche erfüllt – wenn auch anders als erwartet. Nur wie kommt Dorothy jetzt heim nach Niederkassel? Da spielen ihre roten Zauberschuhe eine wichtige Rolle.

Anika Braun vom Regie-Team ist überzeugt, ihr Publikum zu begeistern: „Die jüngeren Zuschauer nehmen vor allem die Farben und die Bewegung auf der Bühne wahr. Und das reißt sie mit.“

„Die Magie von Oz“ wird am Samstag, 26. September, sowie am Sonntag, 27. September 2026, jeweils um 15 Uhr in der Alfred-Delp-Realschule in Niederkassel-Mondorf gespielt. Karten kosten fünf Euro.