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LebensmittelKontrolleure in Rhein-Sieg stoßen auf viele Mängel bei Spargel, Sushi und Döner

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Frischer Spargel wird in einem Hofladen präsentiert.

Mehr als die Hälfte der Verkaufsstände von Spargel und Erdbeeren fiel im Frühjahr 2022 bei Lebensmittelkontrollen auf. (Symbolbild)

Fast 4000 Betriebe haben die Lebensmittelkontrolleure im Rhein-Sieg-Kreis 2022 überprüft. Besonders intensiv wurden Verkaufsstände für Erdbeeren und Spargel kontrolliert. 

Die Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleure des Kreises haben im vergangenen Jahr fast 4000 Lebensmittelbetriebe in der Region geprüft. Das geht aus einer Bilanz des Verbraucherschutzes der Kreisverwaltung hervor. Demnach nahmen die Mitarbeitenden der Behörde insgesamt 3397 Proben; von 3165 geplanten Proben wurden 123 beanstandet.

Insgesamt zwölfmal nahmen die Verbraucherschützer sogenannte Verdachtsproben, eine davon sei auffällig gewesen, teilte die Pressestelle des Kreises mit. Elfmal reagierten die Kontrolleure des Kreises auf entsprechende Beschwerden von Verbrauchern. Bei diesen Kontrollen hätten sie jedoch nichts beanstandet.

Erdbeeren und Spargel: Mehr als die Hälfte aller Verkaufsstände fiel auf

Besonders intensiv haben die Kontrolleurinnen und Kontrolleure nach Angaben von Dr. Simon Eimer, Leiter der Abteilung Verbraucherschutz, im Jahr 2022 Verkaufsstände für Erdbeeren und Spargel, Shop-in-Shop-Systeme für Sushi und die korrekte Kennzeichnung von Döner-Spießen unter die Lupe genommen – als Teil einer landesweiten Kampagne mit mehr als 70 Kontrollen.

Bei den Sushi-Shops ging es neben der Frage, ob die Betreiber die hygienischen Standards einhalten, auch um bauliche Aspekte. Dabei wurden nach Angaben des Kreises bei jedem dritten überprüften Betrieb geringfügige Mängel festgestellt. Bemängelt wurden die Lagerung von Lebensmitteln und der Umgang mit den Produkten.

Bei der Kontrolle der Verkaufsstände für Erdbeeren und Spargel während des Frühjahrs untersuchten die Kontrolleure, ob die Waren vor Witterung und Schädlingen geschützt und vorschriftsgemäß gekennzeichnet waren und es für das Verkaufspersonal Möglichkeiten zum Händewaschen gab. Mehr als die Hälfte der Verkaufsstände fiel laut Kreisverwaltung dabei auf. In mehreren Fällen wurde wegen der Schwere der Verstöße ein Bußgeld verhängt.

Rhein-Sieg-Kreis: Falsche Kennzeichnung in einem Drittel der Dönerläden

Beim Thema Döner beschäftigten sich die Lebensmittelkontrolleure außer mit möglichen hygienischen Mängeln vor allem mit der Kennzeichnung der Gerichte. Hier regeln gesetzliche Vorgaben, welches Produkt als Döner Kebap bezeichnet werden darf: Drehspieße, die aus Rind- beziehungsweise Kalbfleisch oder Schaf- beziehungsweise Lammfleisch hergestellt wurden maximal 60 Prozent Hackfleisch enthalten.

Bei knapp einem Drittel der kontrollierten Betriebe haben die Kontrolleurinnen und Kontrolleure Mängel bei der Kennzeichnung der Drehspieße festgestellt, hauptsächlich ging es dabei um die fehlenden Angaben zur verwendeten Fleischart.