Der Ex-Profi zieht nach dem Fußball-Mittelrheinliga-Auftakt beim FC Hürth (0:0) die Reißleine. Die vorherigen 90 Minuten hatten mit dieser Entscheidung nichts zu tun.
Nach dem ersten SpieltagNils Teixeira tritt als Trainer des FC Hennef 05 zurück

Nils Teixeiras Zeit als Hennefer Trainer ist abgelaufen.
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Manchmal ist der erste Spieltag eben schon der letzte. Cheftrainer Nils Teixeira (36) vom Fußball-Mittelrheinligisten FC Hennef 05 ist nach dem Auftaktmatch beim Aufsteiger FC Hürth (0:0) zurückgetreten. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff verkündete er seinen Entschluss vor der Mannschaft. Dass seine Elf trotz einstündiger Überzahl nicht getroffen hatte, spielte dabei offenbar keine Rolle. Denn der Ex-Profi versicherte hinterher: „Es war keine Kurzschlussreaktion. Solch eine weitreichende Entscheidung treffe ich nicht aus der Emotion heraus.“ Vielmehr hätten sich er und Co-Trainer Patrick Koch (37) schon vor dem Anpfiff zu diesem Schritt entschlossen: „Es waren einfach zu viele kleine Baustellen, die uns in der Summe keine andere Wahl gelassen haben. Der Rücktritt war alternativlos.“
Ein Rücktritt, der weder etwas mit den 90 Minuten in Hürth noch mit der Mannschaft zu tun gehabt habe: „Für die Jungs tut es mir total leid. Sie haben mir sehr viel Freude bereitet in der Vorbereitung.“ Als Auslöser nannte der Coach stattdessen Kommunikationsprobleme mit der sportlichen Führung: „Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass miteinander gearbeitet und an einem Strang gezogen wird. Zudem waren die Zuständigkeitsbereiche nicht klar genug definiert.“ Ein konkreter Streitpunkt war die Kadergröße. „27 Spieler sind deutlich zu viel“, so Teixeira. „Erst recht, wenn man Kosten senken und im Saisonverlauf noch weitere U-19-Spieler heranführen will. Jeden Sonntag so viele Jungs auf die Tribüne zu setzen, entspricht nicht meiner Philosophie.“

Das Kapitel FC Hennef 05 ist für Nils Teixeira beendet.
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Sportchef Erol Celik zeigte sich derweil überrascht: „Ich stand in der Kabine, als Teix seinen Entschluss bekanntgegeben hat und war natürlich erst mal baff.“ Nach dem Abschied seines Vorgängers Frank Fußhöller und dem Kaderumbruch im Sommer sei der Findungsprozess „gerade erst angelaufen. Wir streben nicht zuletzt eine engere Verzahnung mit dem Nachwuchs an. Dass es in solch einer Transformationsphase auch mal Konfliktpunkte gibt, ist doch völlig normal. Aus meiner Sicht hätten wir jeden davon gemeinsam angehen und aus dem Weg räumen können.“
Nils Teixeira liebäugelt mit Rückkehr auf den Rasen
Vorerst werden er und Sportdirektor Mutlu Demir das Training leiten – gemeinsam mit Erol Celiks Bruder Mesih, der im Sommer als zweiter Co-Trainer verpflichtet wurde. Sollte man bis Sonntag keinen neuen Chefcoach aus dem Hut zaubern, wird das besagte Trio auch zum Heimauftakt gegen den SSV Bornheim an der Seitenlinie stehen. Auch für Demir kam der Rücktritt im Übrigen „völlig unerwartet. Meine ersten Wochen als Sportdirektor hatte ich mir natürlich anders vorgestellt, zumal der Zeitpunkt des Rücktritts maximal ungünstig ist. Jetzt müssen wir aber nach vorne blicken.“
Dasselbe gilt für Teixeira, der sich nach seiner ersten Trainerstation eine vorläufige Rückkehr auf den Rasen vorstellen kann: „Ich habe das Kicken richtig vermisst und würde gerne wieder gegen den Ball treten.“ Vielleicht nimmt die Saison also auch aus Teixeiras Sicht doch noch Fahrt auf.
So., 15 Uhr: Wegberg-Beeck – Fortuna Köln II, FC Hennef 05 – SSV Bornheim, 1. FC Düren – FC Hürth, SpVg Porz – VfL Vichttal, SSV Merten – Lindenthal-Hohenlind, 15.30 Uhr: BW Königsdorf – Hohkeppel, TuS Zülpich – Siegburger SV 04, 15.45 Uhr: Neunkirchen-Seelscheid – SpVg Frechen.

