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Fußball-MittelrheinligaErfolgreiche Heimpremiere für den FSV Neunkirchen-Seelscheid

3 min
Tim Dreilich

Kollektiver Jubel: Trainer Christoph Gerlach (vorne) und der FSV bejubeln den 1:0-Führungstreffer durch Tim Dreilich.

Der Aufsteiger gewinnt das erste Mittelrheinliga-Heimspiel der Klubgeschichte. Hennef überzeugt im Spiel eins nach Nils Teixeiras Rücktritt. 

FSV Neunkirchen-Seelscheid – SpVg Frechen 3:1 (1:0). Die Fußballer des FSV Neunkirchen-Seelscheid haben das erste Mittelrheinliga-Heimspiel ihrer Vereinsgeschichte gewonnen. Verdientermaßen, wie Cheftrainer Christoph Gerlach hinterher betonte: „Das war eine Topleistung, gerade was das Spiel gegen den Ball angeht. Wir haben die Zweikämpfe super angenommen und 90 Minuten lang voll dagegengehalten – das war der Schlüssel.“

In der 35. Minute hatten sich die Offensivbemühungen zum ersten Mal ausgezahlt: Nach einer gefühlvollen Flanke von Tim Lorbach war Tim Dreilich am langen Pfosten zur Stelle – 1:0. In der 72. Minute bediente Last-Minute-Transfer Tim Keil den ebenfalls eingewechselten Fabian Ernst, doch der Abschluss rauschte haarscharf am Pfosten vorbei. Für seinen zweiten Treffer benötigte Dreilich quasi zwei Anläufe: Der 22-Jährige scheiterte mit einem von Keil herausgeholten Elfmeter zunächst am Frechener Keeper, doch der Nachschuss saß (83.).

Fabian Ernst macht den Deckel drauf

Auch auf der Gegenseite zeigte der Referee nach einem Foul von Philipp Schulz auf den Punkt – 1:2 (85., Tobias Stecker). Die Erlösung aus Sicht des Aufsteigers folgte erst in der fünften Minute der Nachspielzeit: Nach einer Ecke von Dimitrios Mpozardenis war Ernst per Kopf zur Stelle (90./+5), ehe der Schlusspfiff im kollektiven Jubel unterging.

FSV: Stokowy – Ehses, Busch, Hermanni, Gödtner – Schulz, Dreilich – Lorbach (63. Ernst), Krämer (74. Mpozardenis), Tel (59. Keil) – Schneider (90./+4 Mai).


FC Hennef 05 – SSV Bornheim 2:1 (2:0). Der FC Hennef 05 hat den Schock offenbar gut verdaut. Im Spiel eins nach dem überraschenden Rücktritt von Cheftrainer Nils Teixiera feierte man einen 2:1-Erfolg. Erol Celik sprach hinterher von einer „reifen Leistung. Gerade in der ersten Halbzeit hat es richtig Spaß gemacht zuzugucken. Hinten raus haben die Jungs dann alles reingeworfen und Mentalität bewiesen.“

Der Sportchef hatte gemeinsam mit seinem Bruder Mesih (Co-Trainer) und Sportdirektor Mutlu Demir auf der Trainerbank Platz genommen. Das Trio veränderte die Anfangself im Vergleich zum ersten Spieltag auf vier Positionen, wobei zwei Startelf-Debütanten prompt treffen sollten: Marten Imping (18.) und Ridouan Mohallik (33.) brachten die 05er auf Kurs, ehe Moritz Hellwig den Zwei-Tore-Vorsprung mit einem tollen Reflex festhielt. Kurz nach der Pause erzielte ausgerechnet der Ex-Hennefer Mohammed Bouchafrati das 1:2 (47.), doch die 15-minütige Druckphase überstanden die 05er anschließend ohne weiteres Gegentor.

FCH: Hellwig – Kubek, Tatishvili, Karaca, Bouakran – Mahessa, Pflüger – Imping (46. Wybierek, 86. Karaduman), Mohallik (63. Hübgen), Köhl (78. Delkic) – Mowitz (75. Hassan).


TuS Zülpich – Siegburger SV 04 5:2 (2:2). Wie gewonnen, so zerronnen: Nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen den vermeintlichen Aufstiegsfavoriten SSV Merten ging der Siegburger SV 04 in Zülpich leer aus. Die 2:5-Pleite beim Aufsteiger bezeichnete Trainer Alexander Otto als „logische Konsequenz. Wir waren nicht annähernd bei 100 Prozent – und dann gewinnen wir eben auch keine Spiele. Wir sind auf dem Boden der Tatsachen angelangt.“

Die erste Halbzeit war geprägt durch zwei schnelle Antworten: Nachdem Devin Nickisch die Siegburger Führung durch Nico Kuhbier (4.) postwendend egalisiert hatte (5.), sorgte Gästeakteur Tom Schnörpel nach dem 1:2 (45./Marvin Iskra) quasi im Gegenzug für den Halbzeitstand (45./+1). In der 55. Minute war es Lucas Carell, der nach einer Zülpicher Ecke am höchsten stieg – 3:2. Anschließend drückte der SSV 04 vehement auf den Ausgleich, doch das Tor fiel auf der Gegenseite (86./Dominik Spies). In der Nachspielzeit legte Johannes Püllen sogar nach – und krönte damit aus Zülpicher Sicht das erste Verbandsliga-Heimspiel seit knapp 40 Jahren.

SSV: Braun – Gawenda (73. Kafu), Lang, Camara (80. Tawiah), Jo – Suleiman, Sakamaki (63. Rosic) – Schnörpel, Mahessa, Dang (63. Ohashi) – Kuhbier (63. Ibishi).