Abo

Vor dem Derby in HennefSiegburg feiert „großen Sieg“ gegen Vichttal

3 min
Alec Vinci (rechts) trifft zur Siegburger Führung und lässt sich feiern.

Alec Vinci (rechts) trifft zur Siegburger Führung und lässt sich feiern. 

Der Fußball-Mittelrheinligist gewinnt das Verfolgerduell mit 4:0. Hennef siegt im Kellerduell und richtet eine Kampfansage an den SSV 04. 

Siegburger SV 04 – VfL Vichttal 4:0 (1:0). Der Siegburger SV 04 ist zum wiederholten Mal an der Tabellenführung vorbeigeschrammt. Diesmal allerdings unverschuldet, denn im Verfolgerduell mit dem VfL Vichttal feierten die Mittelrheinliga-Fußballer ihren achten Saisonsieg. Vielmehr machte den 04ern ein Last-Minute-Tor des Spitzenreiters SV Bergisch Gladbach 09 bei den SF Düren (3:2) einen Strich durch die Rechnung.

Das war ein großer Sieg gegen eine Topmannschaft
Alexander Otto, Trainer des Siegburger SV 04

Trotzdem war der Jubel nach dem Abpfiff riesengroß im Siegburger Lager – und nicht zuletzt bei Trainer Alexander Otto, der auch sein siebtes Spiel in Folge gegen seinen „Lieblingsgegner“ Vichttal gewinnen sollte: „Das war ein großer Sieg gegen eine Topmannschaft. Um gegen einen solchen Gegner zu bestehen, muss man als Kollektiv verteidigen und über sich hinauswachsen – beides haben meine Jungs heute getan.“

Die Gäste hatten druckvoll begonnen, doch die erste Großchance verbuchte der SSV 04: Nachdem Alexander Tackie Sai an der Latte gescheitert war, parierte VfL-Keeper Frederik Said den Nachschuss von William McIntosh. Die anschließende Ecke nutzte Alec Vinci per Kopf zur Führung (14.). Kurz vor der Pause traf Yuta Sakamaki nur den Pfosten.

Voller Einsatz für den SSV 04: Tariq-Emad Suleiman (links).

Voller Einsatz für den Siegburger SV 04: Tariq-Emad Suleiman (links).

Auch nach dem Wechsel verbuchte Vichttal mehr Ballbesitz, doch die Siegburger blieben aus dem Spiel heraus das gefährlichere Team: In der 69. Minute war es Tim Keil, der McIntosh auf die Reise schickte; der Australier legte mustergültig quer auf Kelana Mahessa – 2:0 (69.). Eine direkt verwandelte Ecke von Waiss Ezami sorgte für die Entscheidung (80.), ehe der ebenfalls eingewechselte Kapitän Enes Yilmaz per Abstauber den Schlusspunkt setzte (90./+5).

SSV: Fikisi – Keil (73. Gawenda), Weingarten, Camara, Jo – Suleiman, Vinci (65. Yilmaz) – Mahessa, McIntosh (81. Schnörpel), Sakamaki (57. Ezami) – Sai (62. Kuhbier).


FC Teutonia Weiden – FC Hennef 05 2:3 (0:1). Der Hennefer Sportchef Frank Fußhöller sprach nach dem 3:2-Erfolg beim FC Teutonia Weiden von „drei maximal verdienten Big Points“. Schließlich konnte man den Vorsprung auf den Gegner (und damit auf den ersten Abstiegsplatz) auf fünf Zähler vergrößern. Angesichts der Ausbeute von zehn Punkten aus den letzten fünf Begegnungen richtete er prompt eine Kampfansage an den Lokalrivalen: „Siegburg kann kommen. Wir haben richtig Bock auf das Derby am Sonntag und wollen in den letzten beiden Spielen des Jahres noch sechs Punkte holen.“

Fabian Ernst hatte Levi Dang in der dritten Minute auf die Reise geschickt – 1:0. Anschließend versäumte es der FCH nachzulegen, wobei Philipp Köhl die größte Chance vergab: Nachdem ihm ein Weidener Abwehrakteur den Ball unfreiwillig in die Füße gespielt hatte, schoss er frei stehend vor Keeper Vladislav Liharev am Tor vorbei (20.).

Hennef feiert gelungene Generalprobe fürs Derby

Nach der Pause war es Gael Lukau Deves, der den ersten Weidener Torschuss zum Ausgleich nutzte (60.). Die Reaktion der Gäste ließ aber nicht lange auf sich warten: Erst traf Köhl nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Leon Rosic (65.), dann spitzelte Ernst eine Kopfballvorlage von Dang über die Linie – 3:1 (68.). Der eingewechselte Bekir Gediktas läutete mit seinem Treffer zum 2:3 zwar eine spannende Schlussphase ein (90./+1), doch die 05er brachten den Vorsprung über die Zeit – und sorgten so für eine gelungene Generalprobe fürs Derby.

FCH: Hellwig – Kubek (90./+8 Gönen), Karaca, Hoffmann, Pflüger – Kunzika, Rosic, Mahessa – Dang (74. Ichue), Ernst, Köhl (78. Sopo).