Dem Trainer des Fußball-Mittelrheinligisten winkt der siebte Sieg in Folge gegen den VfL Vichttal. Hennef fiebert dem Kellerduell bei Teutonia Weiden entgegen.
Verfolgerduell in SiegburgAlexander Otto trifft auf „Lieblingsgegner“ Vichttal

Cheftrainer Alexander Otto vom Siegburger SV 04 will seine persönliche Siegesserie gegen den VfL Vichttal fortsetzen.
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Siegburger SV 04 – VfL Vichttal (So., 15.30 Uhr). Das nennt man wohl eine makellose Bilanz. Seine sechs bisherigen Fußball-Mittelrheinliga-Duelle mit dem VfL Vichttal hat Alexander Otto allesamt gewonnen. Den drei Erfolgen als Trainer von Viktoria Glesch-Paffendorf folgten ebenso viele an der Seitenlinie des Siegburger SV. Das Wort „Lieblingsgegner“ hält der Chefcoach der 04er vor dem erneuten Aufeinandertreffen trotzdem für „unangemessen. Schließlich steht uns eine der schwierigsten Aufgaben der Saison bevor. Ich habe Vichttal von Anfang an zu den heißen Titelanwärtern gezählt – und ganz offensichtlich lag ich damit nicht daneben.“
Tatsächlich ist der VfL (2./26 Punkte) neben Siegburg (3./24) die einzige Mannschaft, die bislang Schritt halten konnte mit dem Tabellenführer SV Bergisch Gladbach 09 (26). Das Team aus Stolberg knüpfte nahtlos an die starke Halbserie der Vorsaison an, als man sich als Rückrunden-Dritter vom letzten auf den achten Rang vorkämpfte.
Yassine Ali Gnondi und Niklas Valerius haben in der Vorsaison die Mittelrheinliga quasi kaputtgeschossen
Die aktuelle Platzierung ist laut Otto demnach „wenig überraschend. Schließlich hat sich Vichttal im Sommer brutal verstärkt.“ Neben Zugang Mustapha Chahrour von den SF Düren (Otto: „Er war der beste Spieler der letzten Landesliga-Saison“) hebt er das vom FC Teutonia Weiden verpflichtete Sturm-Duo um Yassine Ali Gnondi und Niklas Valerius hervor. Ein Duo, das in der vergangenen Spielzeit „die Mittelrheinliga quasi kaputtgeschossen“ habe. Auch beim 3:0-Erfolg in Siegburg machten die Torschützen Gnondi (2) und Valerius den Unterschied. Letzterem winkt am Sonntag sein Startelf-Comeback, 312 Tage nach seinem bei einem Hallenturnier erlittenen Kreuzbandriss.
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In spielerischer Hinsicht sieht Otto den kommenden Gegner „auf einer Stufe mit Hohkeppel, Wegberg-Beeck und Merten“. Gut also, dass bis auf Michael Ojesanmi (erkrankt) alle Siegburger Akteure einsatzbereit sind. Gerade im zentralen Mittelfeld hat Otto die Qual der Wahl, denn neben Alec Vinci, Tariq-Emad Suleiman, Kelana Mahessa und William McIntosh stößt auch Kapitän Enes Yilmaz nach überstandener Oberschenkelblessur wieder zum Kader hinzu.
FC Teutonia Weiden – FC Hennef 05 (So., 15.30 Uhr). Zwei Kellerduelle und ein Derby: Der Jahresendspurt mit den Partien beim FC Teutonia Weiden, gegen Siegburg und beim Aufsteiger Bornheim hat es aus Hennefer Sicht in sich. Trainer Nils Teixeira würde „am liebsten neun Punkte“ einfahren und fordert „in erster Linie Leidenschaft“. Mut machen die beiden Vergleiche mit Weiden in der Vorsaison (4:0, 4:1), als der Ex-Profi noch selbst auf dem Platz stand. Mit dem 4:0-Heimerfolg im März feierte Teixeira ein Debüt nach Maß im Hennefer Trikot.
Hennef reist mit Rückenwind zum FC Teutonia Weiden
Sportchef Frank Fußhöller ist überzeugt vom dritten Streich in Folge: „Wenn wir die richtige Einstellung an den Tag legen, gehen wir als Sieger vom Platz.“ Angesicht der Ausbeute von sieben Punkten aus den letzten vier Partien und des couragierten Auftritts im Verbandspokal gegen den Regionalligisten Bonner SC (1:4) reise man mit „ordentlich Rückenwind“ nach Würselen.
Viele Tore sind nicht zu erwarten, schließlich empfängt die harmloseste (neun Treffer) die drittschlechteste Offensive (14). Auch Teixeiras Marschroute nährt keineswegs die Hoffnung auf ein Tor-Spektakel: „Unser primäres Ziel ist es, dass hinten die Null steht.“ Dies war in dieser Saison erst einmal der Fall, nämlich im jüngsten Heimspiel gegen Porz (2:0).


