Im Jahr 2025 sind in den Kliniken im Rhein-Sieg-Kreis 48.475 Menschen vollstationär behandelt worden. IT.NRW nennt viele weitere Daten.
Statistik 2025Rhein-Sieg-Kliniken versorgten fast 50.000 Kranke und Verletzte

Das Siegburger Helios Klinikum hat mit 354 Betten (Stand 2024) die meisten Betten der sechs Krankenhäuser im Kreis. (Archivbild)
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Die Krankenhauslandschaft im Rhein-Sieg-Kreis ist in den vergangenen Jahren geschrumpft. Insbesondere ist die Zahl der vollstationären Fälle im Kreis prozentual wesentlich stärker gesunken als im Regierungsbezirk Köln oder im Land NRW, im Jahr 2025 waren es 48.475 Patientinnen und Patienten.
Die Bettenauslastung im Kreis blieb 2025 mit 64,1 Prozent im Vergleich zu Bezirk und Land ungewöhnlich niedrig. Aufgestockt wurde das Pflegepersonal. Das sind drei Aspekte, die sich aus der jetzt vom Statistischen Landesamt IT.NRW veröffentlichten NRW-Krankenhausstatistik für 2025 ergeben.
Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es sechs Krankenhäuser
Insgesamt gibt es im Kreisgebiet nach der Zählung von IT.NRW aktuell sechs Krankenhäuser; 2015 waren es, statistisch gesehen, noch acht. Jedoch wurden seitdem nicht etwa Standorte komplett geschlossen, sondern lediglich zu größeren Einheiten zusammengefasst.
Bei den Kliniken im Kreis handelt es sich, geordnet nach Bettenzahl, um das Helios Klinikum Siegburg (354 Betten im Jahre 2024), die GFO Kliniken Troisdorf – St. Josef Hospital (324), die Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin (216), die GFO Kliniken Troisdorf – St. Johannes Krankenhaus in Sieglar (280), Cura Bad Honnef (166) und das St.-Franziskus-Krankenhaus Eitorf (100). Außerdem befindet sich in Eitorf noch eine psychiatrische Dependance der LVR-Klinik Bonn mit 40 Betten.
Die Zahl der Intensivbetten sank seit 2015 um 26 Prozent
Betrachtet man die Kliniken im Kreis, so ist die Gesamtzahl der Betten von 2015 bis 2025 von 1468 auf 1202, also um 18,1 Prozent, gesunken. Die Zahl der Intensivbetten sank von 100 auf 74, also um 26 Prozent. Die vollstationären Fälle gingen von 64.383 auf 48.475 zurück, also um 24,7 Prozent. Die durchschnittliche Verweildauer sank von 6,5 Tagen auf 5,8 (minus 10,8 Prozent).

Ein Kardiologe nimmt im Herzkatheterlabor im Helios Klinikum Siegburg eine Untersuchung vor.
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Die Bettenauslastung sank von 77,7 auf 64,1 Prozent, also um 13,6 Prozentpunkte. Dagegen stieg die Zahl der Ärztinnen und Ärzte von 589 auf 597, also um 1,4 Prozent, die der Pflegenden von 1315 auf 1575, also um 19,8 Prozent. Einen Rückgang um 33,9 Prozent, von 1474 auf 975, gab es beim übrigen nichtärztlichen Personal.
Anders als im Land NRW stagniert die Zahl der Ärztinnen und Ärzte beinahe
Das Bild für die Kliniken im Rhein-Sieg-Kreis wird weiter getrübt, wenn man sie mit den Vergleichswerten für den Regierungsbezirk und das Land vergleicht. So war der Bettenabbau im Kreis von 2015 bis 2025 mehr als doppelt so stark wie im Regierungsbezirk und im Land. Die Zahl der stationären Fälle sank im Kreis fast um ein Viertel; im Regierungsbezirk und in NRW betrug der Rückgang nur etwa fünf Prozent.
Während die Intensivkapazitäten im Regierungsbezirk Köln (plus 17,7 Prozent) und landesweit (plus 6,1 Prozent) ausgebaut wurden, verlor der Rhein-Sieg-Kreis 26 Prozent seiner Intensivbetten. Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte stagnierte langfristig nahezu, wohingegen sie im Regierungsbezirk und in NRW um mehr als ein Viertel stieg. Und das Rhein-Sieg-Plus beim Pflegepersonal von knapp 20 Prozent wird im Regierungsbezirk (plus 32,7 Prozent) und im Land (plus 35,1 Prozent) klar getoppt.
Dagegen zeigt ein Vergleich der Werte für 2024 und 2025 sowohl bei der Bettenzahl als auch bei den Ärztinnen und Ärzten und beim Pflegepersonal gegenläufige Tendenzen: Hier hat der Kreis im Vergleich zu Bezirk und Land bessere Werte.
Die Kliniken im Rhein-Sieg-Kreis
Die jeweiligen Schwerpunkte der Kliniken beziehungsweise ihre Fachabteilungen lassen sich insbesondere dem „Deutschen Krankenhaus Verzeichnis“ entnehmen. Dieses wertet die strukturierten Qualitätsberichte der einzelnen Häuser aus. Hier eine Übersicht:
- Helios Siegburg: Innere Medizin mit Gastroenterologie und Pneumologie, Radiologie, Kardiologie/Rhythmologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Orthopädie/Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie, Herz- und Thoraxchirurgie, HNO und Augenheilkunde
- St. Josef Hospital Troisdorf: Allgemein- und Viszeralchirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin, Geriatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Innere Medizin, Orthopädie und Unfallchirurgie, Urologie, Palliativmedizin und Radiologie
- St. Johannes Krankenhaus Sieglar: Anästhesie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie voll- und teilstationäre Psychiatrie
- Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin: Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie, Kinderorthopädie, Kinderneurochirurgie, Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin sowie spezialisierte pädiatrische und sozialpädiatrische Bereiche
- Cura Bad Honnef: Allgemeine Chirurgie, Innere Medizin, Geriatrie, HNO sowie Anästhesie und Intensivmedizin
- St.-Franziskus-Krankenhaus Eitorf: Innere Medizin, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Anästhesie/Intensivmedizin
