Die Orgeltage beginnen schon am 6. September, die Experimentale in der Woche darauf.
KonzertreihenIm Troisdorfer Kulturherbst erklingen neue und klassische Töne

Frank Baquet, Tanja Gaspers, Rainer Land und Hans-Peter Retzmann (von links) stellten das Programm vor.
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Zugegeben: Ein Weltstar wie Anna Lapwood ist in diesem Jahr nicht dabei. Im Troisdorfer Kulturherbst wird aber auch 2026 einiges geboten. Im Kunsthaus stellten dessen Leiter Frank Baquet, die Erste Beigeordnete Tanja Gaspers und Kirchenmusiker Hans-Peter Retzmann von der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Troisdorf erste Höhepunkte vor.
Schon am Sonntag, 6. September, 17 Uhr, werden die Troisdorfer Orgeltage 2026 eröffnet. „Die gemeine Posaune“ ist das Programm überschrieben; Hans-Peter Retzmann begleitet an der Orgel der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Spich den Posaunisten Tural Ismayilov. Am 27. September, 17 Uhr, gastiert der Konzertchor Bonn in der Kirche St. Johannes Sieglar, der unter anderem das Requiem von Maurice Duruflé aufführen wird. An der Orgel wirkt wieder Hans-Peter Retzmann mit.
Orgelmusik erklingt zum ersten Mal im Kunsthaus Troisdorf
An einem ungewohnten Ort erklingt Orgelmusik am Sonntag, 25. Oktober, 18 Uhr: Im Kunsthaus Troisdorf an der Mülheimer Straße ist die junge Organistin Annie Bloch aus Köln zu Gast, die eine Pfeifenorgel mitbringt. In ihrem Projekt „luvt“ treffen sich barocker Klang und elektronische Manipulation. Den zweiten Teil des Abends bestreitet Lukas Schäfer mit dem Solo-Programm „Music for Concrete“.
Den Schlusspunkt setzt am 22. November, 17 Uhr, das Konzert „Töne mit Wind gemacht“. In der Kirche St. Johannes Sieglar spielt Stefan Kames die Orgel, sein musikalischer Partner ist am Akkordeon Helmut C. Jacobs. Auf die Zuhörer warte Musik, die ihren Ursprung „nicht unbedingt im Kirchenraum“ habe, sagte Hans-Peter Retzmann bei der Programmvorstellung. Der Eintritt für die Konzerte ist frei, die Veranstalter bitten um Spenden.

Tural Ismayilov spielt Posaune beim Auftaktkonzert der Orgeltage 2026; er wird an der Orgel begleitet von Hans-Peter Retzmann.
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Magnet für die Freunde der experimentellen Musik ist vom 17. bis 19. September das Kunsthaus an der Mülheimer Straße. Dann geht dort die neunte Auflage der Experimentale über die Bühne – „eine echte Größe in der Szene“, wie Leiter Frank Baquet stolz feststellt. Seit der Gründung habe sich das dreitägige Festival immer weiter entwickelt, und das „mit fast nichts“ an Budget.
Auch größere Ensembles kommen nach Troisdorf
In diesem Jahr konnte der Festivalmacher Frank Baquet sogar zwei große Ensembles nach Troisdorf holen; die guten persönlichen Kontakte machen's möglich. Die Mitglieder des Leipziger Ensembles Initial Conditions kommen bei Musikerkollegen unter, auch in Honorarfragen kommen die Künstler unter Umständen den Veranstaltern in Troisdorf entgegen.
Traditionelle ostasiatische Musik prägt den Stil des Wooli Duo, das am Donnerstag, 17. September, 20 Uhr, die Experimentale eröffnet. „Triple Dance“ heißt das Projekt von Rainer Weber (Klarinetten), Michael Heupel (Flöten) und Emil Buchholz (Kontrabass), ab 21 Uhr zu hören. Am Abend des 18. September gehört die Bühne allein dem Leipziger Septett.

Das Wooli Duo spielt am 17. September bei der Experimentale in Troisdorf
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Das Sextett KIND ist tags darauf (19. September) ab 20 Uhr zu Gast. Musikerinnen und Musiker aus dem Iran, Brasilien, Australien und Deutschland führen komplexe Kompositionen auf, ehe Nicklaas Koppe und Gervaiso Tarragone Valli den Abend und das Festival beschließen. Der Eintritt ist auch an de Experimentale-Abenden frei, es geht der Hut für die Künstler herum.
Auch die erste Ausstellung im Kunsthaus nach den Ferien kündigten die Kulturverantwortlichen in Troisdorf schon an: „Colourshow“ ist die Schau überschrieben, die ab dem 6. September Arbeiten von Oliver Christmann und Thomas Heger vereint. Die Vernissage beginnt am 6. September um 11 Uhr, die Ausstellung ist im Anschluss bis zum 4. Oktober zu sehen (Samstag, 15 bis 18 und Sonntag, 11 bis 14 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 02241/ 12 61 581.

