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NeubauNaturschutzbeirat gegen neuen Steg zwischen Troisdorf und Sankt Augustin

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Seit 2014 ist der Rad- und Fußweg an der Eisenbahnbrücke über die Sieg gesperrt.

Seit 2014 ist der Rad- und Fußweg an der Eisenbahnbrücke über die Sieg gesperrt.

Für Radfahrende und Fußgänger soll eine neue Querung über die Sieg in der Nähe der Eisenbahnbrücke und der Melanbogenbrücke neu gebaut werden. 

Der Naturschutzbeirat hat die Behörden in seiner jüngsten Sitzung einstimmig aufgefordert, die bisherige Planung zum Neubau einer Fußgänger- und Radbrücke zwischen Sankt Augustin und Troisdorf noch einmal zu überprüfen und in Frage zu stellen. Seit fünf Jahren, seit der Weg auf der Eisenbahnbrücke marode und gesperrt ist, gibt es keine Fußgänger- und Radverbindung mehr zwischen Troisdorf und Sankt Augustin.

Denn der Weg über die Bahnbrücke war auch schon ein Behelf: 2014 waren Radler und Fußgänger bereits von der schon 2006 für den Schwerlastverkehr geschlossenen Melanbogenbrücke umgeleitet worden, weil wegen Baufälligkeit auch für sie die Brücke nicht mehr passierbar war. Wenige Jahre später das gleiche Spiel auf der Ausweichroute, die Bahnbrücke wurde für sie gesperrt. Die Deutsche Bahn stimmte einer Sanierung und der Erneuerung des alten Steges nicht zu.

60 Meter lange barrierefreie Rampe auf Troisdorfer Seite vorgesehen

Deshalb hat die Stadt Sankt Augustin den Neubau einer 204 Meter langen Fußgänger- und Radbrücke oberhalb der Bahnbrücke beschlossen. Der Bau eines separaten Steges für Fußgänger und Radfahrende soll mit der Stadt Troisdorf realisiert werden. Allerdings ist eine Befreiung von den Verboten des Landschaftsschutzgebietes erforderlich, und die müsste die Kölner Bezirksregierung erteilen. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises in Siegburg kann nur prüfen, ob Alternativen möglich sind, die zu einer geringeren Belastung der Schutzgebiete führen würden, und das dann der Bezirksregierung mitteilen.

Wie ein Vertreter der Stadt Sankt Augustin in der Sitzung des Naturschutzbeirates erläuterte, soll die neue Brücke parallel und stromaufwärts von der Eisenbahnbrücke gebaut werden. Auf der Troisdorfer Seite ist zusätzlich eine 60 Meter lange barrierefreie Rampe vorgesehen. Die Kosten werden auf rund acht Millionen Euro geschätzt.

Viele Mitglieder des Naturschutzbeirates wandten sich gegen die Neubaupläne, ebenso wie der Vorsitzender Dr. Norbert Möhlenbruch (Nabu): „Ich kann nicht verstehen, warum hier keine Bündelung erfolgte und der Fußgänger- und Fahrradweg nicht an die Bahnbrücke angehängt wird.“ Es blieben noch viele offene Fragen, und er halte es für dringend erforderlich, dass die Planung noch einmal überprüft werde. Andreas Fey (BUND) meinte, es gebe noch viele Fragezeichen, ob das so passieren müsse wie geplant. Und warf dann die Frage auf, ob man diesen Fahrradweg überhaupt brauche. Christoph Rüter (Naturschutzamt) betonte, dass eine zügige Radverbindung zwischen Troisdorf und Bonn entstehen solle und auch ein Radschnellweg.