Auch Köln-Verbindungen waren am Dienstagmorgen von den Einschränkungen betroffen.
Kabel durchtrenntVandalismus auf Bahnstrecke in NRW – Verbindungen über Köln wieder im Takt

Ein ICE vor dem Kölner Dom. (Archivfoto)
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Unbekannte haben in Gelsenkirchen Kabel an einer Bahnstrecke durchtrennt und so für starke Einschränkungen im Bahnverkehr in Teilen des Ruhrgebiets gesorgt. Die Hintergründe seien noch völlig unklar, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Bahn sprach von Vandalismusschäden.
Die Polizei flog das Gebiet mit einem Hubschrauber ab. Dabei sei der Schaden lokalisiert worden, teilte ein Pressesprecher mit. Den Ermittlungen zufolge sollen unbekannte Täter das Kabel in der Nähe des alten Güterbahnhofs in Gelsenkirchen gegen 1 Uhr in der Nacht zum Dienstag (14. April) beschädigt haben. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
Hauptbahnhof Gelsenkirchen besonders betroffen – Verbindungen über Köln verzögert
Besonders betroffen seien Reisende am Hauptbahnhof Gelsenkirchen. Fernzüge wurden nach Angaben der Bahn umgeleitet und halten nicht in Recklinghausen, Gelsenkirchen und Oberhausen. ICE- und IC-Verbindungen zwischen Köln und Hamburg sowie zwischen Köln und Münster seien dadurch 20 Minuten länger unterwegs, teilte das Unternehmen mit.
Der Schaden sei gegen 8 Uhr beseitigt worden. „Unseren Technikern ist es gelungen, die beschädigten Kabel wieder instand zu setzen und zu testen“, sagte ein Sprecher.
Im Regionalverkehr gab es Einschränkungen und Ausfälle auf den Linien RE2, RE3, RE42, RB32, RB46 und S2. Auf einigen Linien sei ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Reisenden empfahl die Bahn, in der App oder der Online-Auskunft zu prüfen, wie sie trotz der Einschränkungen an ihr Ziel kommen.
Für die Regionalverbindungen lagen keine Konzepte vor, weshalb für jede Zugfahrt kurzfristige Einzelmaßnahmen ergriffen wurden, hieß es. Bahnkunden sollten ihre Verbindungen vor Ort oder über die Online-Reiseauskunft prüfen. (jv/dpa)