Ein Video zeigt die beiden Tiger-Zwillinge zuerst noch zurückhaltend und ängstlich, dann aber ausgelassen herumtollen.
„Tun mir trotzdem leid“Baby-Tiger tollen erstmals durch Außengehege im Wuppertaler Zoo

Die Tiger-Zwillinge Neko und Altana mit ihrer Mama Tullia zum ersten Mal im Außengehege im Wuppertaler Zoo.
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Die Baby-Tiger im Wuppertaler Zoo haben am Mittwoch (4. März) zum ersten Mal die große Außenanlage im Wuppertaler Zoo erkundet. Nicht nur für die 7 Monate alten Jungtiere ein aufregender Tag, auch die Tierpflegerinnen und Tierpfleger beobachteten den Ausflug mit sorgsamer Aufmerksamkeit.
Bislang waren die Tiger-Zwillinge Neko und Altana ausschließlich im kleineren Außenbereich unterwegs. Als sich dann plötzlich die Schiebetür öffnete, trauten sich die Jungtiere den großen Schritt zunächst nicht zu. Erst als die Mutter Tullia die Schwelle überschritt, folgten die kleinen Tiger schließlich in das unbekannte Terrain.
Tiger im Wuppertaler Zoo: Tierpfleger begleiten ersten Ausflug ins Außengehege
„Noch etwas zurückhaltend, aber sichtlich neugierig, inspizierten sie Schritt für Schritt jeden Winkel der neuen Umgebung“, ordnet ein Tierpfleger ein.
Doch die erste Unsicherheit war schon schnell verflogen – und schon bald tobten die Tiger-Zwillinge ausgelassen über die Anlage. Das Gelände im Wuppertaler Zoo bietet mit weiten Grasflächen, einem kleinen Waldbereich und einem Wasserbecken viel Abwechslung.
Ein Video zeigt, wie Neko und Altana zunächst unsicher die Fläche betreten und dann immer ausgelassener toben. Auch Mama Tullia muss sich vor den spielerischen Angriffen der beiden Kleinen in Acht nehmen.
Vater Kasimir verbrachte den Tag derweil auf der kleineren Außenanlage. „Wie auch in der Natur üblich, ist er an der Aufzucht des Nachwuchses nicht beteiligt“, erklärt der Wuppertaler Zoo. Tiger sind in der Regel Einzelgänger und kommen meist nur zur Paarung zusammen.
Toller Hinweis für Zoo-Gäste: Ab sofort sind die Tiger immer im Wechsel auf den beiden Außenanlagen zu sehen.
Tiger-Video aus Wuppertaler Zoo: Herz-Emojis, aber auch Kritik
Das Video vom Wuppertaler Zoo wurde innerhalb weniger Stunden etliche Male geteilt. Hunderte Userinnen und User reagierten mit Herz-Emojis und freuen sich über die Bilder. Von einer Userin kam jedoch auch Kritik. Die beiden Tigerbabys täten ihr trotzdem leid. „Kein Gehege ist so schön wie die Natur. Dort, wo sie eigentlich leben, wäre es am schönsten“, kommentiert die Nutzerin.
Eine andere Userin reagiert beschwichtigend. Auch Zoommitarbeiter seien da einer Meinung. Die Natur könne man so nicht ersetzen. Allerdings gab die Nutzerin zu bedenken, dass Tiger immer noch illegal bejagt und ihrer Lebensräume beraubt werden. Zuchtprogramme wie diese im Wuppertaler Zoo helfen unterdessen, die Population zu erhalten. Ein Argument, dem sich mehrere Userinnen und User anschließen.

