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Stimmen zu Kölns Derby-PleiteFC-Trainer Schultz vermisst „Spielglück“ – Xhaka über Thielmann: „Selbst schuld“

Lesezeit 4 Minuten
FC-Trainer Timo Schultz kloppft Jan Thielmann nach dessen Roter Karte auf die Schulter.

FC-Trainer Timo Schultz kloppft Jan Thielmann nach dessen Roter Karte auf die Schulter.

Der FC-Trainer äußerte sich auch zu Kapitän Florian Kainz, der nicht einmal eingewechselt wurde.

„Das Spielglück haben wir nicht“, sagte FC-Trainer Timo Schultz am DAZN-Mikrofon nach der Derby-Pleite gegen Bayer 04 Leverkusen durchaus bestürzt. Der 1. FC Köln konnte seinen Rückstand auf die rettenden Plätze in der Bundesliga am Sonntagnachmittag nicht verringern.

Eine turbulente Partie gegen die Werkself, die von beiden Seiten zum Teil hart geführte wurde, ging mit 0:2 verloren. Als Schlüsselszene dürfte klar die Rote Karte für Jan Thielmann in der 14. Spielminute herhalten. Dass der FC-Youngster nach einer knappen Viertelstunde vom Platz musste, weil er Granit Xhaka in auf die Achillessehne gestiegen war, spielte der Werkself natürlich in die Karten.

Der FC bot dennoch auch nach dem ersten Gegentor durch Frimpong (37.) einen großen Kampf und hatte in beiden Spielhälften Chancen zum Ausgleich. Glücklos verpasste der FC-Angriff aber alle Möglichkeiten und musste letztlich noch das 0:2 durch Grimaldo hinnehmen. Die Stimmen zum Spiel.

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FC-Trainer Timo Schultz: „Mehrfach Kann-Elfmeter nicht für uns gepfiffen“

FC-Trainer Timo Schultz nach dem Spiel: Es war maximal unglücklich für uns. Was aber die taktische Disziplin, die Kompaktheit angeht, war es eine sehr gute Leistung von uns. Wir sind immer noch überm ersten Strich. So wie die Jungs sich präsentieren, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir es schaffen.

Schultz zum Spielverlauf: Seitdem ich hier bin, haben wir, glaube ich, viermal den Innenpfosten getroffen und mehrfach Kann-Elfmeter nicht für uns gepfiffen bekommen. Ich will das Wort Glück nicht überstrapazieren, aber es würde helfen, wenn da das Quäntchen Glück kommt.

Schultz über Davie Selke: Wir haben uns für die Vernunftsvariante entschieden, Davie hat in dieser Woche nicht einmal komplett mit der Mannschaft trainiert. Aber gegen Gladbach ist er mehr als nur eine Alternative.

Schultz über Kapitän Kainz, der auf der Bank bleiben musste: Es hat einfach nicht reingepasst. Wir waren in Unterzahl. Kainzi wird für uns aber weiter ein ganz entscheidender Spieler bleiben. Er kann für uns ein absoluter Unterschiedsspieler sein in Spielen, in denen wir mehr den Ball haben. Er ist mein verlängerter Arm, auch abseits des Platzes sprechen wir viel.

Timo Schultz über die Kölner Unterstützung: Wenn die Fans weiter sehen, dass wir auf dem Platz unser Herz lassen, dann werden sie das weiter so honorieren. Das hilft uns sehr und wir wissen das sehr zu schätzen. Aber wir sind auch in der Bringschuld, das mit Punkten zurückzuzahlen.

Sargis Adamyan: „Wir haben es gut gemacht“

FC-Stürmer Adamyan über die Niederlage gegen Leverkusen: Wir haben es gut gemacht, trotzdem konnten wir in den entscheidenden Phasen kein Tor machen. Ich hätte das Spiel gerne über 90 Minuten elf gegen elf gesehen. Trotzdem hatten wir unsere Chancen. Die muss man gegen Leverkusen nutzen, um was mitzunehmen. Aber man sieht schon, dass sie extreme Qualität haben. Mit elf Mann war es schon schwer, gegen sie anzulaufen, mit zehn Mann noch schwieriger. Die Rote Karte war sicher der Knackpunkt.

Adamyan über seinen Pfostenschuss und Startelfeinsatz: Es ist bitter, dass mein Pfostenschuss wieder rausgeht. Der Pass war super, ich will ihn gegen die Laufrichtung schießen. Leider ist er nicht reingegangen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich heute starten durfte. Ich habe mich gut gefühlt und vernünftig gespielt. Es wäre ein super Spiel gewesen, wenn ich das 1:1 gemacht hätte.

FC-Abwehrspieler Timo Hübers: Wenn man durch Köln gelaufen ist in den letzten Tagen, da war alles Rot. Das macht etwas mit einem. Leider konnten wir heute nichts zurückgeben. Wir hatten unsere Konter eigentlich gut ausgespielt.Vom Gefühl her, war es nicht so, dass wir an die Wand gespielt wurden. In Sachen Engagement, Wille und Laufbereitschaft können wir uns nichts vorwerfen. Jetzt müssen wir auf nächste Woche hoffen und dann sieht das schon wieder anders aus.

Xhaka zum Thielman-Foul: „Er muss da nicht so hingehen“

Bayer-Profi Granit Xhaka zum Foul von Jan Thielmann: Er muss da nicht so hingehen. Damit schwächt er seine Mannschaft. Wir profitieren. Warum er so reingeht, muss er selbst wissen. Selbst schuld. Die Entscheidung war auf jeden Fall korrekt.

Xhaka über das Punktepolster im Meisterennen: „Ich muss schon ehrlich sein. Zehn Punkte sind schon viel. Aber es ist noch nicht gegessen.“

Bayer-Abwehrchef Jonathan Tah: „Wir sind uns der Situation natürlich bewusst, da brauchen wir uns nicht anlügen. Trotzdem ist es auch eine gefährliche Situation, die wir nicht unterschätzen dürfen. Denn es sind noch ein paar Punkte zu vergeben.“

Bayer-Coach Xabi Alonso: „Es ist nie einfach gegen zehn Mann. Wir hatten Glück, im Konter kein Gegentor zu bekommen. Hier zu gewinnen, war ein großer Schritt.“

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