Ex-FC-Profi Patrick Helmes äußert sich besorgt über die Lage seines Ex-Klubs. Er kritisiert dabei auch Trainer Lukas Kwasniok.
Deutliche FC-KritikHelmes befürchtet Abrutschen in den Tabellenkeller

Patrick Helmes zeigt sich besorgt über die Aussichten beim 1. FC Köln.
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Für den 1. FC Köln beginnt die Bundesliga-Rückrunde mit einer entscheidenden Woche. Die Mannschaft spielt am Samstag um 15.30 Uhr auswärts gegen den Tabellenvorletzten aus Heidenheim.
Anschließend folgt das Mittwochsspiel gegen den FC Bayern, danach empfängt der FC mit Schlusslicht Mainz 05 einen weiteren direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.
Helmes über die FC-Profis: „Bis auf El Mala keiner in der Spur“
Patrick Helmes, der von 2005 bis 2008 für den FC gestürmt hatte, bewertete die Situation des Vereins als gefährlich. In einem Pressegespräch von „Sky Sport“ äußerte er: „Ich glaube, dass es für den FC noch ein großes Problem geben wird.“
Der Verein befinde sich nach sechs Partien ohne Sieg in einer Abwärtsspirale und stehe vor dem schwierigen Spiel in Heidenheim. Helmes warnte: „Wenn du das verlierst, kommt dann zum ersten Mal der Druck dieser Stadt und dieses Klubs auf die Spieler zu, die das nicht kennen.“
Der frühere Bundesliga-Angreifer erkennt eine starke Abhängigkeit des FC von Nachwuchstalent Said El Mala. „Bei aller Qualität der Spieler muss man sagen, ob das ein Eric Martel ist, ob das ein Ragnar Ache ist, da ist aktuell, bis auf El Mala, keiner in der Spur“, erklärte Helmes.
Dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird, sehe er in Köln aktuell nicht: „Er ist der absolute Unterschiedsspieler und das ist für einen Aufsteiger eigentlich Gift, wenn du nur einen ganz jungen Spieler hast, bei dem du weißt, auf den ist Verlass.“
Für die negative Tendenz vor der Winterpause machte er auch Trainer Lukas Kwasniok mitverantwortlich. „Ich glaube, dass er auch seine Finger mit im Spiel hat, dass man gerade so einen Negativstrudel hat. Denn wenn ich zum Beispiel einen Jakub Kaminski sehe, der war für mich in der ersten Hälfte des ersten Halbjahres der beste Spieler beim FC.“
Der zunächst noch so formstarke Pole sei durch Rotationen und Positionswechsel, die teils auch verletzungsbedingt erfolgten, aus dem Tritt geraten: „Einen Kaminski hat man ein Stück weit gebrochen, weil er eben dann auf einmal auf anderen Positionen gespielt hat. Und das reicht dann oft, um einen eigenen Rhythmus zu stören.“
Andere Akteure würden derzeit ebenfalls nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. „Du hast Ache, der nicht funktioniert. Da muss man einfach sagen, man hat sich viel mehr erhofft. Auch ein Isak Johannesson ist blasser geworden. Martel übernimmt nicht die Verantwortung, die ihm alle zugesprochen haben. Aktuell muss er froh sein, dass er in Köln auf der Sechs stammspielen darf“, kritisierte Helmes mehrere FC-Profis.
Seine Voraussage für die Rückrunde fällt dementsprechend pessimistisch aus. „Ich glaube tatsächlich, dass der FC noch runterrutscht und möglicherweise auch bis zum Relegationsplatz durchgereicht wird, denn so eine Lawine ist manchmal schwer aufzuhalten, und in Köln muss man sich bei so etwas richtig dagegenstemmen“, meinte Helmes. „Deshalb, glaube ich, wird das noch eine Überraschung im negativen Sinne.“ (red)
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